Das Leben von Takaaki Nakagami näher betrachtet

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Donnerstag, 11 April 2013

Nach dem ersten Rennen der Moto2™-Saison 2013 am vergangenen Sonntag, dem Commercial Bank Grand Prix von Katar, feierte Italtrans Racing Team-Pilot Takaaki Nakagami, ein vielleicht noch relativ unbekanntes japanisches Gesicht, seinen ersten Podiumsplatz in der Motorradweltmeisterschaft.

Im vergangenen Jahr kehrte Nakagami in die Weltmeisterschaft zurück und setzte - nach einer zweijährigen Pause seit seinem letzten Auftritt in 125ccm-Klasse - in der Moto2 einige Ausrufezeichen, aber es scheint, als ob 2013 der Beginn einer neuen Erfolgsgeschichte werden könnte.

Seine ersten Erfahrungen auf dem Motorrad sammelte er mit vier Jahren und seit 1997 fährt Nakagami Rennen. Nachdem er drei nationale japanische Titel in Folge gewinnen konnte, machte er im Jahr 2004 sein 125ccm-Debüt. 2006 führten sechs Rennsiege dazu, dass er der jüngste japanische Fahrer wurde, der in seiner Heimat einen nationalen Titel holte.

Dank der Red Bull MotoGP Academy folgte im Jahr 2007 der Umzug nach Europa. Nakagami nahm dann neben Jonas Folger und Marcel Schrötter an der Spanischen Meisterschaft CEV teil. Dort erzielte er Gesamtrang sechs und eine Podiumsplatzierung in Valencia, während Stefan Bradl den Titel gewann. 2007 erwies sich als entscheidend, denn es war auch das Jahr, in dem Nakagami als Wildcard-Pilot sein Debüt in der Weltmeisterschafts-Szene feierte. Zwar konnte er das Rennen in Valencia nicht beenden, qualifizierte sich aber in dem 37-Fahrer-Feld auf einem höchst respektablen 20. Platz.

2008 wechselte er zu IC Aprilia und sein bestes Ergebnis war der achte Platz im Großen Preis von Großbritannien in Donington Park. Ein Jahr später fuhr er seine zweite volle Saison in der 125er-Klasse. Er erreichte in sechs Grands Prix die Punkteränge und verbesserte sein persönliches Best-Ergebnis zu einem Top-5-Resultat - diesmal in Le Mans.

Im Jahr 2010 änderte sich alles. 'Taka' kehrte in seine Heimat Japan zurück und versuchte sich in der ST600, einer Kategorie, die dank der besonderen technischen Vorschriften für seine ausgeglichenen Wettbewerbsbedingungen bekannt ist. 2011 wechselte er in die GP2-Kategorie, wo er rasch zum Champion gekrönt wurde. Dieser Erfolg löste das Interesse von Italtrans für dessen Moto2-Projekt aus und Nakagami wurde für einen einmaligen Gaststart nach Motegi eingeladen; 18. Platz im Qualifying sah vielversprechend aus, allerdings konnte er das Rennen nicht beenden.

Trotz des Rennergebnisses in Motegi reichte seine Qualifying-Leistung aus, um zu beeindrucken und ihm wurde für 2012 ein Vollzeit-Vertrag angeboten. Schon im zweiten Rennen der Saison in Jerez qualifiziert er sich für den zweiten Startplatz neben Marc Márquez und belegte den fünften Platz im Rennen, welches Pol Espargaró gewann. Mugello markierte ein weiteres Highlight von Takaaki, nachdem er sich im Rennen für eine Weile an der Spitze des Feldes behaupten konnte.

Dann kam Losail 2013 und der erste Podiumsplatz, nachdem er beim Start die Führung übernahm und später nur Pol Espargaró und Scott Redding den Vortritt lassen musste.

„Ich bin wirklich glücklich mit meinem ersten Podiumsplatz, aber ich bin ein wenig vom Rennen enttäuscht,” räumte er ein. „Zu Beginn habe ich versucht, eine Lücke herauszufahren, aber nach zehn Runden bekam ich Chattering-Probleme mit dem Vorderrad und es war schwierig, meine Rundenzeiten aufrecht zu halten. Ich versuchte, mich an der Jagd zu beteiligen, aber es war unmöglich - also hielt ich den dritten Platz. Ein großes Dankeschön an mein Team, meine Mechaniker und meine Familie.”

War Katar der Start für ein besonderes Jahr? Die ersten Antworten werden bereits nächste Woche kommen, wenn die Meisterschaft zum ersten Mal in Austin/Texas Station macht.

 

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