Bridgestone-Nachbesprechung: Grand Prix von Katalonien

Freitag, 21 Juni 2013

Verfügbare Bridgestone Slick-Verbindungen: Vorn: Medium & Hart. Hinten: Weich, Medium & Hart (Asymmetrisch)

Verfügbare Bridgestone Regenreifen-Verbindungen: Hart (Hauptsächlich), Weich (Alternativ)

Interview mit Shinji Aoki - Manager der Abteilung für Reifenentwicklung bei Bridgestone Motorsport

Montmelo fand am vergangenen Sonntag bei sehr heißen Temperaturen statt. Welchen Einfluss hatte das auf die Leistung der Reifen und die Rennreifen-Wahl?

„In der Tat herrschten das ganze Rennwochenende sehr hohen Strecken-Temperaturen mit Spitzenwerten um fast 60 ° C. Am Mittwoch vor dem Rennen haben wir unsere Reifen-Zuteilung für das Rennen zu unseren beiden härtesten Vorderreifen-Verbindungen geändert, da wir wussten, dass die Bedingungen extrem hart für die Reifen sein würden. Die sehr hohen Temperaturen beeinträchtigten die Reifen-Performance, indem sie die Strecke ziemlich schmierig machten und auch den Reifenverschleiß erhöhten. Über kurze Läufe konnten wir sehen, dass die Reifen-Performance sehr gut war. Dabei konnte Dani im Qualifying eine neue Strecken-Bestzeit aufstellen. Das Renntempo war auch besser als im letzten Jahr, aber wir sahen, dass die Reifen-Performance über die Renndistanz extrem von der Hitze beeinträchtigt wurde.”

„Die heißen Bedingungen haben letztlich die Rennreifen-Wahl nicht stark beeinflusst, eher die Wahl aus den verschiedenen Optionen, die am besten zu den Eigenschaften der Strecke passten, da die Fahrer viel in voller Schräglage unterwegs waren. Als Ergebnis haben alle, außer ein Fahrer, die harte Vorderreifen-Mischung ausgewählt, da diese Spezifikation eine größere Kurvenstabilität bietet, mit dem Bonus der größeren Haltbarkeit. Im selben Zuge bevorzugten die Fahrer den weicheren Hinterreifen, da dieser an der Kante den bestmöglichen Grip bietet, der notwendig ist, wenn sie sich in den Kurven überlehnen.”

Waren Sie überrascht, dass kein Fahrer bei derart hohen Temperaturen am Renntag die harte Hinterreifen-Option wählte?

„Wir hatten erwartet, dass einige Werksfahrer bei den sehr heißen Bedingungen den härteren Hinterreifen wählen würden, aber dies ist nicht geschehen, so dass wir nicht sagen können, ob diese Option über die Renndistanz besser funktioniert hätte. Viele Fahrer haben die harte Hinterreifen-Mischung über das Rennwochenende bewertet, oft mit einem wettbewerbsfähigen Renntempo, aber als das Rennen war, entschieden sich alle Werksfahrer für die weichere Option. Die Fahrer wollen immer von der Kante des Hinterreifens so viel Grip wie möglich, da sie glauben, dass eine gute Pace zu Beginn des Rennens sehr wichtig für das Rennergebnis ist. In diesem Zusammenhang verwenden sie mit den weichsten zur Verfügung stehenden Slick und finden einen Weg, ihn effektiv über die Renndistanz zu bekommen.”

„Dies ist ein recht auffälliger Trend in diesem Jahr; dass die Fahrer selbst bei sehr heißen Bedingungen während der Trainingssitzungen hart arbeiten, um einen Weg zu finden, den weicheren Hinterreifen für das Rennen einzusetzen. Offensichtlich ist, dass die Fortschritte bei den Elektronik-Management-Systemen, Motorrad-Setups und den Fahrstilen der Fahrer einen Punkt erreicht haben, an dem die Fahrer den weicheren Hinterreifen in fast jedem Szenario effektiv nutzen können. Wenn sie die Haltbarkeit der weichen Mischung verwalten können, gibt es keinen Grund, die harte Mischung zu verwenden. Als Folge entwickeln wir nun experimentelle Hinterreifen-Slicks, um zu sehen, ob wir die effektive Reichweite unserer harten Verbindung erweitern können.”

Welche Entwicklungsarbeit unternimmt Bridgestone, um eine neue harte Mischung für Hinterreifen-Slicks zu erschaffen, die für die Fahrer attraktiver ist?

„Unser MotoGP-Reifen-Entwicklungsprogramm arbeitet ständig an neuen experimentellen Reifen und beim Test am Montag in Montmeló testeten wir eine neue harte Hinterreifen-Miscgung. Das Fahrer-Feedback zu dieser neuesten Reifen-Entwicklung ist, dass es ein großer Schritt in die richtige Richtung ist, also werden wir auch weiterhin auf diesem Weg weiterentwickeln. Wir erwägen auch andere technologische Entwicklungen in Bezug auf die Gummimischungen unserer Hinterreifen-Slicks, die wir später in diesem Jahr für Testzwecke zur Verfügung stellen wollen. Sobald wir von den Piloten einen allgemeinen Konsens erhalten, was am besten funktioniert, können eine neue harte Hinterreifen-Option in unserer Reifen-Zuteilung anbieten. In der Zwischenzeit arbeiten wir eng mit Dorna und der FIM zusammen, um zu sehen, wie wir unsere aktuelle Auswahl an Reifen am besten nutzen können, um sicherzustellen, dass alle Fahrer in der Startaufstellung eine Reifen-Zuteilung erhalten, die am besten zu allen Strecken passt.”

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