Brivio erklärt, warum Suzuki bis 2015 warten will

Brivio explains why Suzuki chose 2015
Dienstag, 18 Juni 2013

Am Montag verkündigte die Suzuki Motor Corporation ihr Comeback in die MotoGP™-Weltmeisterschaft. Allerdings wählte der japanische Hersteller als Rückkehr-Termin die Saison 2015 und nicht 2014, wie von vielen im Fahrerlager zuvor angenommen. Davide Brivio erklärt die Gründe für die Entscheidung und wie das Unternehmen davon profitieren soll.

Suzuki hatte sein Engagement in der MotoGP™ Ende der Saison 2011 beendet und hatte eine mögliche Rückkehr für das Jahr 2014 angekündigt. Nach dem Ein-Tages-Test am Montag nach dem Rennen in Barcelona, wo die Test-Piloten Nobuatsu Aoki und Randy de Puniet den neuen 1000-ccm-Reihen-Vierzylinder-Prototypen testeten, erklärte Test-Teammanager Brivio die Gründe, warum die Wahl auf die Saison 2015 fiel.

„Suzuki dachte, wir bräuchten mehr Zeit für die Entwicklung,” sagte Brivio in einem exklusiven Video-Interview mit motogp.com. „Es kommen einige sehr wichtige Regeländerungen - neue Elektronik und ein noch mehr eingeschränkter Kraftstoffverbrauch. In die MotoGP zu kommen und so starke Konkurrenten herauszufordern wie die beiden Marken, die die Meisterschaft momentan dominieren, ist keine leichte Sache.”

„Wir möchten uns vorbereiten und dafür bereit sein, daher wird ein weiteres Jahr sehr nützlich sein, um das Motorrad aufzubauen und die Entscheidung über die Spezifikation zu fällen. Darum haben wir es um ein Jahr hinausgeschoben, aber ich denke, es ist sehr, sehr wichtig und sehr positiv, dass Suzuki angekündigt hat, in die MotoGP zurückzukehren.”

Brivio fuhr fort zu erklären, dass Suzuki derzeit noch eine elektronische Steuereinheit (ECU) von Mitsubishi verwendet. Bei einer Rückkehr im Jahr 2015 steht dem Unternehmen ein zusätzliches Jahr zur Verfügung, um mit der Magneti Marelli-Hardware zu arbeiten:

„Wir verwenden eine ECU von Mitsubishi, was seit langer Zeit ein Partner von Suzuki ist. Jetzt werden wir natürlich, aufgrund der Vorschriften in der MotoGP, zu Magneti Marelli wechseln, aber das Gerät ist gerade erst im Werk angekommen. Unsere Elektronik-Abteilung kann jetzt also damit beginnen, sich mit der Technik vertraut zu machen. Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres in der Lage sein werden, die Magneti Marelli-Hardware im Bike anwenden zu können und zu beginnen, ein paar Runden damit zu testen. Außerdem hoffen wir, das ganze Jahr 2014 nutzen zu können, um diese Technologie zu entwickeln.”

Nach dem Test in Barcelona am Montag, macht sich Suzuki nun auf den Weg ins MotorLand Aragón, um dort ab Mittwoch ihr Testprogramm für weitere zwei Tage fortzuführen. Dabei wird sich Suzuki die Strecke mit Yamaha Factory Racing, LCR Honda MotoGP und zum ersten Mal mit Repsol Honda Team teilen.

TAGS Catalunya

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