Hayden: „Zusätzliches Feedback ist wichtig für Ducati"

Montag, 18 März 2013

Nicky Hayden sieht die zusätzlichen Rückmeldungen, die Ducati im Laufe der Saison 2013 von den insgesamt vier festen Fahrern zeitgleich erhalten wird, als positiv. Der Weltmeister von 2006 will nun versuchen, verlorenen Boden wieder gutzumachen.

Nach 2007, als das Ducati Team mit Casey Stoner den WM-Titel gewann, will der italienische Hersteller wieder an die Spitze anknüpfen. Das Team startet jetzt unter der Leitung des Deutschen Bernard Gobmeier, der den langjährigen General-Manager Filippo Preziosi ersetzte, in seine erste volle Saison mit Audi als Eigentümer.

„Ich würde sagen, dass Ducati in den vergangenen Jahren ziemlich dicht an den Satelliten-Teams dran war und die Ingenieure genau so,” sagte Hayden während einer Red Bull Indianapolis GP-Telekonferenz. „In diesem Jahr sind alle vier Motorräder Werksmaschinen und werden komplett vom Werk unterstützt. Wir brauchen das. Je mehr Daten und Feedback und je mehr verschiedene Stile einfließen, desto wichtiger und nützlicher ist es für die Ingenieure.”

Zur gleichen Zeit gesteht der Amerikaner sein Bedauern, nicht am privaten Test, bei dem nur Honda und Yamaha anwesend waren, letzte Woche auf dem Circuit of the Americas teilgenommen zu haben.

„Ich liebe es, zum ersten Mal auf eine neue Rennstrecke zu kommen,” fuhr er fort. „Ich bin von Deutschland nach Hause geflogen und hatte einen vier-stündigen Zwischenstopp in Chicago, also versuchte ich die Zeit totzuschlagen und las, was die Jungs über die Strecke zu sagen hatten. Es war frustrierend. Natürlich war ich enttäuscht, nicht dort zu sein und ich bin nicht glücklich darüber, den Jungs diesen großen Vorsprung zu geben.”

Einer, der alle drei Tage in Texas nutzte, war Rookie Marc Márquez. Obwohl Rundenzeiten in der Vorsaison immer mit Spekulationen verbunden sind, schafft es der Spanier, weiterhin zu begeistern.

„Nun, es ist beeindruckend,” musste Hayden zugeben. „Das muss ich nicht erst sagen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand bezweifelt hatte, dass er schnell sein würde, nach allem, was wir in der 125er- und Moto2-Klasse gesehen haben. Wenn du schnell bist, bist du schnell. Ich würde sagen, dass er so schnell - und so konstant schnell - ist, und das so früh ... war nicht zu erwarten und einige von uns Fahrern sind nicht so glücklich darüber. Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir ihm ein wenig mehr Zeit geben wollten. Er fährt stark und er ist sehr hungrig. Wenn er gesund bleiben kann, dann kann er die Dinge in dieser Saison wirklich durcheinander bringen. Er könnte neue Maßstäbe in der MotoGP und allen Straßenrennen setzen.”

Haydens WM-Titel für Honda war der erste für einen Amerikaner, seit Kenny Roberts Junior im Jahr 2000 den Titel gewann. Zuvor war es Kevin Schwantz, der im Jahr 1993 den Titel für sich entschied. Um eine neue Generation amerikanischer Fahrer in der Weltmeisterschaft zu fördern, glaubt Hayden, dass eine solide Grundlage geschaffen werden muss.

„In den frühen 80er- und 90er-Jahren machten alle Dirt-Tracker den Übergang zu 500ccm,” erinnert er sich. „Sie waren wirklich geeignet, mit ihrer Power und Sliding-Eigenschaften - ich denke Dirt Track war das beste Training dafür. Jetzt hat sich der Sport ziemlich verändert, mit der Elektronik, den Reifen und der Art, wie die Viertakter gefahren werden. Ich würde sagen, das beste, was sie in Spanien machen, ist, dass sie so jung mit den Kids beginnen. Es spielt keine Rolle, ob du Golf spielst, Motorrad fährst oder Koch werden willst. Je jünger du beginnst, desto besser bist du. Es gibt Akademien und Schulen, wo sie mit diesen Kids mit richtigen Motorrädern bei richtigen Straßenrennen fahren. Wenn Amerika aufholen will, dann ist es das, was Amerika tun muss. Die Altersgrenze in Amerika ist ein wenig anders und das macht es ein bisschen schwieriger, (aber) wir müssen diesen Weg verfolgen und einige Kinds zeitiger in kompetitive Serien bringen, wie zum Beispiel den Rookies Cup in Europa.”

Am Montag und Dienstag dieser Woche werden Hayden und Landsmann Ben Spies (Pramac Racing Team) zu Gast auf dem Circuit of the Americas sein, um die Ducati 1199 Panigale R zu präsentieren. Beide Fahrer haben dann zum ersten Mal die Chance, die Austin-Strecke zu erkunden.

 

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