Kevin Schwantz über Márquez und Rossi

Freitag, 20 September 2013

Nur fünf Rennen vor Ende der MotoGP™-Saison 2013 wächst die Spannung im Titelkampf. Vor genau 20 Jahren wurde Kevin Schwantz Weltmeister. Im Interview spricht er über den neuen Titel-Anwärter Marc Márquez, sowie über einen Master der vergangenen Jahre, Valentino Rossi.

1993 war Schwantz der letzte U.S.-amerikanische Titel-Gewinner in der Königsklasse Sieger für sieben Jahre. Zwei Jahrzehnte später spricht der Texaner über den neuesten Star in der MotoGP™.

„Ich habe die Vorsaison-Tests verfolgt, und er hatte von Anfang an einen guten Speed,” sagte Schwantz über Repsol Honda Team-Pilot Márquez im Keeping Track-Podcast, der vom Tissot Australian Motorcycle Grand Prix angeboten wird.

„Aber ich war nicht sicher, ob er die Finesse fürs Rennen hätte, denn obwohl die Motorräder ein wenig einfacher zu fahren sind als die alten 500er-Bikes, ist es immer noch nicht leicht. Aber er hat es ohne Probleme geschafft und dann gewann er auf überzeugende Art und Weise in Austin ... wenn er in Mugello nicht den Fehler gemacht hätte, wäre er sicherlich auf dem zweiten Platz gelandet, und er hätte jetzt einen 50-Punkte-Vorsprung an der Spitze der Meisterschaft.”

„Er fährt mit der Maschine am Limit. Er stürzt am Sonntagmorgen, wie es in Silverstone und Misano passiert ist, aber er setzt sich wieder drauf! Er ist erst 20 Jahre alt und nichts macht ihm Angst.”

Allerdings glaubt Schwantz, dass Márquez 2013 schlagbar sei.

„Ich denke, Jorge (Lorenzo) hat das nötige Handwerk, um Marc unter Druck zu setzen,” so der Texaner weiter. „Er muss den Druck in den Trainings und auch im Qualifying aufrechterhalten. Ich glaube, er ist der einzige, der es schaffen kann und in der Lage wäre, Marc zu schlagen. Oder Marc macht es selbst ...”

Über Rossi, der jeden MotoGP™-Titel zwischen 2001 und 2005 sowie jene von 2008 und 2009 gewann, sagte der 49-Jährige:

„Ich habe zu Beginn der Saison gesagt, dass er in diesem Jahr Rennen gewinnen würde,” fuhr Schwantz fort, „aber ich wusste, dass der schwierigste Teil für ihn sein würde, herauszufinden, wie man von Anfang an das Tempo der anderen Jungs mitgehen kann. Dann machte er einen guten Start in Misano in den ersten Runden und war direkt hinter Lorenzo, bevor Márquez an ihm vorbeiging und er auf den vierten Platz zurückfiel.”

„Ich denke, es fehlt nur noch eine Kleinigkeit bei Vale. Wenn er ein wenig mehr Vertrauen mit dem Motorrad und in sich selbst finden würde, dann könnte er vom Start des Rennens mit den Jungs kämpfen und an ihnen dranbleiben. Das ist es, wo das Rennen gewonnen oder verloren wird. Ich glaube, er hat immer noch den erforderlichen Speed, das konnte man später in den letzten paar Rennen sehen - er ist immer noch so schnell wie alle anderen.”

Fünf Grands Prix vor Ende der Saison 2013 führt Márquez die WM an. Rossi (Yamaha Factory Racing) besetzt derzeit 84 Punkte hinter dem spanischen Rookie den vierten Rang in der Gesamtwertung.

 

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