Monster Energy Grand Prix von Frankreich: Die Pressekonferenz

Le Mans Pre Event Press Conference
Donnerstag, 16 Mai 2013

Repsol Honda Team-Rookie und Tabellenführer Marc Márquez erschien am Donnerstagnachmittag zur Pressekonferenz anlässlich des Grand Prix von Frankreich in Le Mans gemeinsam mit Teamkollege Dani Pedrosa, Titelverteidiger Jorge Lorenzo (Yamaha Factory Racing), dessen Teamkollege Valentino Rossi, Cal Crutchlow (Monster Yamaha Tech 3) sowie Lokalmatador Randy de Puniet (Power Electronics Aspar), um der Presse Rede und Antwort zu stehen.

Márquez, dessen umstrittenes Manöver gegen Lorenzo in der letzten Kurve beim Jerez-GP immer noch für Gesprächsstoff sorgt, ist sich bewusst, dass nasse Bedingungen in Le Mans die Dinge möglicherweise verkomplizieren können: „Bei regnerischen Bedingungen könnte es schwierig werden, vor allem für mich als Rookie. Ich bin das Motorrad schon bei Regen gefahren und man kann wirklich immer noch ne Menge pushen. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben und der Spitze nahe zu kommen.”

Pedrosa, der bei seinem Heimrennen zu einem überzeugenden Sieg stürmte, will das erste Training morgen abwarten, bevor er irgendwelche Voraussagen trifft: „Wir haben viele Pole-Positions in Le Mans erzielt, aber es ist immer ein heikles Wochenende, wegen der Reifenwahl. Es ist eine schwierige Strecke. Ich habe mein gutes Gefühl mit dem Motorrad wiedergefunden und wir hatten einen guten Test am Montag nach Jerez, aber ich weiß nicht, wie viel Zeit wir im Trockenen oder Nassen haben werden.”

Lorenzo, der letztes Jahr in Le Mans im Nassen überzeugend gewann, ist glücklich, zurück zu sein: „Es ist immer eine Freude, hier zu sein. Auch für meinen Fahrstil ist es eine gute Strecke und ich denke, dass die Yamaha gut funktioniert. In Jerez hatten wir Probleme mit der Front, aber wir haben im Test viele Dinge probiert, und es ist kälter hier, so dass ich hoffe, dass es okay sein wird.”

Le Mans ist einer der Orte, wo Rossi auf der Ducati in den seltenen Genuss des Erfolges kam. Nun hofft der Italiener, mit seiner Yamaha M1 mindestens genauso erfolgreich zu sein: „Wir arbeiten immer noch daran, die beste Balance des Motorrads zu finden, denn beim Bremsen habe ich noch Probleme. Aber ich mag diese Strecke, und das Wetter wird sehr wichtig sein. Wir haben ein paar Dinge, die wir morgen probieren wollen und wir werden sehen, wie das Bike bei den niedrigeren Temperaturen arbeitet.”

Crutchlow, für dessen Team Le Mans der Heim-Grand-Prix ist, rechnet mit einer Verbesserung gegenüber Jerez: „Die Yamaha funktioniert höchstwahrscheinlich gut in der Kälte, wie wir in den Vormittagssitzungen zuvor gesehen haben. Wir müssen sehen, wie was wir mit dem Bike machen und welche Strategie wir erarbeiten. Ich bin zufrieden mit meinem Motorrad, und wenn wir ein gutes Ergebnis erzielen könnten, wäre es toll für den Heim-GP des Teams.” Zu Spekulationen über seine Zukunft äußerte sich der Brite zurückhaltend: „Es gibt nichts, was ich momentan weiß. Ich werde den Fokus auf jedes einzelne Rennen legen.”

De Puniet wird vor seinen heimischen Fans versuchen, den CRT-Spitzenplatz, der ihm bisher verwehrt wurde, zu erkämpfen: „Für mich ist diese GP sehr wichtig, nicht nur, weil es mein Heimrennen ist, sondern auch, weil ich meine Saison beginnen muss. Mein Teamkollege ist sehr schnell, und ich muss sehr gut sein, um ihn am Ende des Jahres zu schlagen. Die wichtigste Sache in diesem Jahr ist der neue Hinterreifen, der sehr weiterhilft.” Er antwortete auch auf Fragen zu seiner Verbindung mit Suzuki: „Ich kann im Moment nichts sagen, aber ich führe Gespräche mit Suzuki und es könnte eine gute Gelegenheit sein. Wenn ich bei der Entwicklung des Motorrads helfen und mich gleichzeitig auf diese Saison konzentrieren kann, wäre es gut - aber mein Fokus liegt bei Aspar.”

Die United Press stellte die unvermeidliche Frage, wie Márquez und Lorenzo nach ihrem Vorfall in der letzten Kurve von Jerez weiter verfahren - vor allem, da ein Fahrer-Briefing mit der Rennleitung am selben Tag Gerüchte aufkommen ließ.

Lorenzo kommentierte, dass er Marcs Handlungen verstanden hat, doch dass er sehr daran interessiert sei, die Nutzung des neuen Punkte-Systems zu klären: „Wenn du eine Lücke siehst, probierst du es! Ich habe nichts gegen Marc. Aber wir setzen dieses Punkte-System nicht ein, ich möchte, dass wir es benutzen. Ich denke, man wird als Pilot logischer fahren - ich habe mich nur geändert, weil ich 2005 bestraft wurde.” Márquez äußerte sich folgendermaßen: „Wenn du so etwas in der ersten Runde oder in der Mitte des Rennens tust, kann ich eine Strafe verstehen.. Aber in der letzten Runde .... Ich denke, die Fans mögen es.”

Für Gelächter im Saal sorgte Lorenzo, als er erzählte, wie die Beiden nach dem Rennen beim Heimflug nur einen Sitz auseinander saßen: „Da sind fast 300 Menschen im Flugzeug und wir sitzen ausgerechnet nebeneinander. Es war lustig. Dann haben wir uns die Hand gegeben [zum ersten Mal nach dem Vorfall]. Wie ich schon sagte, ich habe kein Problem mit Marc, ich möchte nur die Sicherheit für meinen Sport verbessern.”

 

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