Jarvis erklärt weitere Details zu 2014-Leasing-Motoren von Yahama

Lin Jarvis interview
Samstag, 1 Juni 2013

Lin Jarvis, Managing Director von Yamaha Factory Racing, sprach vor dem Grand Prix von Italien an diesem Wochenende mit motogp.com und gab weitere Informationen zu den ab nächstem Jahr angebotenen Leasing-Motoren bekannt. Er wies darauf hin, dass diese Motoren mit der Standard Magneti Marelli ECU arbeiten werden und ihnen damit pro Rennen 24 Liter Kraftstoff zur Verfügung stehen.

Ab der Saison 2014 wird Yamaha vier Startern einen Motor-Leasing-Vertrag anbieten. Das Paket kostet 800.000 € pro Fahrer, pro Saison.

„Das könnten entweder zwei Teams mit zwei Fahrern, ein Team mit zwei Fahrern und zwei weiteren einzelnen Fahrern oder vier Teams (mit je einem Fahrer) sein,” erklärte Jarvis in Mugello. „Wir würden Zwei-Fahrer-Pakete vorziehen, weil es uns die Arbeit erleichtern würde. Der Grund, warum wir uns entschlossen haben, die Motoren zu verleasen (anstatt sie zu verkaufen), ist, weil wir unsere neueste Technologie in diese Motoren stecken, so dass die Motoren, die wir anbieten werden, den Tech-3-Motoren ziemlich ähnlich sind. Das ist Technologie auf höchsten Niveau, und wir wollen nicht, dass sie in Dritte Hände kommt. Das ist der Grund, warum wir vermieten, weil wir am Ende des Jahres alles wieder zurückbekommen. Tatsächlich werden wir, die Instandsetzung der Motoren, die wir anbieten, selbst übernehmen.”

„Yamaha und (MotoGP-Rechteinhaber) Dorna werden gemeinsam entscheiden, welche die ausgewählten Teams sein werden. Das Team muss den Vertrag mit dem Chassis-Anbieter schließen, aber natürlich muss der Chassis-Hersteller verstehen, was Yamaha anbietet. Also haben wir intern mit allen drei aktuellen Chassis-Herstellern gesprochen, die es gibt ... sei es Kalex, FTR oder Suter, alles drei Top-Unternehmen, und ich bin sicher, dass sie ein wettbewerbsfähiges Chassis konstruieren können.”

Weiterhin erklärte Jarvis, dass, obwohl die privaten Teams mit dem Miet-Motor keine eigene ECU-Software entwickeln können, ihnen 24 Liter Kraftstoff pro Rennen zur Verfügung stehen werden. Auf der anderen Seite können die Teams, die Teil der MSMA (Motorcycle Sport Manufacturers Association, bestehend aus Yamaha sowie Ducati und Honda) sind, zwar ihre eigene ECU-Software entwickeln können, aber auf 20 Liter Kraftstoff pro Grand Prix begrenzt sind.

„Der Unterschied liegt wirklich in der Software, die verwendet wird,” kommentierte Jarvis weiter. „Mit der Vereinbarung, die es für das nächste Jahr gibt, wird jeder mit der von Dorna bereitgestellten Magneti Marelli ECU (Hardware) arbeiten. Der Unterschied für die MSMA-Teilnehmer ist, dass wir die Software durch eigene Anpassungen und Modifikationen ändern könnten, aber es wäre eine Art Strafe für uns, weil es bedeuten würde, wir müssten mit 20 Litern Kraftstoff auskommen, einem Liter weniger als in der aktuellen Saison. Mit den privat eingesetzten Bikes (derzeit als CRT bekannt), hätten wir die Freiheit, 24 Liter Kraftstoff zu verwenden, obwohl sie die gleiche Hardware verwenden und wir damit die Marelli-Software benutzen müssten. Es wird sehr interessant sein, den direkten Vergleich zu sehen.”

Auf die Frage, Teams zu benennen, mit denen bereits gesprochen wurde, antwortete Jarvis mit Zurückhaltung, dass sie gegen Ende diesen Monats bekannt gegeben werden sollten.

„Wir haben bereits mit mehreren Teams Gespräche geführt,” fasst er zusammen. „Unser angestrebter Zieltermin ist Ende Juni; Dann benötigen wir eine Entscheidung, weil wir alle Motoren produzieren und anfertigen müssen, um für die Testfahrten am Ende der Saison bereit zu sein. Die nächsten fünf Wochen werden für die Planungen der nächsten Saison entscheidend sein.”

Das komplette Interview mit Lin Jarvis kann auf motogp.com angesehen werden.

 

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