Lorenzo reflektiert dramatischen Phillip Island-Sieg

Sonntag, 20 Oktober 2013

MotoGP™-Titelverteidiger Jorge Lorenzo konnte mit seinem Sieg im Tissot Australian Grand Prix und der Disqualifikation von Marc Márquez seinen Rückstand in der WM-Gesamtwertung auf 18 Punkte verringern.

Dem Anwärter auf Lorenzos Krone, WM-Leader Márquez, wurde die schwarze Flagge angezeigt, weil er nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit seinen Pflichtboxenstopp durchführte - während Lorenzo unter den gegebenen Umständen ein perfektes Rennen fuhr, um den maximalen Nutzen aus dem Fehler seines Rivalen zu ziehen.

Lorenzo ging mit 43 Punkten Rückstand hinter dem Repsol Honda-Mann ins Rennen, und war sich bewusst, dass er seinen Titel zwei Rennen vor Schluss verlieren würde, sollte Márquez acht oder mehr Punkte als er erzielen. Aber der Titel-Kampf wurde schließlich am Leben gehalten und nun reist Márquez mit einem Vorteil von nur noch 18 Punkten an der Spitze zum nächsten Rennen nach Japan.

Nach dem verkürzten 19-Runden-Rennen, das aufgrund von Reifenproblemen auf der neu asphaltierten Strecke von Phillip Island einen obligatorischen Motorradwechsel beinhaltete, kommentierte Lorenzo: „Es war ein verrücktes und chaotisches Rennen, das erste Mal, dass wir Motorräder während eines Trocken-Rennens getauscht haben. Alle mussten höchste Aufmerksamkeit an den Tag legen und die Mechaniker mussten bereit sein, da alles hätte passieren können.”

„Wir haben den Wechsel des Bikes sehr oft geübt und das war einer der Schlüssel zum Sieg. Im Warm-Up war ich langsam und wir mussten einige Dinge ändern. Wir änderten die Strategie und machten einige Verbesserungen. Ich war sehr schnell im Rennen, aber auch Marc und Dani (Pedrosa) waren wirklich schnell.”

Über den Vorfall, wo es zwischen ihm und Márquez zu einer Berührung kam, als Letzterer auf seiner zweiten Maschine von der Boxengasse auf die Strecke zurückkehrte, und über die schwarze Flagge, die seinem Titel-Herausforderer galt, fügte Lorenzo hinzu:

„Ich habe zu spät gebremst und Marc kam aus der Boxengasse, dadurch berührten wir uns und hatten Glück, dass wir nicht gestürzt sind. Wir waren beide im Unrecht. Er schaute nicht, ob jemand kommt, aber es war 50/50. Derjenige, der bereits auf der Strecke ist, sollte Priorität haben. Ich weiß nicht genau, was mit Marc heute passiert ist, ob es ein Fehler von ihm war oder von seinem Team, oder ob er die Boxentafel nicht gesehen hat.”

„Wir haben sehr viel Glück gehabt. Ohne den Fehler von Marc wären wir, glaube ich, erster oder zweiter gewesen. Nun hat sich die Meisterschaft sehr verändert. Vor dem Rennen hatten wir eine 2%- oder 3%-ige Chance, und jetzt ist sind es 20% oder 30%. Aber Marc ist auf jeder Strecke sehr wettbewerbsfähig, daher müssen wir in Motegi und Valencia so hart wie möglich kämpfen.”

 

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