Magneti Marelli mit ECU-Software-Upgrade

Magneti Marelli continues developing ECU
Freitag, 10 Mai 2013

Der eine Testtag am Montag in Jerez gab Magneti Marelli die perfekte Gelegenheit, die Entwicklung seiner ECU auf die nächste Stufe zu bringen. Das System wird derzeit von der Mehrheit der CRT-Teams verwendet.

Nach jedem der bisherigen Rennen in dieser Saison in Katar, Texas und Spanien, konnten diejenigen, die mit der Magneti Marelli ECU (Electronic Control Unit) arbeiten, dem italienischen Unternehmen eine Rückmeldung geben und über die Veränderungen, die sie möchten, informieren. Infolge dieser Anforderungen wurde das erste bedeutende Software-Update für den Test am Montag in Jerez bereitgestellt.

„Wir haben einige Dinge nach den Anfragen von den Teams und dem MotoGP™-Technikdirektor (Corrado Cecchinelli) verbessert,” erklärte Marco Venturi, Leiter für Motorsport bei Magneti Marelli in Bologna, gegenüber motogp.com. „Dies hatte Auswirkungen auf die Wheelie-Steuerung und die Anti-Ruck-Strategie, die beim erneuten Öffnen vom Gas hinter dem Scheitelpunkt der Kurve für mehr Stabilität sorgen soll.”

„Der erste Schritt in diesem Jahr war es, sicherzustellen, dass das System richtig läuft und von jedermann in der bestmöglichen Weise verwendet wird, mit all der zur Verfügung stehenden Leistung. Es kann recht komplex für die Teams sein, daher muss es Schritt-für-Schritt verstanden werden.”

„Der nächste Schritt ist es, die Leistung dieser Bikes zu verbessern. Das Wichtigste ist, zu sehen, ob sich ihre Rundenzeiten im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben und ob das Gefühl der Fahrer und Techniker so ist wie wir erwartet hatten, um das Fahrverhalten der Maschine und die Leistung im Allgemeinen zu verbessern.”

Einer, der die Upgrades am Montag testete, war Colin Edwards. Der NGM Mobile Forward Racing-Pilot freute sich über die gemachte Weiterentwicklung.

„Es geht darum, Runden abzuspulen und die Daten zu analysieren,” sagte der Amerikaner. „Außerdem kann man nicht einfach nach draußen gehen und eine Sekunde langsamer sein. Du musst das richtige Tempo haben, so dass diese Jungs die Daten studieren können, mit einem Auge auf den Vorderrad-Speed und die Schräglagen, um zu sehen, wo sie was verbessert haben. Es geht einfach darum, Runden zu machen. Schritt-für-Schritt, Hundertstel um Hundertstel und Zehntel um Zehntel; nicht, dass es sehr viel schneller ist, aber es wird immer besser.”

„Mit dem ersten System, das wir hatten, wollten wir Dinge probieren, was aber einfach nicht funktionierte, da die Parameter in der Software fehlten. Sie haben uns bei einigen Wünschen zugehört und jetzt haben wir es, das ist also ein gutes Zeichen.”

Ein weiterer positiver Aspekt für Magneti Marelli war die Leistung von Avintia Blusens-Pilot Hector Barbera, der am vergangenen Wochenende im Süden von Spanien direkt ins Q2-Qualifying kam und am Sonntag vom zehnten Startplatz ins Rennen ging. Dies fand alles vor dem Upgrade-Paket statt.

„Wir waren sehr, sehr glücklich,” fügte Venturi hinzu. „Es scheint, dass wir einen guten Schritt nach vorne gemacht haben. Meiner Meinung nach hat auch das Team Fortschritte erzielt, denn sie haben das System besser kennengelernt und wissen jetzt mehr, wie sie ihre Maschine anpassen können. Sie haben ihre Kalibrierung mit vielen kleinen Einzelheiten verbessert: Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, Motorbremse und so weiter.”

Derzeit wird das System von allen CRTs mit Ausnahme der ARTs (Aprilia Racing Technology) verwendet. Obwohl Michael Laverty einen Aprilia-Motor einsetzt, ist sein Rahmen eine komplette Eigenkonstruktion von PBM und daher benutzt der Nordire, im Gegensatz zu Teamkollege Yonny Hernandez, der mit einem vollständigen ART-Paket (Chassis und Motor) unterwegs, die Magneti Marelli ECU.

Nach dem letzten Ein-Tages-Test erwartet Edwards nun weitere Steigerungen bei den Rundenzeiten, wenn die MotoGP™-Saison am kommenden Wochenende im französischen Le Mans in die vierte Runde geht.

 

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