Die neuen Gesichter in der MotoGP™

Montag, 18 Februar 2013

Während die Vorsaison bereits in vollem Gange ist und der zweite Test ansteht, werfen wir einen genaueren Blick auf die neuen Gesichter in der MotoGP™, die dieses Jahr um die Rookie-Auszeichnung kämpfen.

Solch ein Zustrom von neuen Fahrern kommt nicht nur dank eines riesigen Talente-Pools, der zur Verfügung steh, sondern auch dank einiger freier Plätze. Jeweils einen Platz auf einer Prototyp-Maschine ergatterten demzufolge Marc Márquez (Repsol Honda Team), Andrea Iannone (Pramac Racing) und Bradley Smith (Monster Yamaha Tech 3). Die vier Piloten Bryan Staring (Go & Fun Honda Gresini), Michael Laverty (Paul Bird Motorsport), Claudio Corti (NGM Mobile Forward Racing) und Lucas Pesek (Came IodaRacing Project) hingegen werden diese Saison in der CRT-Kategorie angreifen.

Márquez gilt als klarer Favorit für den „Rookie of the Year”-Titel, nachdem er bereits bei den ersten Testfahrten zeigte, dass sein Talent, welches er in den kleineren Klassen unter Beweis stellte, auch in der Königsklasse deutlich vorhanden ist. Allerdings konnte der Moto2™-Weltmeister im letzten Jahr auch ein paar Mal von Iannone geschlagen werden, was zeigt, dass der Italiener über großes Talent verfügt, jedoch teilweise an seiner Konstanz arbeiten muss. Die letzten vier Jahre gehörte Iannone zu den Titel-Anwärtern, jedoch steht er jetzt mit der schwer zu bändigenden Ducati vor einer seiner größten Herausforderungen. Doch mit einem ehrgeizigen Team, das hinter ihm steht, und seiner ab und an aufblitzenden Brillanz, könnte der Italiener für eine Überraschung sorgen.

Der dritte Prototyp-Rookie, Bradley Smith, steigt nach einer schwierigen Saison an Bord der Mistral 610, einer von Tech 3 konstruierten Maschine, in die MotoGP™-Kategorie auf. Die Erwartungen vor seiner ersten Fahrt auf der Yamaha M1 hielten sich in Grenzen, aber der Brite konnte mit herausragenden Leistungen während der Tests überzeugen. Nachdem er bereits wenige Wochen zuvor in Sepang eine Rennsimulation durchgeführt hat und seine Rundenzeiten jeden Tag deutlich verbessern konnte, besteht die Möglichkeit, dass der Engländer in diesem Jahr einigen etablierten Fahrern das Leben schwer machen könnte.

Unter den CRT-Rookies war es Laverty, der bei seinem ersten MotoGP™-Test mit einer großartigen Performance an Bord einer ART-Maschine am meisten beeindruckte. Nachdem er bisher hauptsächlich in der Britischen Superbike-Meisterschaft unterwegs war, erwarteten viele, dass Laverty einige Zeit benötigt, um sich nicht nur ans Motorrad, sondern auch an neue Strecken, die Bridgestone-Reifen und Carbon-Bremsen gewöhnen muss. Doch seine Rennerfahrung von mehr als zehn Jahren schien einen entscheidenden Teil beizutragen, dass er sich mit Leichtigkeit an die neue Situation anpassen konnte. Jedoch könnte sich der zweite Test für ihn als schwierig herausstellen, denn dann wird er auf das von PBM eigens konstruierte Chassis wechseln, mit dem er auch das restliche Jahr an den Start gehen wird.

Staring, mehrfacher Australischer Meister in den Kategorien 125ccm, Supersport und Superbike, startet seine MotoGP™-Karriere mit einer FTR-Honda. Doch auch wenn er das neue Bike sowie einige neue Strecken kennenlernen muss und den Sepang-Test auf dem letzten Platz beendete, bleibt der Australier optimistisch. Sein Bike stellte sich im letzten Jahr ab und an als konkurrenzfähiges Packet heraus, somit wird er hoffen, dieses Jahr den nächsten Schritt machen zu können und die dominanten ARTs im Feld herausfordern zu können.

Ein weiterer vielversprechender Fahrer ist der Italiener Claudio Corti, der 2012 in der Moto2™ einige Male zeigte, welches Talent in ihm schlummert. Jedoch hat er noch einiges an Arbeit mit der neuen FTR-Kawasaki des Teams vor sich. Der Europäische Superstock 600-Champion von 2005 hatte einen kniffligen Test in Sepang, bei dem das Team versuchte, so viel wie möglich Daten zu sammeln, um ein geeignetes Setup fürs Bike zu finden. Doch mit der Erfahrung von Veteran Colin Edwards an seiner Seite und einem Paket, das sich für andere Teams als vielversprechend herausgestellt hat, könnte Corti eine Handvoll der etablierten CRT-Spitzenreiter auf die Probe stellen.

Der letzte Kandidat ist ein altbekanntes Gesicht in den leichteren Klassen, der tschechische Fahrer Pesek, der einen Großteil seiner Karriere in den damaligen 125er- und 250er-Klassen verbrachte. Er nahm 2010 am m ersten Jahr der Moto2™-Klasse teil, bevor er in die Spanischen und Deutschen Meisterschaften wechselte. Dieses Jahr kehrt er in die Weltmeisterschaft zurück und wagt zum ersten Mal den Schritt in die Königsklasse an Bord der leistungsstarken BMW-Suter-Kombination. Sein Level beim ersten Test einzuschätzen wurde dadurch erschwert, dass er eine ECU mit Teamkollege Danilo Petrucci teilen musste.

Die Rookies in Aktion erleben - dazu haben Sie beim nächsten Test in Sepang, der von Dienstag, den 26.02., bis Donnerstag, den 28.02. stattfindent, die Gelegenheit.

 

 

 

 

 

 

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