Nakamoto: „Die Honda RC verzögert sich, aber sie wird gut"

Mittwoch, 22 Mai 2013

HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto sprach mit motogp.com und erklärte, dass das Motorrad, welches ab dem nächsten Jahr an private Teams angeboten wird, jetzt in der Endphase seiner Entwicklung ist und in Kürze auf der Rennstrecke getestet wird.

HRC entwickelt derzeit an der Honda RC, die das japanische Unternehmen ab 2014 privaten Teams anbieten möchte. Es ist ein Motorrad, dessen Leistungs-Niveau dem der Werks-Motorräder sehr nahe kommt. Die Maschine ist allerdings nicht mit pneumatischen Ventilen ausgestattet und die Getriebe werden im Gegensatz zu den 'Seamless'-Systemen des Repsol Honda Teams konventionell gestaltet sein. Hinzu kommt, dass der Tankinhalt 24 Liter betragen wird, im Vergleich zu den 20 Litern der offiziellen Bikes, und es werden 12 Motoren pro Saison zur Verfügung stehen. Das Bike wird mit Showa-Federelementen laufen.

„Bisher haben wir mit dem Motor auf dem Prüfstand gearbeitet, und sobald er die Leistung erreicht hat, die wir uns wünschen, werden wir die nächste Phase beginnen, die sich darauf konzentriert, das Bike auf die Strecke zu bringen,” erklärte Nakamoto gegenüber motogp.com.

„Hinsichtlich der Tatsache, dass sich das Programm um fast einen Monat verzögert hat, sind wir bemüht, die Fristen zu verkürzen. Anhand der Daten, die wir bislang haben, denke ich, wird es ein gutes Motorrad sein, aber wir müssen weiter daran arbeiten, um ein optimales Niveau an Zuverlässigkeit und Langlebigkeit zu erreichen, welches unsere Kunden zufrieden stellt.”

Lieferanten spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des neuen Motorrads. Honda arbeitet eng mit Unternehmen - nicht zuletzt Nissin und Showa - in seinem Konglomerat zusammen.

„Für Nissin, was einen Teil unserer Gruppe bildet, ist die Entwicklung der Bremssättel und Hauptbremszylinder sehr wichtig und MotoGP ist die ideale Plattform, um ihr Produkt zu entwickeln,” sagte Nakamoto weiter. „Das gleiche gilt für andere Unternehmen, wenn es zu Fahrwerk, Motoren und so weiter kommt. Nissin brachte neue Teile nach Le Mans. Die Idee ist, dass (Stefan) Bradl sie immer zuerst probiert, und wenn von ihm bestätigt wurde, dass es eine Verbesserung ist, werden sie bei (Alvaro) Bautista eingesetzt, der seinerseits für die Entwicklung der Showa-Federelemente verantwortlich ist.”

Nakamoto bewertete auch die Leistungen seiner Fahrer nach den ersten vier Rennen der Saison 2013: „Ich hatte von Marc (Márquez) erwartet, dass er ein Rennen gewinnt, obwohl ich nie dachte, dass es das zweite sein würde. Das war eine sehr angenehme Überraschung. Dani (Pedrosa), nachdem er scheiterte, in Katar den Sieg zu holen, hat seitdem seine Stärke wiedererlangt und hat in Jerez und Le Mans gewonnen. Ich hoffe, dass es so bleibt und dass er eine gute Siegesserie daraus machen kann, wie er es im vergangenen Jahr gezeigt hat. Bezüglich Stefan, er ist viel gestürzt und vielleicht zu oft. Wir werden mit dem (LCR Honda MotoGP) Team zusammenarbeiten, um das Blatt zu wenden und ihm zu helfen, die Rennen zu beenden.”

Nakamoto fügte hinzu, dass seine Beziehungen zu den Fahrern, die nicht mehr aktiv im Sport unterwegs sind, weiter andauern. Zum Beispiel steht er in regelmäßigem Kontakt mit Doppel-Weltmeister Casey Stoner, der die MotoGP™ Ende des vergangenen Jahres verlassen hatte. „Ja, ich habe mit Casey gesprochen und E-Mails ausgetauscht, aber wir haben im Grunde nur über seine V8-Supercar-Rennen in Australien gesprochen,” summierte Nakamoto. „Er genießt sie, und ich denke, er wird für eine Weile dort bleiben.”

 

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