Parrish: „Crutchlow sollte an seine Gewinnchancen glauben"

Freitag, 24 Mai 2013

Der ehemalige Pilot in der Königsklasse und aktueller BBC-Kommentator der MotoGP™, Steve Parrish, sagte zu motogp.com, dass Cal Crutchlow beginnen könne, an sich selbst als Rennsieger in dieser Saison zu glauben.

Der Engländer war von der Fahrt seines Landmanns auf den zweiten Platz bei schwierigen Bedingungen und mit einem verletzten Knie am vergangenen Wochenende in Le Mans beeindruckt. Parrish rät Crutchlow außerdem, sich auf die Saison 2013 zu konzentrieren, anstatt sich über die nächste Saison sorgen zu machen - da der laufende Vertrag des Monster Yamaha Tech 3-Fahrers mit dem Team Ende diesen Jahres ausläuft.

Zu Crutchlows Rennen in Frankreich, sagte Parrish begeistert: „Ich war sehr beeindruckt, auch wenn einige der erfahrenen Piloten stürzten und mit Problemen kämpften, hat er die Situation bewundernswert gemeistert. Wir alle sehen eine Veränderung in Cal Crutchlow, er ist auf jeden Fall sehr viel gereift. Er hat das alte Prinzip verstanden, dass, wenn man als Erster ein Rennen beenden will, zunächst einmal ein Rennen beenden muss.”

„Es hat sehr viel Reife bewiesen und sein bisher bestes Ergebnis erzielt. Ich glaube, er kann wahrscheinlich anfangen zu glauben, dass er in der Lage ist, ein Rennen zu gewinnen. Vielleicht braucht er spezielle Bedingungen. Er hat gesagt, man könne auf einem Satelliten-Bike nicht gewinnen, aber am Sonntag war er nicht so weit weg.”

Bezüglich Crutchlows aktueller Vertrags-Situation, sagte der ehemalige Suzuki- und Yamaha-Pilot Parrish folgendes: „Mein Rat an Cal ist, seinem Management diese Dinge zu überlassen. Er soll einfach nur ans Motorradfahren denken. Dann kann er die nötigen Ergebnisse erzielen. Ich glaube, er hat schon genug getan, um bei jemandem, der ein schnelles, konkurrenzfähiges Bike und die nötigen finanziellen Mittel hat, Interesse zu wecken.”

Die Fahrer-Situation im Tech 3-Team für 2014 kommentierte Parrish so: „Ich muss sagen, ich war überrascht, dass Herve (Poncharal) einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Bradley (Smith) unterzeichnete. Ich kann verstehen, warum Herve nach einem zweiten Fahrer sucht, nachdem Cal gesagt hat, dass er zu einem Werksteam gehen will. Wie ich das verstehe, hat Yamaha mit Pol (Espargaró) gesprochen und möchte ihn im Tech 3-Team unterbringen.”

„Es ist ein kompliziertes Szenario, aber es wäre absurd, wenn sie im nächsten Jahr mit zwei Rookies an den Start gehen würden. Nun, Bradley wäre nächstes Jahr kein Rookie mehr, aber das Team wäre nicht so stark, wie es jetzt ist. Sie brauchen einen schnellen Fahrer, und wenn sie keinen finden können, der schneller ist als Cal, dann sollten sie ihn behalten.”

Bezüglich Crutchlows Potenzial mit der Tech 3-Yamaha-YZR-M1 im Vergleich zu den Maschinen von Yamaha Factory Racing, fügte Parrish hinzu: „Der Unterschied zu den Werks-Maschinen ist nicht so groß und wenn man Cal fragt, würde er sagen, dass Jorge (Lorenzo) wahrscheinlich auch auf dem Tech 3-Bike Rennen gewinnen könnte. Es gibt Unterschiede, aber es geht um feine Details. Es sind 0,02 Sekunden pro Runde. Ich würde sagen, der Unterschied liegt im Gesamtpaket. Es besteht kein Nachteil für das Tech 3-Team, es ist nur so, dass die Werksteams über mehr Ressourcen verfügen. Sie können aus dem Motorrad eine maßgeschneiderte Maschine machen und es individuell für den Fahrer anpassen.”

 

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