Gobmeier: „Keine Revolution, aber eine Evolution"

Mittwoch, 16 Januar 2013

Der neue Generaldirektor von Ducati Corse, Bernhard Gobmeier, sprach heute Morgen auf einer Pressekonferenz beim Ducati-Wrooom-Event im Wintersportort Madonna di Campiglio und präsentierte die Grundzüge der nächsten Saison. Für Gobmeier geht es in der Saison 2013 um „Entwicklung” und „Evolution”.

Bernhard Gobmeier stellte sich nur eine Woche nach dem offiziellen Einstieg als Generaldirektor von Ducati Corse im Werk von Borgo Panigale der internationalen Presse vor. Er betonte, dass er „erst ein paar Tage hier ist und es noch zu früh ist, um über Veränderungen zu sprechen. Wir sind noch in der Analyse-Phase.” Dies wurde auch bei dem Motorrad für 2013 deutlich, das, so der Deutsche, an dieser Stelle kein neues Motorrad ist, und dass die wichtigsten Änderungen während der Testphase und Anfang der Saison erfolgen werden. Er kommentierte: „Wir werden dieses Motorrad als Grundlage haben. Die ersten Schritte sind, dessen Potenzial zu entdecken, auch wenn wir bereits Pläne für das Chassis, Elektronik und Motor haben.”

Teil des Entwicklungsplans ist es auch ein stärker strukturierter Ansatz der Tests. Gobmeier kommentierte, dass jede neue Entwicklung gründlich getestet werden wird, bevor sie zu den offiziellen Fahrern gelangt, da dies in der Vergangenheit für Verwirrung gesorgt hat. Als gefragt wurde, ob er das Konzept von Ducati verändern will, das Desmodromik-System verwirft und ein Motorrad hinstellt, mit welchem nicht nur Casey Stoner gewinnen kann, antwortete er: „Es gibt keinen Grund, einen Motor zu ändern, der funktioniert und Teil der Ducati-Geschichte ist. Solange es die Regeln erlauben, werden wir bei der gleichen Desmodromic-Konfiguration bleiben. Und das Motorrad sollte für jedermann fahrbar sein. Es sollte nicht nur ein Motorrad sein, mit dem Casey Stoner gewinnen kann. Wir werden keine Yamaha kopieren und halten uns an die Philosophie von Ducati.”

Filippo Preziosi wurde in seiner Position von Gobmeier bei Ducati ersetzt, dennoch werden seine Ideen nicht außer Acht gelassen. Gobmeier weiter: „Natürlich werden wir seine Erfahrung nutzen. Wir stehen in Kontakt und wir beide wollen Ducati gewinnen sehen. Seine neue Rolle hilft auch bei der Kommunikation zwischen der Rennabteilung und der Produktion. Neben Filippo, muss ich sagen, gibt es weitere großartige Ingenieure bei Ducati, die ebenfalls großartige Ideen haben. Was meine Ideen angeht, ziehe ich es vor, zuerst mit ihnen zu reden, und dann werde ich es Ihnen verraten.”

Bezüglich Audi wurde spekuliert, was der deutsche Automobilhersteller beitragen wird. Gobmeier sagte, dass, da Audi keine Motorrad-Technologie teilen kann, Ducati von weiteren Test-, Produktions- und Bearbeitungsanlagen profitieren wird.

Im Hinblick auf die kommende Saison und wie schnell er eine große Wirkung erzielen könne, kommentierte er, dass es keine Teile für wundersame Veränderungen gibt und viele Faktoren am Erfolg beteiligt sind. Angefangen bei den Reifen, dem Team (Motivation), den Menschen, den Piloten, den Technikern, bis hin zum Quäntchen Glück. „Wir müssen an allen Aspekten unseres Motorrads arbeiten. Es wird keine Revolutionen geben, denn sie können sowohl die guten als auch die schlechten Dinge zerstören. Es wird eine Evolution sein.”

Schließlich sagte er: „Ich stimme dem Ansatz von Andrea (Dovizioso) zu einer mittel- bis langfristigen Entwicklung zu. Rennsport ist in der DNA Ducatis verankert. Dies wird ein Jahr der Entwicklung sein, aber das bedeutet nicht, dass wir keine Ergebnisse erzielen wollen. Um die Spitze zu erreichen, wird es einige Zeit brauchen, und mit den Veränderungen in den 2014er-Vorschriften, ist dies eine wichtige Gelegenheit für uns, die Lücke zu denen vor uns zu überbrücken.”

 

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