Javier Alonso spricht über Untersuchung bezüglich Aragón-Vorfall

Dienstag, 1 Oktober 2013

Javier Alonso, Dorna Sports Vertreter der FIM Rennleitung, spricht von der Entscheidung, nach dem Vorfall mit Marc Márquez und Dani Pedrosa im Aragón Grand Prix mit beiden Fahrern eine Anhörung zu organisieren. In dem Zusammenhang erklärt er die Möglichkeiten der resultierenden Sanktionen oder Änderungen in den MotoGP™-Vorschriften.

Nach dem Vorfall zwischen den beiden Repsol Honda Team-Fahrern in der sechsten Runde des Rennens am Sonntag im MotorLand Aragón, bestätigte die Rennleitung, dass sowohl die beiden Piloren als auch Vertreter des Teams zu einer Anhörung eingeladen wurden, um den Moment technisch zu analysieren. Das Treffen findet am nächsten Donnerstag, den 10. Oktober, in Sepang statt.

Javier Alonso, Managing Director Bereich Events bei Dorna Sports sowie Mitglied der Rennleitung, erklärte die Gründe für die Anhörung und warum eine Entscheidung erst nächste Woche, wenn die MotoGP™ auf dem Sepang International Circuit Halt macht, getroffen wird.

„Das war ein sehr eigenartiger Vorfall mit einem sehr technischen Element,” beginnt Alonso gegenüber motogp.com zu erklären. „In der Tat, als wir es zum ersten Mal live sahen, dachten wir nicht, dass so etwas passiert sein könnte; obwohl es schien, als ob Marc Márquez Dani Pedrosa berührt hatte, sah es nicht so aus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Kontakt und dem anschließenden Sturz von Pedrosa gab.”

„Nach dem Rennen wussten wir, dass es sich um ein technisches Problem handelte, und dass ein abgerissenes Kabel die wahrscheinlichste Ursache für Pedrosas Traktionskontrolle-Verlust war, der seinen Ausfall verursachte. Zu diesem Zeitpunkt entschieden wir, eine Untersuchung einzuleiten. Allerdings müssen wir jede Menge technische Daten sammeln und aus diesem Grund haben wir beschlossen, die Anhörung bis Malaysia hinauszuzögern.”

Ohne Zweifel ist das größte Gesprächsthema jetzt, ob Tabellenführer Márquez für seinen Part an dem Vorfall verwarnt oder bestraft werden wird.

„Alles bleibt offen und reicht von Sanktion bis hin zu keiner Sanktion,” so Alonso weiter. „Was herausgefunden werden muss, ist, ob dies hätte vermieden werden können - sowohl der Vorfall zwischen den beiden Fahrern als auch der Sturz selbst - denn das sind die zwei wichtigsten Aspekte. Sobald wir dies alles verstehen, dann werden wir, wenn es notwendig ist, eine Entscheidung treffen, die am besten geeignet ist.”

Allerdings, ist die Rennleitung in der Lage, bestimmte Grenzen zu definieren, wenn es um solche Vorfälle geht? Diese Debatte, die bereits bei früheren Gelegenheiten und jetzt am Sonntag erneut aufkam, kann nicht einfach gelöst werden.

„Das ist sehr kompliziert,” kommentiert Javier Alonso weiter. „Wenn es jemanden gibt, der eine Idee hat, wie man solche Vorfälle reguliert und wie man definiert, was nicht getan werden darf und was ja, und derjenige bereit ist, seinen Antrag schriftlich zu stellen, sind wir offen für Anregungen. Über all die Jahre, in denen meine Kollegen und ich persönlich Teil der Rennleitung sind, gab es noch nie zwei identische Vorfälle. Jeder Vorfall unterscheidet sich vom nächsten.”

„Betrachtet man den Fall von Marc und Dani, dann würde ein Fahrer, der tatsächlich versucht, ein Kabel am Hinterrad eines anderen Motorrades durch einen Ellbogen oder auf Kupplungshöhe abzureißen, wahrscheinlich tausendmal scheitern. In diesem Fall ist es leider genau das, was passiert ist. Zu einem Einvernehmen zu kommen, was in Situationen wie diesen erlaubt ist und was nicht, ist sehr kompliziert, wenn nicht unmöglich.”

Auf die Frage, ob das ungewöhnliche Ereignis möglicherweise zu Änderungen in den MotoGP™-Vorschriften (wie es der Fall mit dem Üben von Starts am Ende der Trainings war, nachdem es zuvor einen Vorfall in der Moto2™-Klasse gab) führen könne, antwortet Alonso:

„Ja, es könnte zu Veränderungen führen - das würde ich nicht leugnen. Wie wir alle wissen, liegt uns die Sicherheit der Fahrer sehr am Herzen und in diesem Fall ist es klar, dass ein Vorfall stattgefunden hat. Aber zur gleichen Zeit hat etwas nicht so funktioniert, wie es sein sollte, denn es ist nicht normal, dass so schnell ein Sturz wie dieser passiert.”

 

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