Folger Interview: „Die Ergebnisse werden kommen"

Donnerstag, 25 Juli 2013

Jonas Folger ist die Art von Fahrern, die es vorziehen, auf der Strecke mitzureden. Es war nicht die erste Hälfte der Saison, die sich der Mapfre Aspar Team Moto3-Pilot erhofft hatte, trotzdem bleibt der Deutsche die stärkste Bedrohung für die drei Spanier, die die Moto3™-WM 2013 bisher dominiert haben.

Ein einziges Podium in Jerez ist bereits in ferne Erinnerung gerückt und Jonas ist entschlossen, in der zweiten Hälfte der Saison seine Form wieder zu entdecken. Er weiß, dass das Beste erst noch bevorsteht und er wird nicht aufhören zu arbeiten, um diese Saison zu seiner erfolgreichsten zu machen.

Wie war die erste Hälfte der Saison aus deiner Sicht?

Wir hatten gemischte Gefühle bisher. Während der Vorsaison wussten wir, dass drei oder vier Fahrer sehr wettbewerbsfähig sein würden, und das hat sich dann auch bestätigt. Neben dem hohen Niveau unserer Konkurrenten hatten wir Pech mit meiner Verletzung am Handgelenk, die mich zwang, den GP von Katalonien zu verpassen und wir dadurch wertvolle Zeit verloren haben. Das Positive ist, dass wir uns in jedem Grand Prix dank der harten Arbeit des Teams ein bisschen gesteigert haben. Wir haben viele neue Dinge mit dem Motorrad getestet, um bei jedem Rennen wettbewerbsfähiger zu werden und nach und nach hat sich unser Level verbessert.

Welches war dein bestes Rennen?

In Bezug auf die Ergebnisse, wenn ich eines auswählen müsste, wäre das naheliegendste das Rennen in Jerez, weil wir auf dem Podium waren, aber das Gefühl war bei den meisten Rennen ähnlich. Wir haben ein gutes Setup gefunden und an den meisten Wochenenden ein positives Gefühl gehabt. An den Sonntagen waren wir oft schnell in der ersten Hälfte des Rennens, allerdings hat unsere Leistung in der zweiten Hälfte des Rennens nachgelassen.

Würdest du ein Rennen aus deinem Gedächtnis löschen wollen, wenn du könntest?

Uns fehlt ein wenig die Konstanz am Ende der Rennen und wir arbeiten daran, in der zweiten Hälfte der Saison beständiger zu sein. Auch wenn die Ergebnisse nicht so gut ausgefallen sind wie erhofft, bin ich froh, dass wir in jedem Rennen hart gearbeitet und alle möglichen Optionen ausprobiert haben, um so schnell wie möglich zu sein. Das Positive ist, dass wir eine Vielzahl von Informationen gewinnen konnten, die uns helfen werden, sehr bald wettbewerbsfähiger zu sein. Wir kommen den Top-Fahrern jedes Mal einen Schritt näher.

Was müsste Jonas Folger machen, um noch besser zu werden?

Ich versuche, in jedem Grand Prix mein Bestes zu geben. Auch das Niveau der Kommunikation mit dem Team wird jeden Tag besser und jetzt finde ich es einfacher zu erklären, was ich brauche. Auch mein Feedback kann jedes Mal effektiver umgesetzt werden, wir sind also auf dem richtigen Weg. Natürlich kann man sich immer weiter verbessern, auch wenn man gewinnt, aber wir machen einen guten Job und die Ergebnisse werden kommen.

Was wünschst du die mehr von deinem Motorrad?

Das perfekte Bike gibt es nicht. Im Moment befinden wir uns in einem Evolutions-Prozess, was die Zusammenführung einer Vielzahl von Variablen beinhaltet: die Leistung des Motorrades, mein Fahrstil, die Kommunikation mit dem Team ... Das Potenzial des Motorrads ist offensichtlich, vor allem in Bezug auf das Chassis, darum bin ich sicher, dass wir uns nach und nach verbessern können.

Was erhoffst du dir für die zweite Hälfte der Saison?

Ich hoffe, dass wir ein vielseitigeres Setup für das Motorrad finden können, was es uns ermöglichen würde, auf allen Rennstrecken konkurrenzfähig zu sein. Sobald wir das erreicht haben, können wir uns rein auf das Fahren konzentrieren. Ich vermute auch, dass dann die Rennen einfacher sein würden, weil wir nicht nach endlosen Lösungen suchen müssten. Unser Ziel ist es, ein effektiveres Bike zu haben und ich denke, wenn wir es gefunden haben, sollte es uns möglich sein, bei jedem Rennen um das Podium kämpfen zu können.

Was hast du für den Urlaub geplant?

Ich will weiterhin trainieren und so viel wie möglich Motorrad und Fahrrad fahren. Ich muss auch daran arbeiten, meine volle Kraft und Beweglichkeit im Handgelenk wiederzuerlangen. Ich werde hart trainieren, um in der zweiten Hälfte der Saison stärker zu sein. Und ich glaube, ich muss auch die übrigen Tage nutzen, um mich nach so vielen Reisen zu entspannen.

Wer war der stärkste Fahrer in dieser Saison bisher?

Ohne Zweifel Salom. Wäre er nicht der stärkste, dann würde er nicht die Meisterschaft anführen. Er war stark, aber auch sehr klug und das Niveau seiner Leistung hat sich in jedem Rennen verbessert.

Von den Strecken, die noch folgen, welche magst du am meisten?

Meine Lieblingsstrecke ist Malaysia, aber ich gehöre nicht zu den Fahrern, die bestimmte Strecken nicht mögen. Ich persönlich liebe es, Rennen zu fahren, und jede Strecke hat etwas Besonderes für mich. Ich bin immer glücklich, wenn ich auf eine Strecke komme und die Action beginnt.

Nach der Pause gibt es innerhalb von drei Monaten zweimal eine Serie von drei Rennen hintereinander. Ist das ein Vorteil oder ein Nachteil für dich?

Nun, wir alle wissen, dass die zweite Hälfte der Saison die härteste ist, weil viele Rennen aufeinanderfolgen und die Reise zu einigen sehr lang ist. Wir müssen körperlich und mental vorbereitet sein, aber das ist Teil unserer Arbeit, und das ist es, wofür wir trainieren. Ich glaube nicht, dass so viele Rennen so kurz nacheinander ein Nachteil sind.

 

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