Baumgärtel: „Wir sind an dem Projekt von Yamaha interessiert"

kalex on motogp project
Donnerstag, 6 Juni 2013

Der Kalex-Ingenieur bestätigte das große Interesse an den Leasing-Motoren in der Königsklasse, aber warnt potenzielle Kunden: „Wir sind schon spät dran.”

Das Projekt von Yamaha, ab der Saison 2014 vier Fahrern in der Königsklasse Leasing-Motoren anzubieten, erzeugte logischerweise die Aufmerksamkeit bei den Chassis-Herstellern, die bereits in der Weltmeisterschaft vertreten sind, vor allem bei Kalex, FTR und Suter.

motogp.com nutzte den Ein-Tages-Test der Moto2™-Klasse in Mugello, um mit Kalex-Chef Alex Baumgärtel über die momentane Situation zu sprechen. „Im Hinterkopf besteht natürlich Interesse,” begann der Kalex-Mitbegründer. „Das ist die Königsklasse, wo jeder letztlich sein will. Wir sprachen mit mehreren Teams und haben Informationen gesammelt, aber jetzt liegt die Entscheidung bei den Teams und, wenn sie wirklich an einem Projekt wie diesem Interesse haben, sind wir schon spät dran.”

Die Ingenieure erwarten bis Ende Juni weitere Details von Yamaha: „Es gibt keine Informationen im Moment - nichts,” fährt er fort. „Es sind wirklich nur die allgemeinen Bedingungen; wie viele Motoren es gäbe, der Auslieferungszustand und sowas. Die Teams müssen die Entscheidung treffen, ob sie starten wollen, und dann können wir mit der Planung unserer Arbeit beginnen. Dazu gehören, Ressourcen finden, neues Personal und solche Dinge - und das ist nicht an einem Wochenende realisiert.”

Könnte Kalex bald mit dem Bau eines neuen Chassis für den Yamaha-Motor beginnen, wäre ein erster Auftritt beim offiziellen Test nach dem Saison-Finale in Valencia im November denkbar. „Ich hätte es vorgezogen, ein Projekt wie dieses, wie im letzten Jahr starten zu können. Wir wären immer noch in der Lage, etwas rechtzeitig fertigzustellen, aber wie wettbewerbsfähig es dann sein würde, ist eine andere Geschichte - denn man sollte erst einige Tests durchführen, bevor man es der ganzen Welt präsentiert.”

Naoya Kaneko, Chefmechaniker von Mika Kallio im Marc VDS Racing Team, äußerte seine Meinung zum möglichen Eintritt von Kalex in die Königsklasse: „Ich denke, dass Kalex ein hoch spezialisiertes Unternehmen für Motorrad-Engineering ist - wie wir in der Moto2- und Moto3-Klasse sehen können. Das Konzept der MotoGP ist anders. Es ist nicht nur eine Frage des Chassis, sondern es gibt viele andere Parameter, die es zu analysieren gilt. Hierin ist Kalex immer noch ein wenig unerfahren. Wenn sie das Projekt starten, müssen sie Schritt für Schritt dazulernen.”

 

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