Lorenzo gewinnt, Titelkampf geht nach Valencia

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Sonntag, 27 Oktober 2013

Jorge Lorenzo gewann am Sonntag den AirAsia Grand Prix von Japan und triumphierte damit zum siebten Mal in diesem Jahr. Der Yamaha Factory Racing-Fahrer musste sich hart gegen die Bedrohung der Repsol Honda Team-Piloten Marc Márquez und Dani Pedrosa wehren, um sicherzustellen, dass der MotoGP™-Titelkampf zum ersten Mal seit 2006 erst beim Finale entschieden wird.

Nachdem Witterungseinflüsse das Motegi-Wochenende kräftig durcheinanderbrachten, war der Ausgang des letzten von drei Übersee-Rennen nicht vorhersehbar. Zuerst mussten alle Trainings am Freitag abgesagt werden, dann musste der Zeitplan vom Samstag komplett neu überarbeitet werden, doch ironischerweise konnte das Rennen am Sonntag in Japan unter strahlend blauem Himmel stattfinden.

Von seiner vierten Pole-Position des Jahres holte Lorenzo einen souveränen Start-und-Ziel-Sieg und überholte damit Márquez in der Summe der 2013-Siege. Teamkollege Valentino Rossi lag nach dem Start zwischen dem aktuellen Titelträger und dem Werks-Honda-Duo, aber dann machte der Italiener in Kurve 11 zwei Fehler und fiel bis auf Position elf zurück.

Ab Mitte des Rennens holte Márquez dicht zu Lorenzo auf und setzte ihn stark unter Druck, während sich gleichzeitig Pedrosa immer näher anpirschte. Doch Bremsfehler von Márquez sowohl in Kurve 11 als auch in Kurve 1, verschafften dem Mallorquiner eine kurze Verschnaufpause. Der 20-Jährige konnte nie wieder im Rennen so nah zu Lorenzo aufholen und fuhr schließlich mit 3,1 Sekunden Rückstand als Zweiter ins Ziel.

Nachdem er die letzten beiden Jahre in Motegi als Sieger hervorging, markierte Pedrosas dritter Platz sein 12. Podium der Saison. Damit haben sich die Chancen des Spaniers für den WM-Titel 2013 offiziell in Luft aufgelöst. Àlvaro Bautista (GO&FUN Honda Gresini) und Stefan Bradl (LCR Honda MotoGP) rundeten die Top-5 ab, nachdem Bautista zu Beginn der achten Runde aus dem Windschatten an Bradl vorbeizog. Rossi kämpfte sich auf den sechsten Platz zurück, während Cal Crutchlow (Monster Yamaha Tech3) vor seinem beeindruckenden Teamkollege Bradley Smith den siebten Platz belegte.

Das Ducati Team komplettierte die Top-10 mit Nicky Hayden und Andrea Dovizioso, während der 11. Platz an Wildcard-Pilot Katsuyuki Nakasuga (Yamaha YSP Racing Team) ging. 12. wurde CRT-Fahrer Colin Edwards (NGM Mobile Forward Racing), nachdem Aleix Espargaró (Power Electronics Aspar) mit einem High-Speed-Crash, bei dem er unverletzt blieb, den letzten von drei Ausfällen markierte. Zuvor war für Lukas Pesek (Came IodaRacing Project) das Rennen vorzeitig vorüber, während Luca Scassa (Cardion AB Motoracing) mit einer losen rechten Fußraste in die Box zurückkehren musste.

Mit dem Ergebnis - dem 200. Sieg in der Königsklasse für Yamaha - verringerte Lorenzo den Abstand zu Márquez vor dem Saison-Finale, dem Gran Premio Generali de la Comunitat Valenciana, auf 13 Punkte. Das heißt, dass zum ersten Mal seit sieben Jahren der MotoGP™-Titel beim Finale entschieden wird. Im Jahr 2006 war es auch ein Duell zwischen den Honda- und Yamah-Werksteams - damals belegte Nicky Hayden platz drei im Rennen und schlug damit Valentino Rossi, um seinen ersten Titel dingfest zu machen.

 

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