Lorenzo gewinnt Australian-GP - Márquez disqualifiziert

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Sonntag, 20 Oktober 2013

Mit dem Sieg im Tissot Australian Grand Prix, seinem 50. Grand-Prix-Sieg, konnte Jorge Lorenzo die Entscheidung im Titelkampf gegen Marc Márquez, der heute hätte Weltmeister werden können, hinausschieben. Nachdem Márquez seine Boxentafel ignorierte und zu spät für einen Motorradwechsel in die Box kam, wurde der WM-Leader vom Rennen disqualifiziert.  

Mit neunzehn Renn-Runden und einem Boxenstopp für alle Fahrer, versprach der Tissot Australian Grand Prix maximale Spannung und könnte sich als ein Wendepunkt der MotoGP™-Weltmeisterschaft 2013 erweisen.

Vor dem Rennen wurde bekannt gegeben, dass die Renndistanz aus Sicherheitsgründen von 27 auf 19 Runden reduziert wurde, nachdem die Abnutzung der Reifen während der Trainings auf dem neu asphaltierten Phillip Island Circuit deutlich höher ausfiel als erwartet. Außerdem wurden alle Fahrer verpflichtet, spätestens in der zehnten Runde des Rennens in die Box zu fahren, um auf ihr Zweitmotorrad zu wechseln und waren außerdem aufgefordert die härtere zur Verfüng stehende Reifen-Verbindung zu verwenden.

Zum ersten Mal seit Mai diesen Jahres startete Jorge Lorenzo (Yamaha Factory Racing) von der Pole-Position und konnte seinen Vorteil, trotz heftiger Angriffe von Dani Pedrosa (Repsol Honda Team) und Marc Márquez (Repsol Honda Team) bis zum Pflichtboxenstopp halten. Als erster führte Pedrosa vom dritten Platz am Ende der 9. Runde seinen Motorradwechsel durch, gefolgt von zahlreichen anderen Fahrern.

Lorenzo absolvierte seinen Stopp am Ende der zehnten Runde, in der Erwartung, dass es mit Márquez zu einem Boxengasse-Duell kommen würde. Doch dem war nicht so, denn der 20-jährige Rookie blieb für einen weiteren Umlauf auf der Strecke und fuhr erst Ende der 11. Runde in die Boxengasse. Das war jedoch außerhalb der vorgegebenen Rundenanzahl, die bei neun oder maximal zehn Runden lag. In einer bemerkenswerten Wendung für den Weltmeisterschafts-Kampf wurde Márquez, sowie der Australier Bryan Staring (GO&FUN Honda Gresini), dem der gleiche Fehler passierte, vom Rennen disqualifiziert.

Nachdem er heil von einer Beinahe-Kollision mit Márquez, als Letzterer aus der Boxengasse auf die Strecke zurückkehrte, davonkam, behauptete Lorenzo seinen sechsten Sieg der Saison, was auch das erste Mal seit 2006 markierte, dass ein anderer Fahrer als Casey Stoner auf Phillip Island gewann.

Pedrosa wurde Zweiter und erhielt seine Titelhoffnungen weiter am Leben, während Valentino Rossi (Yamaha Factory Racing) Cal Crutchlow (Monster Yamaha Tech3) und Alvaro Bautista (GO&FUN Honda Gresini) in einem spannenden Dreikampf besiegte, um den dritten Podiumsplatz einzunehmen.

Als es pünktlich mit Zieleinfahrt zu regnen begann, passierte Tech3-Pilot Bradley Smith als Sechster die karierte Flagge. Die übrigen Top-10-Plätze gingen an Nicky Hayden (Ducati Team), Andrea Iannone (Energy T.I. Pramac Racing), Andrea Dovizioso (Ducati Team) und Randy de Puniet (Power Electronics Aspar), der zum ersten Mal in diesem Jahr ein Rennen als führender CRT-Pilot beendete. Hinter ihm sicherte sich Teamkollege Aleix Espargaró genug Punkte, um das zweite Jahr in Folge die CRT-Gesamtwertung zu gewinnen. Danilo Petrucci (Came IodaRacing Project) belegte Platz 15 und verhinderte damit einen ersten Punkt für Luca Scassa (Cardion AB Motoracing), der weniger als eine Zehntelsekunde hinter ihm ins Ziel kam.

Während sich die Führung in der Meisterschaft von 43 auf 18 Punkte verringert hat, wird die MotoGP™-Saison bereits kommende Woche auf dem Motegi Twin Ring mit dem AirAsia Grand Prix von Japan fortgesetzt, bevor die Saison am 10. November auf dem Ricardo Tormo Circuit in Valencia zu Ende geht.

 

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