Vorfall zwischen Lorenzo und Márquez ist auch in Le Mans Thema

Donnerstag, 16 Mai 2013

Die beiden Spanier spielten die Hauptrolle im Letzte-Kurve-Krimi des GP von Spanien vor zwei Wochen. Der Zwischenfall war auch ein Thema bei der Pressekonferenz heute in Le Mans. Die anderen anwesenden Piloten äußerten ebenfalls ihre Meinungen darüber.

War Márquez zu aggressiv? Hatte Lorenzo die Tür zu sehr geöffnet? Fast alle MotoGP™-Piloten hatten nach dem umstrittenen Manöver in der letzten Kurve in Jerez etwas zu sagen. Unter anderem hatte Valentino Rossi erklärt, dass jeder Fahrer, der sieht, dass die Tür offen steht, versuchen würde, vorbei zu gehen.

Es gab andere, wie Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso, die dass Manöver zwar als „legal” ansahen, sich aber weitere Klärung wünschen, wo die Grenze liegt und was darüber hinausgeht.

Während der Pressekonferenz heute, zu der die beiden Protagonisten neben weiteren MotoGP-Stars anwesend waren, blieb es unvermeidlich, dass der Vorfall nochmals angesprochen wurde.

Pedrosa sagte: „Diese Situationen ist für Piloten schwierig, und sicher wäre es besser für uns zu wissen, wann man die Grenzen überschreitet und wann nicht. Wann man bestraft wird und wann nicht.” Crutchlow fügte hinzu: „Am Ende ist es Rennsport, niemand ist gestürzt und niemand wurde verletzt, wir sollten das Kapitel abschließen ....”

Die Rivalität zwischen Lorenzo und Márquez bleibt rein sportlicher Natur, vielleicht, weil das Schicksal es so wollte, dass Beide beim Heimflug von Jerez in derselben Reihe saßen: „Da sind fast 300 Menschen im Flugzeug und wir sitzen ausgerechnet nebeneinander. Es war lustig. Dann haben wir uns die Hand gegeben [zum ersten Mal nach dem Vorfall]. Wie ich schon sagte, ich habe kein Problem mit Marc, ich möchte nur die Sicherheit für meinen Sport verbessern.”

Über das umstrittene Manöver sagte Lorenzo: „Meine Meinung? Nun, ich denke immer noch, dass die Aktion von Jerez zu hart war. Ich glaube das heute immer noch. Ich bin nicht gegen Marc, ich habe nichts gegen ihn, denn er ist jung und wenn man jung ist, versucht man es - wenn du eine Lücke siehst, probierst du es! Aber ich denke, in diesem Jahr haben wir das (neue) Lizenz-Punkte-System und im Moment benutzen wir es nicht, daher würde ich mir wünschen, dass die Rennleitung dieses neue System in Zukunft einsetzt. Meiner Meinung nach, hätte zumindest ein Minimum an Punkten zum Einsatz kommen müssen. Es wären einige Punkte, eine gelbe Karte oder was auch immer, aber etwas hätte gemacht werden müssen. Es sollte zumindest irgendwie bestraft werden. Ich habe mich nur geändert, weil ich 2005 bestraft wurde.”

So der Spanier, der das Fahrer-Briefing mit der Rennleitung wenige Stunden zuvor recht unglücklich verließ: „Ich dachte, das Briefing sei vorbei und da bin ich gegangen. Jemand muss ja zuerst gehen, also war ich der erste.”

Márquez fühlte sich weiterhin im Recht und wies darauf hin: „Für mich ist es dasselbe wie ich in Jerez gesagt habe,” kommentierte der Repsol Honda Team-Fahrer. „Wenn du so etwas in der ersten Runde oder in der Mitte des Rennens tust, kann ich eine Strafe verstehen.. Aber in der letzten Runde .... Ich denke, die Fans mögen es. Es gibt immer eine Grenze, aber: letzte Runde, letzte Kurve, wenn ich etwas Platz sehe, werde ich es probieren. Okay, ich habe etwas später gebremst, als die Runde zuvor, aber so etwas passiert.”

Kurz gesagt, die Diskussion ist abgeschlossen und die Konzentration geht Richtung Monster Energy Grand Prix von Frankreich, der an diesem Wochenende stattfindet.

 

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