Schrötter holt vom letzten Startplatz 4 WM-Punkte

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Mittwoch, 24 April 2013

Marcel Schrötter zeigte bei der Premiere des Red Bull Grand Prix of the Americas am vergangenen Sonntag im texanischen Austin eine sensationelle Aufholjagd. Als sich der Motor seiner Kalex-Moto2-Rennmaschine vor der Aufwärmrunde nicht starten ließ, musste er das Rennen vom letzten Startplatz in Angriff nehmen. Dennoch gelang es dem 20-Jährigen, am Ende Platz zwölf zu sichern.

Nachdem der Desguaces La Torre SAG-Pilot im Moto2™-Qualifying am Samstag den 14. Startplatz erzielte, waren die Erwartungen an das 19-Runden-Rennen auf dem technisch anspruchsvollen Circuit of the Americas hoch. Doch dann streikte Schrötters Maschine aus unerklärlichen Gründen.

„Der heutige Renntag verlief von der ersten Minute an äußerst kompliziert. Ich wusste überhaupt nicht wie ich mich auf das Rennen einstellen soll, nachdem es uns auch während dem Warm-Up nicht gelang, ein Setting zu erarbeiten, mit dem ich konstant schnelle Rundenzeiten fahren kann. Und kurz vor der Aufwärmrunde passierte der `Worst Case´: mein Motorrad ließ sich nicht starten!”, erinnert er sich.

„Wir mussten es in die Boxengasse schieben, wo der Motor auch gleich wieder die normalen Lebensgeister zeigte. Aber es war zu spät, ich musste mich nach der Aufwärmrunde in der Startaufstellung ganz hinten einreihen. Wenn Zeit dazu gewesen wäre, hätte ich bestimmt vor Wut gekocht, weil ich mir vom 14. Startplatz einiges erwartet habe. Aber dann ist mir ein super Start gelungen und ich habe in der ersten Runde gleich ordentlich reingehalten.”

Nach einem Blitzstart überholte er gleich in der ersten Runde mehr als eine Handvoll Rivalen und kam nach der ersten Runde an 18. Position bei Start-/Ziel vorbei.

„Ich weiß gar nicht wie viele Gegner ich überholt habe, aber es ist so richtig die Post abgegangen. Mir blieb auch gar nichts anderes übrig, um für Schadensbegrenzung zu sorgen. Jedenfalls merkte ich in den ersten Runden, dass es möglich war, das Tempo weiter zu steigern und letztendlich konnte ich meine schnellen Rundenzeiten konstant bis zum Schluss fahren. Nach jedem geglückten Überholmanöver habe ich mich noch mehr angestrengt, um gleich eine Lücke nach hinten herauszufahren, damit mich kein Konkurrent zurück überholen kann.”

Am Ende wurde seine Leistung mit vier WM-Punkten belohnt, mit denen er eigentlich nicht mehr gerechnet hatte.

„Mit dem Ausgang dieses chaotischen Wochenendes bin ich natürlich überglücklich, denn ich hätte nie gedacht, dass ich von ganz hinten startend so weit nach vorne fahren und sogar noch WM-Punkte mit nach Hause nehmen kann! Am meisten freue ich mich eigentlich über die Erkenntnis, wie man mit dieser Moto2-Rennmaschine richtig startet, denn heute ich mir ein richtiger Raketenstart gelungen. Ich freue mich jetzt auf Jerez, wo wir hoffentlich mehr Glück haben werden und auch dort wieder in die Top-15 fahren können.”

Mit drei weiteren Punkten auf seinem WM-Konto, die er bereits beim Saisonauftakt in Katar einsammeln konnte, kommt Schrötter auf Gesamtrang 17 nach Jerez de la Frontera, wo in weniger als zwei Wochen (03. - 05. Mai) der Große Preis von Spanien stattfindet.

 

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