Pedrosa kehrt in Malaysia aufs Siegerpodest zurück

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Sonntag, 13 Oktober 2013

Dani Pedrosa sicherte im Shell Advance Malaysian Motorcycle GP seinen dritten Sieg der MotoGP™-Saison 2013. Marc Márquez machte für das Repsol Honda Team mit dem zweiten Platz den Doppelsieg perfekt. Zuvor führte der WM-Leader mit Yamaha Factory Racing-Pilot Jorge Lorenzo, der als amtierenden Weltmeister das Podium abrundete, einen erbitterten Kampf.

Sepang markierte das erste von drei Übersee-Rennen, bevor es nächste Woche nach Australien geht und danach nach Japan. Am Samstag stürmte Márquez zu seiner vierten Pole-Position in Folge, entschlossen, seinen historischen Titel-Gewinn wahr werden zu lassen.

Obwohl er in Aragón Pech hatte und mit leeren Händen ausging und seine Chancen auf den Gewinn des WM-Titel in diesem Jahr daraufhin schon totgesagt wurden, hat Dani Pedrosa (Repsol Honda Team) an diesem Wochenende beim Grand Prix Shell Advance Malaysian Charakter gezeigt und das Rennen in Sepang das zweite Jahr in Folge für sich entschieden. Das war sein erster Sieg seit Le Mans Mitte Mai.

Trotz seines Sieges bleibt der Abstand des Spaniers zu Teamkollege und WM-Leader Marc Márquez drei Rennen vor Ende der Saison 2013 weiterhin bei 54 Punkten. Das Ergebnis bedeutet, dass alle drei Podium-Platzierten ihre mathematische Chance auf den Weltmeisterschafts-Titel behalten, obwohl Márquez der einzige Fahrer ist, der den Titel am kommenden Wochenende auf Phillip Island bereits gewinnen könnte. Sollte er dies tun, wäre der 20-jährige Katalane der erste Rookie seit 35 Jahren, der den Titel in der Königsklasse behaupten konnte.

Qualifiziert für die zweite Reihe, bogen der MotoGP™-Vize-Weltmeister von 2012 und Jorge Lorenzo (Yamaha Factory Racing), der Titelverteidiger, nebeneinander in die erste Kurve, als schließlich Lorenzo vor Pedrosa, Márquez, Valentino Rossi (Yamaha Factory Racing) und Álvaro Bautista (GO&FUN Honda Gresini) die Führung übernahm.

In enger Formation konnten die fünf Fahrer den Rest des Feldes schnell distanzieren, als Pedrosa in der fünften Runde die Spitzen-Position an sich riss und diese bis zum Ziel nicht mehr hergab. Daraufhin fand sich Lorenzo Angesicht zu Angesicht mit Márquez in einen Kampf um Position zwei wieder. Obwohl sich einige Piloten vor dem Rennen kritisch über die aggressive Fahrweise von Márquez geäußert hatten, zögerte Lorenzo nicht, seinen zweiten Platz vor dem Youngster mit aller Macht zu verteidigen. Dieser Battle schloss auch Berührungen nicht aus. Die beiden Rivalen boten von der fünften bis zur neunten Runde eine tolle Show, als Márquez sich, nach vielen Versuchen, vor dem derzeit WM-Zweiten durchsetze.

Nach einer Reihe weiterer gewagter Manöver, verlief das restliche Rennen ruhiger ab. Pedrosa blieb außerhalb der Reichweite für Márquez, der schnell einen Vorsprung zu Lorenzo herausfahren konnte. Hinter der Top-3 landeten Valentino Rossi (Yamaha Factory Racing), der eine etwas einsame Fahrt auf den vierten Platz erlebte, während Bautista den Kampf mit Cal Crutchlow (Monster Yamaha Tech3) um Platz fünf gewann. Das bedeutet, dass der Spanier in der Fahrerwertung auf den sechsten Platz nach vorne rutschte. Tech3-Pilot Bradley Smith und Andrea Dovizioso (Ducati Team) waren Siebter und Achter, gefolgt von CRT-Pilot Aleix Espargaro (Power Electronics Aspar) und Yonny Hernandez (Ignite Pramac Racing).

An 15. Stelle holte Colin Edwards (NGM Mobile Forward Racing) den letzten Punkt, nachdem er und Hector Barbera (Avintia Blusens) sowie Michael Laverty (PBM) nach einem Jump-Start eine Boxendurchfahrtsstrafe erhielten. Insgesamt fünf Fahrer kamen nicht ins Ziel, darunter Weltmeister von 2006, Nicky Hayden, der seine Ducati Team-Maschine auf der Start-Ziel-Geraden nach technischen Problemen abstellen musste.

Das Rennen fand leider ohne Stefan Bradl (LCR Honda MotoGP) statt, nachdem der Deutsche bei einem unglücklichen Sturz im vierten Freien Training am Samstag eine Fraktur im rechten Fußgelenk davontrug. Er wurde noch am Abend in Kuala Lumpur operiert, wobei der Bruch mit zwei Schrauben fixiert werden konnte. Jetzt hofft der 23-Jährige auf ein baldiges Comeback.

Denn Runde 16 von 18, der Tissot Australian Grand Prix, findet bereits am kommenden Wochenende statt und Marc Márquez hat dann die Chance, der jüngste MotoGP™-Weltmeister zu werden.

 

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