Rossi: „Das innere Feuer war nie ausgelöscht"

Dienstag, 19 Februar 2013

Yamaha Factory Racing-Pilot Valentino Rossi sprach in einem Interview mit dem italienischen Magazin Motosprint über seine schwierige Zeit bei Ducati, die Rückkehr zu Yamaha und seine Ambitionen für die Saison 2013.

Seine 18. Saison soll eine Art „Wiedergeburt” für den italienischen MotoGP-Start werden, denn er wird nach einer schwierigen Zeit mit der Ducati Desmosedici wieder an Bord seiner geliebten Yamaha M1 angreifen. Und bereits beim ersten offiziellen Test in Sepang sorgte Rossi bei seinen Fans für Begeisterung.

In einem exklusiven Interview mit Motosprint sprach der Italiener eingehend über seine Frustration in den letzten zwei Jahren, die Freude über die Rückkehr zu einem Team, wo man „Spaß haben” kann, Freunde, Feinde, Gewissheiten und Hoffnungen.

Über seinen Weggang von Ducati sagte er: „Meine Vergangenheit spricht für mich. Bei Aprilia, Honda und Yamaha hatte ich immer das Glück, auf dem richtigen Motorrad zu sitzen. Ich weiß, wie man gewinnt, aber bei Ducati war es vielleicht nur ich, der wusste wie.”

Über seine Ambitionen bei Yamaha, sagte er: „Ich fahre, um Spaß zu haben, so wie ich es immer getan habe, aber es ist natürlich klar, dass ich bei Yamaha das Ziel habe, die Hondas zu schlagen, so wie ich es vor Jahren getan habe. Ich fand das Bike viel einfacher zu fahren als 2009, der Grip und die Elektronik sind unglaublich: Die M1 ist definitiv ein Bike, mit dem du in extreme Schräglage gehen kannst!”

Seine Rückkehr zu Yamaha bedeutet eine Herausforderung für den aktuellen MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo, aber für ihn hat Rossi nur gute Worte: „Lorenzo war während dieser schwierigen Jahre sehr höflich zu mir. Er und auch Pedrosa haben sich immer respektvoll mir gegenüber verhalten, waren nie wütend über mich. Bei Stoner und teilweise bei Dovizioso war das nicht so. Mit mir war Lorenzo immer sehr fair.”

„Pedrosa hatte letztes Jahr eine unglaubliche zweite Saison-Hälfte und vielleicht könnte das sein Jahr sein. Er ist so weit. Auf der anderen Seite, hat er ein seltsames Schicksal, denn jedes Mal, wenn er kurz davor ist, den Titel zu gewinnen, passiert immer etwas (siehe Misano 2012). Apropos Dani, ich muss zugeben, dass Márquez der einzige Fahrer ist, in dem ich wirklich mich selbst erkennen kann, und das ist es, weshalb er auch zu meinen Gegnern zählt, ich sehe viel von mir in ihm.”

Sein Mindestziel ist es, ein Rennen zu gewinnen, aber man weiß, dass Rossi sich nie zufrieden gibt: „Das innere Feuer war nie ausgelöscht. Jetzt fühle ich mich wettbewerbsfähig, aber um Lorenzo und Pedrosa zu schlagen, gibt es noch viel zu tun, vor allem in Bezug auf das Renn-Tempo. Viele denken, ich sollte aufhören, aber ich kenne die Wahrheit!”

 

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