Interview mit Livio Suppo

A Post-season Catch-up: Livio Suppo
Mittwoch, 4 Dezember 2013

In seiner ersten Saison als Teamchef des Repsol Honda Teams hätte das endgültige Ergebnis - mit Fahrer-, Team- und Herstellertitel - nicht viel besser ausfallen können für Livio Suppo. Der Italiener ließ sein denkwürdiges Jahr noch einmal Revue passieren.

Obwohl Repsol Honda sich hätte in Bezug auf den Gesamterfolg nicht mehr wünschen können, gibt Suppo auch zu - trotz, dass er den 'unglaublichen' neuen Weltmeister Marc Márquez für seine unglaubliche Fähigkeiten lobte - enttäuscht gewesen zu sein, dass Dani Pedrosa den WM-Titel um eine weitere Saison verpasste.

Livio, 2013 war mit allen drei Titeln in der Königsklasse ein äußerst erfolgreiches Jahr für Ihr Team. Sie waren in einer neuen Rolle - war es so, wie erwartet?

Auf der einen Seite ja, aber wie immer gibt es Vor- und Nachteile. Wenn ich positiv sein will, war Marcs Saison natürlich wirklich unglaublich und wir sind stolz darauf, praktisch alle Rekorde in diesem Sport geschlagen zu haben. Wir können also sogar noch glücklicher darüber sein.

Auf der anderen Seite, tut es mir wirklich leid für Dani, weil ich glaube, dass er - wieder einmal unverschuldet - die Chance verlor, bis zum Ende um die Meisterschaft zu kämpfen. Wie ich schon sagte, er beendete die Meisterschaft 34 Punkte hinter Marc, aber in Wirklichkeit - wenn Sachsenring und Aragón nicht gewesen wären - wäre er wahrscheinlich im Kampf dabei gewesen; eigentlich nicht wahrscheinlich, ganz sicher sogar.

Abgesehen davon hat das Team eine gute Saison gemacht und die Techniker haben eine wunderbare Maschine hingestellt. Wir freuen uns jetzt auf das nächste Jahr. Die Fahrer (in unserem Team) werden die gleichen bleiben, aber Jorge (Lorenzo, Yamaha Factory Racing) wird auch sehr, sehr stark sein, denn er hatte auch eine sehr gute Saison. Daher wir es schwierig werden.

Lassen Sie uns Ihre zwei Fahrer betrachten. Beginnend mit Dani Pedrosa, wie haben Sie ihn sich als Mensch und Fahrer entwickeln sehen? Er hat einige echte Höhen und Tiefen erlebt ...

Wissen Sie, wieder einmal hat Dani gezeigt, dass er sehr stark ist. Nicht nur auf dem Motorrad, sondern auch mental, denn von dem, was auf dem Sachsenring und in Aragón passiert war, zurückzukommen, ist nicht einfach. Er konnte in Valencia ein gutes Rennen fahren und er hat in Sepang gewonnen. Ich bin wirklich stolz, mit Dani zu arbeiten.

Und der neue Weltmeister, Marc Márquez?

Er ist etwas frisches und neues, immer lächelnd und mit einem wunderbaren Charakter, was glaube ich - zusammen mit seinem Talent - sein größtes Plus ist und ihm helfen wird, eine lange Karriere zu haben. Wir sind super glücklich.

Ab 2014 werden mehrere Leute von Marcs alter Moto2™-Crew zu HRC kommen. Könnten Sie einige der personellen Veränderungen auf seiner Seite der Box erklären?

Es gibt keine große Veränderung. Letztendlich sind die Techniker mit den Fahrern verbunden und fast alle, die in dieser Saison mit Marc gearbeitet haben, kamen zu HRC wegen Casey (Stoner). Fahrer und Mechaniker sind an diese Art von Dinge gewöhnt. Wie auch immer, wir haben gute Arbeitsplätze für alle von ihnen bei HRC gefunden - nicht alle im Werks-Team, aber trotzdem, wir sind glücklich, sie sind glücklich und Marc ist glücklich, diese neuen Leute um sich zu haben.

Ich bin viele, viele Jahre lang [lächelt] Teil dieser Welt, aber ich habe noch nie einen Fahrer gesehen, der so eng mit seiner Mannschaft zusammen sein muss. Am Sonntagabend isst er immer mit seinen Mechanikern in der Hospitality; er braucht wirklich diese Familie um sich, das hilft in den schwierigen Momenten. Wie ich schon viele Male gesagt habe, auf Phillip Island wäre es ohne weiteres möglich gewesen, wegen dem Fehler nervös oder enttäuscht mit seinem Team zu sein, aber in Wirklichkeit ist er derjenige, der das Team stark gehalten und motiviert hat, bevor sie die Meisterschaft gewonnen haben.

Wir haben versucht zu erklären, dass wir glauben, dass seine (aktuellen) Techniker sehr gut sind und dass sie einen guten Job machen, aber wenn man den Fahrer so überzeugt erlebt - und natürlich glauben wir, dass das Niveau der Techniker, die er einbringen will, gut genug ist - dann gibt es keinen Grund, es nicht zu tun.

Einige der anderen Jungs, wie Christian Gabbarini, werden jetzt mehr mit dem neuen RCV1000R-Bike (früher als 'Production Racer' bekannt) arbeiten...

Christian ist es gewohnt, ein Crew Chief zu sein ... nun, für das nächste Jahr gibt es das neue RCV1000R-Projekt, was ein sehr wichtiges Projekt für HRC ist. Er wird also zusammen mit Bruno Leoni, der Marcs Chefmechaniker war, für das neue Projekt verantwortlich sein.

Es gibt weitere neue Herausforderungen, wie zum Beispiel, dass die Werks-Motorräder auf maximal 20 Liter Kraftstoff minimiert sind. Das wird ein ziemlich großer Unterschied sein, oder?

Sicher, aber Gott sei Dank ist die Honda-Technologie sehr gut und man darf auch nicht vergessen, dass wir seit 20 Jahren mit Repsol zusammenarbeiten. Das hilft natürlich, weil unsere Techniker für eine lange Zeit mit ihnen gearbeitet haben. Und das wird sicherlich helfen, für den Motor den besten Kraftstoff zu finden, um das Rennen zu beenden.

Na, herzlichen Glückwunsch zu einem fantastischen Jahr! Gibt es jetzt einen guten Urlaubsplan?

[Lacht] Noch nicht! Wir haben noch viele Dinge zu tun. Wie auch immer, die Weihnachtszeit kommt!

 

TAGS 2014 Repsol Honda Team

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