Interview mit Michael Laverty

Dienstag, 3 Dezember 2013

Michael Laverty kam 2013 in den WM-Zirkus und konnte sich seitdem einen ersten Eindruck von der MotoGP™ machen sowie erste Punkte erzielen. In seiner zweiten Saison mit PBM wird der Nordire versuchen, einen Gang höher zu schalten. Am vergangenen Wochenende fand er bei der Motorcycle Live Show in Birmingham Zeit, um mit uns zu sprechen.

Michael, bitte wähle einen guten und einen schlechten Moment der Saison 2013 ...

Der gute Moment war, als ich Jerez in die Punkte gefahren bin. Zu diesem Zeitpunkt waren wir sehr stark in den CRT-Rankings und ich konnte Leute wie Colin Edwards und Claudio Corti überholen - es war schön, mit ihnen zu kämpfen. Die negative Seite war, nachdem ich mit den Jungs gekämpft hatte, dass sie sich im Laufe der Saison weiterentwickelten und wir nicht, was uns in der zweiten Hälfte des Jahres in eine Art Niemandsland versetzte.

Wie hast du das ganze MotoGP™-Umfeld empfunden?

Es war gut. Für mich war alles immer brandneu, bei jedem Rennen und auf jeder Strecke - ich fand neue Dinge heraus und traf neue Leute. Es war alles fremd für mich, aber ich habe es wirklich genossen und freue mich auf nächstes Jahr. Jetzt kenne ich alles und alle Länder; wo kann ich was bekommen und so weiter, was den Job so viel einfacher machen wird.

Im Großen und Ganzen hat es großen Spaß gemacht, denn ich war seit Jahren ein Fan der MotoGP™. Auf der anderen Seite des Zauns zu sein und so aufgenommen zu werden, war großartig. Manchmal gibt es eine Sprachbarriere, aber Englisch ist immer noch die Hauptsprache des Fahrerlagers, man kann also recht gut damit klarkommen.

In Bezug auf die Motorräder, du hast das Jahr auf der komplett neuen PBM-Maschine begonnen, bist aber auf das ART-Chassis des Teams gewechselt, als Damian Cudlin in Aragón zum Team dazustoß. Wie hast du diese Situation gesehen?

Es war lustig, wie es dazu kam. Wie ich bereits sagte, wir stagnierten irgendwie ein wenig mit dem PBM-Bike, als ich also die ART in Misano am Tag nachdem Yonny (Hernandez) gegangen war testete, wurde uns klar, dass es ein paar Dinge besser macht als die PBM. Die ART war also konkurrenzfähiger und Damian hatte die Aufgabe, uns eine zweite Perspektive zur PBM zu geben. Es war gut, weil Damo mich bei vielen Dingen unterstützte, die ich zuvor bemerkte und konnte auch einen guten Eindruck aus seiner Sicht vermitteln.

Wie ist der Valencia-Test verlaufen? Irgendwelche bedeutende Erkenntnisse?

Ich sprang wieder auf die PBM und sie hatte sich deutlich verbessert - das war schön. Sie war sogar noch wettbewerbsfähiger als die ART auf einer einzigen Runde in Valencia. In der Tat war die PBM-Maschine über eine ganze Sekunde schneller als die 2012er-ART auf einer Runde. Es war gut, dass die PBM diesen Schritt nach vorne gemacht hatte. Die ganze Situation mit wechselnden Fahrern auf den Motorrädern sah von außen vielleicht komisch aus, aber es war ein kluger Schachzug vom Team.

Bedenkt man, was du im Jahr 2013 erlebt hast, was erwartest du für die neue Saison?

Es wird viel einfacher sein. Wenn wir mit dem PBM-Bike weitermachen, habe ich jetzt ein klares Bild davon, welche Änderungen wir für Sepang vornehmen müssen und zum Beispiel etwas mehr Leistung vom Aprilia-Motor herausholen können. Das Training über die gesamte Saison wird auch leichter sein. Die Dinge werden einfach viel reibungsloser ablaufen, und ich freue mich darauf. Ich werde zwischen den beiden Sepang-Tests in Malaysia bleiben, um zusätzlich zu trainieren.

Welche Ziele hat sich Michael Laverty für 2014 gesetzt?

Wir sollten mit dem PBM-Chassis und dem neuen Aprilia-Motor zurückkommen. Ich ziele auf konstante Punkte-Ergebnisse ab - ich denke, das ist ein realistisches Ziel.

Ich würde gerne sagen, dass Top-Ten-Platzierungen unser Ziel sind, aber das ist nicht realistisch, gerade jetzt. Ich denke, wir müssen die 'Open'-Hondas ins Visier nehmen und ich denke, Punkte zu erzielen, ist möglich. Das Team und ich waren letztes Jahr ziemlich frustriert, aber jetzt haben wir ein klareres Bild und klarere Ziele für die kommende Saison; wir wollen mehr Punkte auf dem Konto, oder wir riskieren, die Finanzierung für das Jahr 2015 zu verlieren.

Hast du dir viel für die Winterpause vorgenommen?

Ja, wir haben tatsächlich eine große Reise mit der Familie für das neue Jahr gebucht. (Bruder) Eugene steuerte eigentlich den größten Beitrag aus seinem End-of-Jahres-Bonus aus der World Superbikes bei, so dass die ganze Familie und ihre Partner sich auf eine Reise in ein Fünf-Sterne-Haus freuen können! Es wird also ein bisschen Zeit mit der Familie und Training werden. Danach gehen wir ein bisschen Skifahren und dann, bevor man sich versieht, sind wir im Februar wieder auf der Strecke in Malaysia!

 

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