Die Grand Prix Geschichte von Argentinien

Mittwoch, 23 April 2014

Nach 14 Jahren kehrt der Grand Prix von Argentinien wieder in den Kalender der Motorrad-Weltmeisterschaft zurück. MotoGP.com hat sich die Meilensteine des GP-Racings in Südamerika angeschaut.

1961 – Das Saisonfinale wurde in Buenos Aires ausgefahren. Es war das erste Mal überhaupt, dass ein Grand Prix außerhalb Europas stattfand. Nicht alle Top-Fahrer nahmen an diesem Rennen teil. Die 500er wurden vom Argentinier Jorge Kissling vor seinem Landsmann Juan Carlos Salatino gewonnen. Mit diesem Wochenende geht immer einher, dass WM-Topfavorit Ernst Degner aus der DDR das 125ccm-Rennen nicht aufnahm. Es gewann der Australier Tom Phillis - der damit Weltmeister wurde. Es wurde der erste WM-Titel für Honda in der Klasse bis 125ccm.

1962 – Einmal mehr fehlten die Top-GP-Piloten bei diesem Grand Prix. Die Argentinier gewannen bei den 500ern (Benedicto Caldarella vor Juan Carlos Salatino). Arthur Wheeler gewann im Alter von 46 Jahren das Rennen der 250er - der älteste Grand Prix Sieger bislang und der letzte der 45 GP-Siege von Moto Guzzi. Der Neuseeländer Hugh Anderson gewann auf Suzuki die Klassen bis 50ccm und 125ccm. Ernst Degner wurde im 50er-Rennen Zweiter und wurde damit Weltmeister - der erste überhaupt auf Suzuki.

1963 – Weltmeister Mike Hailwood fuhr zum ersten Mal in Argentinien. Auf seiner Werks-MV-Agusta dominierte er das Rennen und überrundete alle anderen Fahrer - den Sechstplatzierten sogar sechs Mal. Hugh Anderson gewann auf Suzuki die 50er-Klasse, Jim Redman gewann auf Honda die 125er und bei den 250ern holte Tarquinio Provini den letzten Morini-Sieg überhaupt.

1981/82 – Nach einer 17-jährigen Pause kehrte der Grand Prix Sport 1981 nach Argentinien zurück. Es wurde wieder in Buenos Aires gefahren. 1981 fanden die Klassen 125, 250 und 350 statt, gewonnen von Angel Nieto, Jean-Francois Balde und Jon Ekerold. 1982 kamen auch die 500er dazu, der Sieg ging an Kenny Roberts vor Barry Sheene und Freddie Spencer, der mit der neuen Dreizylinder-Zweitakt-Honda debütierte. Angel Nieto holte in der 125ccm-Klasse den ersten GP-Sieg für Garelli und Carlos Lavado gewann die 350er.

1987 – Nach einer neuerlichen Pause von vier Jahren wurde in Argentinien wieder das Finale ausgetragen. Es waren nur die Klassen bis 250ccm und 500ccm am Start, die Siege gingen jeweils an Sito Pons und Eddie Lawson.

1994-95, 98-99 – Vier Mal wurde in den 90ern ein Argentinien Grand Prix ausgetragen, durchsetzen konnte sich das Event allerdings nicht. 1994 holte Jorge Martinez den letzten seiner 37 GP-Siege - was auch der letzte Yamaha-Sieg in der 125ccm-Klasse wurde. Das wohl spannendste Rennen dieser Epoche fand 1998 in der 250er Klasse statt, als die Teamkollegen Loris Capirossi und Tetsuya Harada beim Finale in Argentinien nur durch zwei Punkte getrennt anreisten. Der Titel wurde in der letzten Kurve entschieden, als die beiden kollidierten, Harada stürzte und Capirossi Weltmeister wurde. 1999 wurde Emilio Alzamora Zweiter im 125ccm-Rennen und holte damit den Titel um nur einen Punkt vor Marco Melandri, der versucht hatte, das Rennen einzubremsen.

TAGS Argentina

Videos:

Alle Videos für dieses Event ansehen

Fotos:

Mehr News öffnen

Aktuelle News

  • MotoGP™
  • Moto2™
  • Moto3™
Werbung
Paddock Girls MotoGP VIP VILLAGE™