Beirer über Husqvarnas Identität und über die Zukunft von KTM

Mittwoch, 27 November 2013

Nach der jüngsten Ankündigung, dass Husqvarna in die Moto3™-WM einsteigt, sowie dem technisch erneuerten Angriff von Honda in der Meisterschaft, traf sich motogp.com mit KTM-Motorsportchef Pit Beirer, um die kommende Saison zu besprechen.

Im Gespräch über den WM-Einstieg von Husqvarna, auf deren Maschinen Danny Kent und Niklas Ajo im zweiten Team von Aki Ajo antreten werden, wies Beirer darauf hin, dass KTM sowie Husqvarna die Saison 2014 zwar von der gleichen Basis beginnen, sie dann aber sicherlich nicht den gleichen Weg folgen werden.

„Wir haben den gleichen Konzern, der Eigentümer der Marken [Pierer Industries] ist, aber als mittelfristiger Ausblick werden sie verschiedene Marken mit unterschiedlicher Entwicklung sein. Am Anfang müssen wir jedoch mit dem, was wir haben, starten. Ziel ist es, jeder Marke eine eigene Identität zu geben.”

„Wir werden im ersten Jahr wesentliche Änderungen [bei Husqvarna] sehen, aber die größte Veränderung, würde ich sagen, kommt zwischen Modelljahr eins und zwei. Die Moto3 hat einige strenge Regeln, vor allem im Hinblick auf den homologierten Motor, was bedeutet, dass wir nichts ändern können. Aber wir werden an den umliegenden Teilen arbeiten.”

Auf die Frage, ob er irgendeine Gefahr sieht, dass eine Husqvarna eine KTM in den Schatten stellen könne, sagte er: „Es existiert auf jeden Fall ein Risiko und es wird einen Kampf geben. Sie werden ein anderes Unternehmen sein, mit eigenem Marketing, etc. Das ist die Natur der Entwicklung. Husqvarna wird einen unabhängigen Weg gehen.”

Wenn man die Marke KTM ebenfalls berücksichtigt, dann wird es im nächsten Jahr in den Moto3™-Bestimmungen große Veränderungen geben. Es werden nur sechs Motoren pro Fahrer erlaubt sein, und die Motor-Zuweisung erfolgt nach dem Zufallsprinzip, um jegliche Bevorzugung mit der 'besten' Ausrüstung zu vermeiden. Beirer sieht dies als sehr positiven Schritt.

„Es ist eine sehr logische Anzahl an Motoren. Ich denke, dass alle Hersteller sehr vorbereitet sind. Wir waren schon Ende der Saison auf diesem Level. [Das zufällige Motor-Zuteilungsverfahren] Es ist das Beste, was Dorna und IRTA für KTM tun konnten. Wir hatten uns zuvor dazu mit Verträgen verpflichtet, und der Beweis war Viñales, der mit einer Kundenmaschine gewonnen hat. Diese Regel sorgt dafür, dass diese 'Diskussion' vorbei ist.”

Zur Entwicklung der KTM in dieser Saison sagte Beirer, dass es im dritten Jahr wahrscheinlich nur kleinere, aber wichtige Entwicklungen geben wird.

„Wir haben mit dem Stahl-Gitterrohrrahmen-Konzept und WP-Suspension ein Risiko auf uns genommen. Mit unserem Team und der Fertigung in Österreich waren wir in der Lage, sehr schnell zu reagieren, um das Chassis zu entwickeln. In diesem dritten Jahr wird es einige Änderungen im Detail geben, und wir werden das Motorrad haben, wie wir es wollen.”

„Die große Herausforderung ist die Vorbereitung für das Jahr 2015, wenn die Drehzahlgrenze von 13.500 U/min eingeführt wird. Das ist die größere Herausforderung, und wir müssen die Ingenieure an einen Tisch bekommen, um uns darauf vorzubereiten.”

Bezüglich der neuen Herausforderung, die KTM in der Moto3™-WM 2014 von Honda erwartet, sagte Beirer, dass er die Chance auf eine Verbesserung des Wettbewerbs begrüßt.

„Wir sind nicht besorgt. Wir waren überrascht, dass wir so dominiert haben, und wir waren nicht wirklich darauf vorbereitet. Es war von Anfang an war klar, dass wir gegen eine starke Honda kämpfen würden - und wir brauchen eine starke Honda in der Moto3! Vielleicht werden im nächsten Jahr engere und schönere Rennen zwischen den Marken zu sehen sein.”

 

 

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