Bridgestone’s Aoki mit dem Debriefing zur Dutch TT

Donnerstag, 3 Juli 2014

Shinji Aoki, Manager des Bridgestone Motorcycle Tyre Development Department, stellt hier ein paar Fakten zur Iveco Daily TT in Assen aus der Perspektive des Reifenherstellers zur Verfügung.

Die Veranstaltung in Assen war von sehr wechselnden Wetterbedingungen betroffen die in einem Flag-toFlag Rennen resultierten, welches von Marc Marquez vom Repsol Honda Team gewonnen wurde, vor Andrea Dovizioso auf Ducati und Dani Pedrosa auf der anderen Repsol Honda RC213V.

Schöne Bedingungen gaben den Auftakt zu einem immer schlechter werdenden Wetter, das in Regen zu Beginn des Rennen am Samstag endete. Alle außer zwei Starter bei der Dutch TT, Broc Parkes und Yonny Hernandez die auf Slicks starteten, gingen auf den weichen Regenreifen ins Rennen, aber nach einem Drittel des 26-Runden langen Rennens kamen alle an die Box und wechselten auf das Motorrad mit den Slicks.

Dazu Fragen und Antworten mit Shinji Aoki – Manager, Bridgestone Motorcycle Tyre Development Department.

Die Bedingungen für den Start des Rennens am letzten Samstag in Assen waren nass, aber die Strecke trocknete sehr schnell ab. Sind Sie damit zufrieden wie beide Reifen, die Slicks und die Regenreifen funktionierten ?

„Die Art der gemischten Bedingungen die wir hatten waren für die Fahrer wirklich schwer. Der Griplevel kann sich von Kurve zu Kurve verändern, daher benötigen die Fahrer Reifen die sehr schnell auf Temperatur kommen und einen sehr hohen Griplevel haben. Die Tatsache, dass wir während des Rennens fast keine Stürze hatten und die Fahrer in der Lage waren auf der abtrocknenden Strecke, mit doch noch ein paar nassen Flecken, eine hohe Pace zu gehen war sehr gut für uns. Der breite Temperaturbereich in der unser Slick und die Regenreifen arbeiten war einer der Schlüsselfaktoren der den Fahrern das Vertrauen gab schnell zu fahren.“

Während des dritten freien Trainings, als die Strecke noch etwas nass war, verließen manche Fahrer die Box mit Regenreifen nur um sofort wieder zurückzukommen ohne eine komplette Runde gefahren zu sein. Können Sie erklären was da los war ?

„Manche Fahrer mögen es einen Regenreifen anzufahren und deshalb fahren sie eine einzelne Runde damit um die Strecke nur für den Fall, dass sie den Reifen später im Regen einsetzen werden. Der Grund einen Reifen anzufahren ist nicht weil man eine Schicht oder so etwas ablösen möchte, wie manche Leute glauben; es ist mehr eine mentale Geschichte für die Fahrer, weil sie sich vielleicht mit einem angefahrenen Reifen sicherer fühlen als mit einem Brandneuen. Auch wenn es am Renntag nicht nach Regen aussieht fahren manche Fahrer während des Warmups einen Regenreifen an, da es ja vielleicht doch regnen könnte. Von der technischen Seite gesehen hat ein angefahrener Regenreifen im Bezug auf den Grip gegenüber einem Neuen keinen Vorteil, denn unsere Regenreifen haben das Maxiumum an Grip von Beginn an.“

Weder die Honda noch die Yamaha Fahrer probierten am Wochenende in Assen den harten Hinterrad Slick aus. War das wegen der Wetterbedingungen oder gab es einen anderen Grund ?

„Die Wetterbedingungen am Donnerstag in Assen waren für die harte Version des Hinterradslicks sehr gut geeignet, aber es war der erste Tag der Trainings, die Honda und Yamaha Fahrer bevorzugen da den Medium Slick um mehr Grip zu haben und eine Basis für das Setup zu finden. Das ist eine ganz normale Prozedur. Manche Fahrer hatten geplant den harten Hinterrad Slick am Freitag zu verwenden, aber das Wetter war um einiges kühler, wir hatten zeitweise Regen und solche Bedingungen, da war der Medium Slick die bessere Wahl. In jedem Fall, der Unterschied zwischen dem Medium und dem harten Slick den wir in Assen hatten ist sehr klein, wären die Asphalttemperaturen im Rennen an die vierzig Grad gekommen, hätten die Fahrer diese Option gezogen.“

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