Marquez beim Brünn-Test schnellster

Brno post-race test report
Montag, 18 August 2014

Nach dem spannenden Grand Prix der Tschechischen Republik am Sonntag, ging es am Montag für die MotoGP™-Cracks mit einem Testtag in Brünn weiter.

Der Testtag startete mit besserem Wetter als am gesamten Wochenende zuvor. Lediglich am späten Nachmittag zogen einige Wolken auf, die ab 15 Uhr für niedrigere Asphalttemperaturen sorgten.

Nachdem er am Sonntag seinen ersten Saisonsieg knapp verpasst hatte, führte Movistar Yamaha MotoGP Pilot Jorge Lorenzo die Wertung die meiste Zeit des Tages an. Am Ende wurde er Zweiter. Lorenzo und sein Teamkollege Valentino Rossi, der Fünfter wurde, konzentrierten sich auf ihre derzeitigen Motorräder, allerdings mit neuen Prototypen-Motoren. Außerdem experimentierten sie mit einem neuen Prototypen-Chassis, welches mit der aktuellen Verkleidung eingesetzt wurde. Beide Piloten musste sich in diese Maschine teilen. Rossi brach am Nachmittag nach einem Regenschauer gegen 16 Uhr den Testtag ab.

Das Repsol Honda Team eroberte mit Weltmeister Marc Marquez und Dani Pedrosa die Ränge eins und drei. Beide probierten neue Komponenten am 2014er Motorrad und fuhren mit einem Update der 2015er Variante. Marquez ging am Morgen als Erster auf die Strecke und fuhr mit dem 2014er Motorrad. In der letzten Stunde kam er auf eine Zeit von 1:55,411 Minuten und war damit schneller als auf seiner Pole-Runde am Samstag. Sieger Pedrosa wurde heute Dritter und konzentrierte sich auf neue Komponenten an der diesjährigen Maschine. Außerdem fuhren beide mit einer leicht geänderten 2015er Version, die sie nach dem Deutschland GP schon einmal hier getestet hatten.

Bekanntes Gesicht beim Test: Loris Capirossi, der bei Bridgestone als Safety Advisor arbeitet, probierte am Vormittag die Honda RCV1000R des Cardion AB Motoracing Teams, am Nachmittag fuhr er beide Varianten der Forward Yamaha von NGM Forward Racing.

„Ich hatte richtig Spaß – das war wie Weihnachten“, grinste Capirossi. „Es ist zwei Jahre her, dass ich zuletzt ein MotoGP-Motorrad gefahren bin. Heute bin ich wieder aufgesessen. Bei den Motorrädern wurden große Schritte gemacht. Ich war fast vier Sekunden hinter der Top-Pace, was nach zwei Jahren ohne fahren nicht so schlecht ist! Die MotoGP-Piloten haben sehr viel Glück, dass sie diese Motorräder fahren dürfen.“

Bei Cardion AB arbeitete man derweil an mehr Grip für Karel Abraham. Bei Forward probierte Aleix Espargaro verschiedene Setup-Lösungen der Elektronik. Dafür brachte Magneti Marelli ein Update für die Open-Software, welches vermutlich das letzte vor Valencia Anfang November bleiben wird.

Forward-Teamkollege Alex de Angelis freundete sich weiter mit seiner MotoGP-Maschine an, womit Moto2™-Pilot Dominique Aegerter nicht zu seinem Test kam, der bestätigt worden war, ehe de Angelis Colin Edwards ersetzte. Der Pilot aus San Marino braucht jetzt so viel Streckenzeit wie möglich.

Bei GO&FUN Honda Gresini arbeitete Alvaro Bautista mit den Fahrwerkstechnikern von Showa zusammen, um hinten mehr Grip zu finden. Teamkollege Scott Redding testete vorn eine neue Gabel und andere Einstellungen am Federbein. Außerdem bekam er Nissin-Bremsen für sein Open-Bike.

Bradley Smith stellte die schnellste Satelliten-Maschine und beendete seinen Testtag kurz nach 14 Uhr. Bis da hin hatte der Monster Yamaha Tech 3 Pilot am Setup gearbeitet. Auf den Rängen sechs und acht nahmen Smith und sein Teamkollege Pol Espargaro den Deutschen LCR Honda MotoGP Piloten Stefan Bradl ins Sandwich. Bautista und Pramac Racing Pilot Yonny Hernandez rundeten die Top Ten ab. Der Kolumbianer hatte das Rennen am Sonntag mit einem Plattfuß beenden müssen. Der Reifen wurde über Nacht beobachtet, verlor aber keine Luft und hatte keine offensichtlichen Schäden an der Karkasse. Sollte bis Ende des Tages keine Lösung gefunden worden sein, wird der Gummi ans Ducati-Werk nach Bologna geschickt, um die Felge kontrollieren zu lassen.

Drive M7 Aspar Pilot Leon Camier hatte einen Sturz wegzustecken. Der Engländer, der am Sonntag seinen ersten Punkt feierte, blieb unverletzt. Bei Avintia Racing saß der FIM CEV Repsol Superbike-Pilot Kenny Noyes im Sattel. Dessen Tag endete vorzeitig: Der Spanier stürzte.

Bremsenlieferant Brembo stellte den Teams einen Standard-Aluminium Sattel zum Probieren zur Verfügung, den die Yamaha-Factory Pilotn Lorenzo und Rossi erstmals probierten.

Die MotoGP™-Action geht am Freitag, 29. August, ab 09:55 Uhr (GMT+1) beim Hertz British Grand Prix in Silverstone weiter.

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