Broc Parkes über ein längeres Katar Abenteuer

Montag, 31 März 2014

Katar 2014 wird Broc Parkes für immer in Erinnerung bleiben. Vielleicht hat er von einer Art Materialschlacht im Grand Prix profitiert, aber trotz eines annullieren Fluges und merklichem Mangel an Schlaf, fuhr der PBM Fahrer am Sonntag direkt auf den 15. Platz…

Obwohl Parkes in der MotoGP™ ein neuer Name ist, denkt der Australier sicher auch zurück in einer Weltmeisterschaft. Sein erstes Erlebnis war auf einer 125er auf Phillip Island im Jahre 1999, leider mit viel zu wenig Speed kämpfend - jetzt macht man sich darüber lustig, nahezu 15 Jahre später.

Aber zurück ins Jahr 2014: Als wenn das Debüt in der MotoGP™ noch nicht genug wäre, der 32-jährige aus New South Wales war schon etwas frustriert bevor er selbst nach Doha zum Saisonauftakt kam.

„Zu allererst, der Streik der französischen Flugsicherung, „lacht Parkes. „Da ich in Andorra lebe, musste ich nach Barcelona zum Flughafen fahren und hatte daher eine sehr lange Reise über London Heathrow nach Doha. Wegen dem Streik war der Flug nach Heathrow gestrichen. Dann entdeckte ich, dass es von Barcelona einen direkten Flug nach Doha gab ! So wurde ich auf diesen gebucht, musste aber trotzdem vier oder fünf Stunden warten. Im Moment ist das Doha Wochenende sehr ermüdend; nicht nur weil es sich über vier Tage streckt, denn du kommst in der Dunkelheit ins Hotel zurück und gehst wieder hinaus wenn es ebenfalls wieder Dunkel ist.“

Verständlicherweise hatte PBM beim ersten Rennen keine spektakulären Ergebnisse erwartet. Während sich Parkes, einen Kampf mit seinem Teamkollegen Michael Laverty lieferte und Danilo Petrucci von IodaRacing die Ehre hatte das Ende des Feldes zu besetzen.

„Wir mussten am Sonntag schon eine Zeit lang zählen um zu sehen wo wir auf der Startaufstellung stehen, und vor wie vielen Fahrern ich ins Ziel kommen könnte beziehungsweise wie viele ausfallen müssten, damit ich Punkte holen kann,“ fährt er fort. „Es war ein sehr weiter Weg nach vorne! Natürlich haben wir es immer versucht und auch davon geträumt. Plötzlich sah ich an einem Punkt im Rennen auf meiner Boxentafel, dass ich 16. war und ich dachte mir, „Wow, wenn jetzt nur noch einer ausfällt haben wir einen Punkt!“ Aber die 16 stand das komplette Rennen über auf meiner Tafel…   nur einen Platz außerhalb der Punkte. Dann kam ich zurück in die Boxengasse. Birdy (Paul Bird, der Teambesitzer) umarmte mich in der Box und sagte „Du hast einen Punkt geholt!““

Tatsache war, das gesamte Team wusste nicht ob Parkes auf der 15. oder 16. Position lag. Dies kam durch ein Problem mit dem Transponder an Cal Crutchlow’s Ducati, was bedeutete, dass der Engländer auf dem Zeitenmonitor hoch und runter sprang auch wenn er die ganze Zeit in den Top Ten lag. Parkes Anhebung auf die 15. Position kam durch den Sturz von Bautista, der in der vorletzten Runde auf dem dritten Platz liegend stürzte.

„Mich freut es für meine Jungs,“ macht Parkes weiter. „es ist sehr cool wenn Du in deinem ersten GP einen Punkt einfährst - das bringt das gesamte Team nach vorne. Die Geschichte war nicht einfach und alles war etwas spät, weil wir die Motorräder sehr spät bekamen und dadurch das gesamte Programm Verspätung hatte. Die Jungs haben doppelte Schichten gearbeitet und alles fertig bekommen. Das war wirklich eine Erleichterung für das Team und wir haben jetzt die Saison mit einem positiven Erlebnis begonnen.“

Nachdem er am Sonntag auf Wolke sieben war, wurde Parkes relativ schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt als er Katar wieder verließ, mit weiterem Chaos auf dem Flughafen…

„Auf dem Rückweg hatte ich in Bahrain und dann in London jeweils einen Zwischenstopp, aber dann kam ich endlich wieder in Barcelona an…  allerdings ohne Gepäck! Die Fluggesellschaft meinte ich soll drei Stunden warten, dann würde ich meine Tasche bekommen. Ich sagte, „Auf keinen Fall“ ich konnte es nicht erwarten nachhause zu kommen und hatte ja noch dreieinhalb Stunden Fahrt zurück nach Andorra vor mir. Jetzt am Ende der Woche warte ich noch immer auf meine Tasche….“

Der WM-Punkt den PBM in Katar geholt hat, war der erste seit Yonny Hernandez letztes Jahr in Laguna Seca das Rennen auf dem 15. Platz beenden konnte. Übrigens, die vermisste Tasche von Broc Parkes fand dann am Samstagmittag doch noch den Weg ins Haus der Familie in Andorra.

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