Ducati erwägt noch immer Wechsel in Open

Ducati still pondering switch to Open
Montag, 10 Februar 2014

Eines der brennendsten Themen bei den MotoGP™-Tests in der letzten Woche war, ob Ducati all seine Motorräder in der Königsklasse 2014 unter den Open-Regularien einsetzen würde.

Dieses Jahr wird in der MotoGP™-Weltmeisterschaft die Open-Klasse eingeführt. Unter diesem Reglement treten Motorräder an, die die von Dorna Sports und Magneti Marelli bereitgestellte ECU inklusive Hard- und Software verwenden müssen. Die Einheits-Elektronik ist ab dieser Saison für das gesamte Feld bindend.

Dafür, dass sie sich mit dem Einsatz der Standard-Software einverstanden erklären, dürfen Open-Teams in einem Rennen 24 Liter Sprit verwenden, den Werkspiloten stehen nur noch 20 Liter zur Verfügung. Außerdem dürfen pro Open-Motorrad 12 Motoren pro Saison verwendet werden, die Werke haben nur deren fünf. Den wichtigsten Unterschied aber macht wohl aus, dass die Open-Teams in der Entwicklung der Motoren nicht beschränkt werden. Ducati dürfte damit während der Saison an ihren Aggregaten arbeiten. Die Italiener überlegen diesen Schritt, um endlich wieder den Sprung an die Spitze des Feldes zu schaffen.

„Wir sind hier mit einer GP13 und einer GP14 angereist“, erklärte der MotoGP Projektleiter des Ducati Teams, Paolo Ciabatti, in Sepang. „Diese Motorräder sind klar komplette Werks-Option. Gleichzeitig saß Yonny Hernandez auf einer Open GP13. Das haben wir so bekannt gegeben und das ist auch immer noch der Plan.“

„Natürlich ist die Option der Open-Klasse eine sehr interessante. Wir haben gesehen, dass Aleix Espargaro auf der FTR-Yamaha (NGM Mobile Forward Racing) extrem schnell war. Die Open ist also etwas, was man erwägen muss. Aber im Moment haben wir noch keine Entscheidung getroffen.“

Ende Februar steht der zweite Sepang-Test auf dem Programm. Ciabatti wurde die Frage gestellt, ob bis da hin eine Entscheidung zu Open-Motorrädern getroffen sein wird.

„Wir werden alle Informationen auswerten“, fuhr er fort. „Es ist ja nicht so, dass ich die Frage nicht beantworten möchte, aber es ist auch eines klar: Das Motorrad ist ein neues Motorrad. Natürlich sind einige Konzepte aus dem letzten Jahr übernommen worden, aber es war erst das erste Mal, dass unsere neuen Fahrer die GP14 gefahren sind. Wir haben viel positives Feedback gesammelt. Wir haben noch einige Bereiche, in den wir uns immens steigern müssen, aber Dovi (Andrea Dovizioso) liegt nur acht Zehntelsekunden hinter den besten Zeiten zurück und ich denke, dass das positiv ist.“

„Wir werden das noch evaluieren. Natürlich sammeln wir auch die Daten von Yonny Hernandez. Wir werden uns in den nächsten Wochen Gedanken machen und unsere Entscheidungen fällen.“

Derzeit stehen vier Ducatis im diesjährigen Startfeld. Andrea Dovizioso bekommt im Ducati Team in Cal Crutchlow einen neuen Teamkollegen. Bei Pramac Racing werden weiterhin Andrea Iannone und Yonny Hernandez am Start stehen.

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