Javier Alonso erklärt „Werk 2" Vorschlag

Freitag, 7 März 2014

Die FIM (Fédération Internationale de Motorcyclisme) und die Dorna haben der Grand Prix Kommission die Einführung der „Werk 2“ Regel in der Königsklasse der MotoGP™ vorgeschlagen. Diese solle neben den normalen „Werks“- und „Open“-Einschreibungen möglich werden.

Javier Alonso, der Managing Director im Event-Bereich der Dorna, hat die Philosophie hinter den „Werk 2“-Plänen, welche am 11. März in die Grand Prix Kommission eingebracht werden, erklärt.

Die Werks-Hondas und -Yamahas würden wie gehabt mit 20 Litern Sprit, fünf am Saisonbeginn verplombten Motoren und ohne einen extra-weichen Reifen auskommen müssen. Die Open-Maschinen bekämen weiterhin 24 Liter Sprit, zwölf unverplombte Motoren und eine weichere Reifen-Option. Hinzu käme die zusätzliche „Werk 2“ Klasse, wie Alonso erklärte.

„Dieser Vorschlag bezieht sich auf Hersteller, die in die Open-Klasse eingeschrieben sind und das Podest erreichen, ins besondere drei dritte Plätze, zwei zweite Plätze oder einen Sieg, jeweils bei trockenen Bedingungen. Sie würden in der Folge diverse Einschränkungen im Open-Bereich bekommen, so zum Beispiel weniger Sprit (von 24 auf 22,5) und weniger Motoren (von 12 auf 9)“, so Alonso, der Managing Director der Dorna und Mitglied der permanenten Rennleitung.

Weiterhin sagte er: „Wir haben uns die Test-Ergebnisse von Sepang angeschaut, gerade die, des zweiten Tests. Dort ist klar geworden, dass von den beiden durch Magneti Marelli entwickelten Software-Lösungen, die zweite ausgezeichnet funktioniert. Es gibt aber nur einen Hersteller, der diese Software nutzen möchte, und das ist Ducati. Dies bringt ihnen im Zusammenhang mit der Open-Klasse ein paar Vorteile. Darum mussten wir diesen Plan für die GP Kommission vorbereiten, um eine Balance zu finden, damit nicht ein Hersteller zu viele Vorteile bekommen kann.“

„Als Meisterschaft wollen wir allen die bestmögliche Technologie erlauben, inklusive der Software. Aber wenn wir mit den Privat-Teams sprechen wird auch klar, dass sie noch gar nicht in der Lage sind, die komplette Software zu nutzen. Ducati war letztes Jahr klar nicht auf dem Level wie Honda und Yamaha und was sie getan haben war eine Lösung im Reglement zu suchen, wie sie ihre Resultate verbessern können. Wir verstehen, dass sie mit diesen Änderungen näher an die anderen Hersteller herankommen können, aber wir wollen nicht, dass sie zu viele Vorteile haben. Es wäre unfair, wenn sie mit dieser ‚Mehr-Munition’ die anderen Hersteller schlagen würden. Wir denken, dass unser Angebot eine gute Lösung ist.“

Der Dorna-Manager bestätigte auch, dass diese Regeländerungen langfristig angelegt sein sollen, um ein größeres Spielfeld hinsichtlich der Technologie zu bieten. Das Ziel für die Saison 2016 im MotoGP™ sei es, alle als Open-Maschinen am Start zu haben.

„Die ECU- und Software-Entwicklung wird mit dem Ziel vorgenommen, dass alle schon bald die gleiche ECU nutzen, wie dieses Jahr, und dann aber auch die gleiche Software“, eklärte Alonso.

„Unsere Pflicht ist es sicher zu stellen, dass die bestmögliche Software entwickelt ist und dass die Hersteller mit ihren Bikes das bestmögliche aus ihr herausholen können. Tatsächlich bitten wir die Hersteller um Mithilfe bei der Software-Entwicklung.“

„Wir sagen ihnen: ‚Schaut, wir haben dieses Software-Stück und wenn ihr denkt, dass ihr es verbessern könnt und wir es dann einsetzen, wollen wir nur, dass es auch vom Rest des Feldes genutzt werden kann.’ Wann immer wir Verbesserungen finden, wollen wir die auch machen.“

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