Suppo reagiert auf Ducatis Open-Wechsel

Honda’s Suppo questions costs in Open class
Dienstag, 4 März 2014

Livio Suppo glaubt, dass die führenden Teams der MotoGP™ die neuen „Open“-Regeln der Königsklasse noch einmal analysieren müssen. Der Teamchef von Repsol Honda befürchtet, dass die Kosten schon bald auf ein Level steigen könnten, welches über dem ursprünglich angestrebten liegt.

Ab der Saison 2014 haben alle Teams in der MotoGP™-Klasse die Möglichkeit, entweder als „Werks-Team“ oder als „Open-Team“ anzutreten. In der Open-Klasse dürfen die Teams pro Fahrer nicht nur mehr Sprit verbrauchen, sondern auch während der Saison die Motoren weiterzuentwickeln. Das einzige Handcap kommt aus der Einheits-ECU inklusive Software, bereitgestellt von Dorna und Magneti Marelli.

Am letzten Freitag hat das Ducati Team offiziell bekannt gegeben, dass man dieses Jahr alle Werks-Maschinen unter dem Banner der Open-Klasse einsetzen wird. Der neue technische Leiter, Gigi Dall’Igna, erklärte, dass diese Entscheidung mit der Mehr-Freiheit bei der Motorentwicklung zusammenhängt. Im Rahmen des Reifentests von Phillip Island hat Livio Suppo, Teamchef bei der Werksmannschaft von Honda, seine Gedanken dazu kund getan.

„Was Honda angeht, ist unsere Position klar“, sagte Suppo am Montag. „Wir wissen, dass Ducati zurück liegt, also versuchen sie alles, um wieder voranzukommen. Sicher erlaubt ihnen die Open-Klasse während der Saison an den Motoren zu arbeiten. Das ist für sie wichtig, das verstehe ich. Auf der anderen Seite sind wir nicht glücklich damit, dass nur wenige Tage vor der Entscheidung von Ducati zum Wechsel in die Open eine neue Software von Magneti Marelli eingeführt wurde, die viel komplizierter als die der Open-Klasse ist. Ich denke, dass wir darüber sprechen müssen.“

„Unterm Strich wird die Open-Klasse nicht so billig, wenn ein Werksmotorrad mitfährt. Ich denke aber, dass das das Ziel dieser Reglung war: eine günstigere Klasse auf die Beine stellen. Ich denke, dass wir das überdenken müssen. Wir müssen - zusammen mit der MSMA und der Dorna - herausfinden ob allen klar ist, was das Ziel dieser Klasse war. Nach unserem Verständnis - und ich denke, dass das jeder so verstanden hat - sollte das eine Klasse werden, die günstiger als die Werksmotorräder ist. Jetzt, mit der Interpretation von Ducati, ist sie das nicht. Es kommt jetzt darauf an, dass wir uns zusammensetzen und schauen, was wir in Zukunft wollen.“

Da sich Ducati für 2014 jetzt für den Einsatz in der Open-Klasse entschieden hat, ist die Zahl der Werks-Piloten auf acht geschrumpft: Das Repsol Honda Team mit Marc Marquez und Dani Pedrosa, Yamaha Factory Racing mit Jorge Lorenzo und Valentino Rossi, GO&FUN Honda Gresini mit Alvaro Bautista, LCR Honda MotoGP mit Stefan Bradl und Monster Yamaha Tech 3 mit Bradley Smith und Pol Espargaro.

TAGS 2014 Repsol Honda Team

Videos:

Alle Videos für dieses Event ansehen

Aktuelle News

  • MotoGP™
  • Moto2™
  • Moto3™
Werbung
Paddock Girls MotoGP VIP VILLAGE™