Der Japaner Mihara sichert sich den Sieg in Jerez 1 auf der Ziellinie

Japan’s Mihara snatches Jerez 1 victory on the line
Samstag, 3 Mai 2014

Soushi Mihara gewann das erste Rennen des Red Bull MotoGP Rookies Cup 2014 nach einem großartigen Fünfkampf um den Sieg und einem Windschatten-Run aus der letzten Kurve von dritter Position. Damit wurde Jorge Martín vor Manuel Pagliani Zweiter.

Der 14-jährige Japaner hatte sich einen Weg vom zwölften Startplatz in die Kampfgruppe um den Sieg erarbeitet. Der 17-jährige Italiener Pagliani führte lange Zeit, wechselte seine Position mit Martín, dem 16-jährigen Spanier, der das Rennen im letzten Jahr für sich entschied. Der 16-jährige Spanier Joan Mir und der 15-jährige Italiener Stefano Manzi sahen ebenso nach potentiellen Siegern aus, denn sie kämpften gleichsam in der Spitzengruppe und zogen den Verfolgern davon.

Vor dem Rennen sah Mihara nicht wie ein potentieller Sieger aus. "Ich hatte am Freitag keine so gute Qualifikation und startete nur aus der vierten Reihe", erklärte der Fahrer aus Kiryu-City. "Ich hatte aber einen guten Start und fühlte mich schnell ok. Ich hatte das Gefühl, dass ich aufholen und Brad Ray passieren könnte und das gab mir Mut. Dann schloss ich auf Darryn Binder auf und realisierte, dass das Bike richtig gut funktionierte und ich begann richtiges Vertrauen aufzubauen."

Mihara wurde im letzten Jahr Zwölfter, sein bestes Ergebnis fuhr er mit Platz fünf in Brünn ein. An der Spitze mitzukämpfen war also etwas Neues für ihn. "Ich konnte im Laufe des Rennens immer härter pushen. Ich habe mehr vom Bike verlangt und es reagierte. Heute war das Motorrad mein Freund und Runde für Runde konnte ich auf die Spitzengruppe aufschließen."

"Ich wusste, dass alles in der letzten Runde und in der letzten Kurve entschieden werden würde. Ich bin hinter Martín und Pagliani gefahren und war mir sicher, dass sie hart kämpfen würden. Also ließ ich mich nur ein Stückchen hinter sie zurückfallen und sobald sie sich gegenseitig angriffen, konnte ich den Windschatten nutzen und vorbeifahren", erklärte er.

"Das Bike hat heute perfekt funktioniert, also werden wir nichts anfassen und ich erwarte, morgen ein weiteres spannendes Rennen zu haben", schloss der verschwitzte Mihara ab, der seine zweite Cup-Saison als Gesamtführender fortsetzt.

Martín gab sich nach Platz zwei philosophisch: "Ich habe lange geführt und dachte, dass ich gewinnen könnte. Ich habe alles für den Sieg gegeben. Ich dachte, dass ich ihn in der Tasche hatte und dann kurz vor der Ziellinie war Soushi plötzlich da. Er hätte nicht da sein sollen, aber er war es."

"Der zweite Platz ist dennoch ok, aber morgen darf ich das nicht wieder zulassen. Das Bike war großartig, zu Beginn hat es aber ein wenig geslidet", erklärte er nach einem Rutscher in der ersten Runde, durch den er fast abgeflogen wäre. "Es war so heiß, aber es schien im Laufe des Rennens besser zu funktionieren", blickte Martín zurück, nachdem er seine persönliche Bestzeit in der vorletzten Runde zurückgelegt hatte.

Pagliani war vom dritten Rang nicht sonderlich begeistert. "Es ist ok, aber es hätte besser sein sollen. Ich habe gepusht und gepusht. Nur die letzten Kurve lief nicht richtig. Morgen wird es anders." Mir fuhr als Vierter über die Ziellinie und schaut ebenso nach vorn. "Das Rennen war ok. Ich war bis zur letzten Runde und der letzten Kurve glücklich. So läuft das im Rookies Cup: Es war so intensive und als ich versuchte, eine gute Linie und eine perfekte Kurvenausfahrt zu erwischen, wurde ich weit abgedrängt und die Chance aufs Podium war Geschichte."

"Das Bike war dennoch gut. Wir werden vielleicht die Hinterradaufhängung etwas weicher einstellen, denn das Motorrad rutschte viel hin und her und ich fand keine Traktion. Aber ich war glücklich, gegen diese Jungs zu fahren und wäre es auch, wenn uns morgen das Gleiche gelingt", schloss Mir ab.

Alles hätte anders laufen können, wenn der 14-jährige Spanier Oscar Gutierrez in seinem allerersten Rookies Cup rennen keinen Fehler gemacht hätte, denn er führte das Feld in der zweiten Runde mit über einer Sekunde Vorsprung an. "Es lag an mir, ich habe es versaut, ich habe zu hart gepusht. Ich war an der Spitze glücklich, war nicht nervös und habe es genossen. Ich wollte unbedingt von den anderen wegfahren und pushte zu hart. Es war ein ziemlich heftiger Sturz, aber ich bin ok. Es gibt kein Problem für das Rennen morgen."

Darryn Binder war ein weiterer Pilot mit gutem Tempo. Er beendete das Rennen als Sechster, konnte sich aber mit einem neuen Rundenrekord trösten. "Beim Start war es ok und ich konnte an die Spitzengruppe heranfahren, aber nicht an ihnen dranbleiben. Ich habe einige kleine Fehler gemacht und als ich den Anschluss verlor, gab es wirklich keine Chance mehr, wieder an sie heranzufahren. Wir werden am Bike nichts ändern. Ich weiß, dass ich im zweiten Rennen einfach an sie heranfahren und an ihnen dranbleiben muss", ergänzte der 16-jährige Südafrikaner.

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