Mariñelarena: Zurück ins Leben, zurück zum Traum

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Mittwoch, 16 April 2014

Alex Mariñelarena erholt sich in Spanien weiterhin von den Verletzungen, die er sich bei seinem schweren Unfall bei Tests in Paul Ricard zugezogen hatte. Damals wurde er in ein künstliches Koma gelegt, jetzt kämpft er sich in seiner Heimat Navarra Schritt für Schritt zurück ins Leben. Der 21-Jährige sprach mit motogp.com über seine Genesungsfortschritte.

Ziel von Alex Mariñelarena ist es, wieder in den Sattel eines Motorrades zu steigen und wieder Rennen zu fahren. Dafür steht derzeit aber noch kein Datum in Aussicht. Im Moment liegt das Hauptaugenmerk darauf, nach dem Unfall, den das ganze MotoGP™-Fahrerlager schockiert hat, wieder fit zu werden.

„Ich bin eines Tages einfach in einem Krankenhaus in Frankreich (das Saint-Anne Hospital in Toulon) aufgewacht und meine Mutter war bei mir“, erinnert sich Mariñelarena heute. „Sie fragte mich, ob sich alles in Ordnung anfühlt. Alles, an das ich mich erinnern kann, ist, dass ich am 26. Februar zu Hause weg bin. Ich kann mich an den Unfall nicht erinnern, ich kann mich an gar nichts an den beiden Tagen vor dem Unfall erinnern und an nichts in den 16 oder 17 Tagen danach. Ich erinnere mich an überhaupt nichts.“

„Als ich aufwachte sah ich, dass mein Arm nicht sonderlich gut aussah. Ich wusste also, dass ich einen Unfall gehabt haben musste, aber ich dachte, dass das ein oder zwei Tage zuvor passiert wäre. Als sie mir sagten, dass das 20 Tage her sei, hat mich das schwer getroffen. ‚War es wirklich so schlimm?’ habe ich gefragt. Sie haben natürlich versucht, mir alles zu erklären und es kamen viele Ärzte zu mir. Dann habe ich angefangen zu realisieren, was passiert war und dass es für mich gar nicht annähernd so schlimm war, wie für meine Familie und die Jungs im Team.“

Als es sein Zustand zuließ, wurde Mariñelarena in die Clinica de Navarra zu Hause nach Spanien verlegt. Dort erfuhr er auch von den verschiedenen Verletzungen am Kopf, der Schulter und den Brüchen im rechten Fuß.

„Das stimmt“, fuhr er fort. „Als ich den Unfall hatte, hatten alle besonders Sorge wegen der Kopfverletzungen. Der Aufschlag war so stark, dass ich bewusstlos wurde. Die Kopfverletzungen waren bei weitem die besorgniserregendsten. Seit ich zu Hause bin, konnte ich mich erholen und weiter ausspannen und ich habe ein Reha-Programm zu absolvieren. Wir arbeiten gerade im Thema Balance sehr hart. Ich nutze auch Maschinen, die beim Zusammenwachsen der Knochen helfen sollen. Ich mache Schulterübungen, um mehr Bewegung rein zu bekommen.“

„Es war toll, dass mit Fahrer aus allen drei Klassen der Weltmeisterschaft Nachrichten geschickt haben und ich möchte allen Danken, die via Facebook und Twitter mit mir in Verbindung getreten sind. Ich liebe es Nachrichten von Leuten zu bekommen, die ich eigentlich gar nicht kenne - das hat mir vieles leichter gemacht.“

Die Erholungsphase mag noch ein langer und nervenaufreibender Prozess werden, aber das Ziel ist klar.

„Von dem Moment an, als ich zum ersten Mal aus dem Bett durfte, hatte ich nur ein Ziel vor Augen“, fasste Mariñelarena zusammen. „Motorräder sind das Ziel. In der Weltmeisterschaft zu fahren, war immer mein Traum. Ich habe diesen Traum gelebt, aber aufgrund der Umstände musste ich damit aufhören. Wie dem auch sei, ich sehe das als ein Zeichen auf dem Weg, den ich gegangen bin, und ich möchte wieder normal weiter machen können. Ich hoffe, dass ich eines Tages zurück sein kann.“

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