Márquez spricht mit Indianapolis-PR-Team über seine Titel-Saison

Mittwoch, 13 November 2013

In einem ausführlichen Interview mit den Organisatoren des Red Bull Indianapolis Grand Prix in dieser Woche, ließ der neue MotoGP-Weltmeister Marc Márquez seine sensationelle Saison 2013 noch einmal Revue passieren.

Der Repsol Honda-Fahrer gewann den MotoGP™-Titel 2013, nachdem er am Sonntag in Valencia den dritten Platz belegte. Damit wurde er der jüngste Weltmeister aller Zeiten in der Königsklasse.

Trotz einem anstrengenden Testplan in dieser Woche, fand der erste Rookie, der seit der amerikanischen Legende Kenny Roberts im Jahr 1978 den Titel der Königsklasse gewann, Zeit für ein längeres Interview mit dem PR-Team des Indianapolis Motor Speedways.

War der Gewinn der Weltmeisterschaft dein Ziel für diese Saison? War es das, was du geplant hattest oder war das eine Überraschung?

Mein Ziel war es, zu versuchen, nicht nur in Katar zu gewinnen. Ich habe immer die Einstellung, für Podiumsplätze und für Siege zu kämpfen. Aber ich hatte nicht erwartet, konstant an der Spitze zu sein, um die Meisterschaft zu kämpfen und sie am Ende zu gewinnen. Aber ich habe von Anfang an mit dem Bike Rekorde gebrochen, und das war das Wichtigste.

Denkst du, dass die Möglichkeit, als ein Rookie von Anfang an im Werks-Honda-Team zu sein, den Unterschied machte? Hättest du mit LCR Honda oder Gresini Honda dasselbe erreichen können?

Das ist schwer zu sagen, denn das kann man nicht wissen. Ich habe ihr Motorrad nicht getestet, und ich kenne das Level nicht. Es stimmt, dass ihre neuen Updates ein bisschen später kommen. Aber klar, hier im Honda-Werksteam zu sein, hat mir eine ganze Menge geholfen.

Wir alle wissen, dass die RC213V ein großartiges Motorrad ist. Gibt es etwas, was man deiner Meinung nach an dem Bike noch verbessern könnte?

Wir können viele, viele Dinge verbessern, vor allem in der Mitte der Kurve, wie zum Beispiel den Kantengrip. Im Kurvenausgang könnte man auch die Traktion verbessern, auch ein wenig die Stabilität. Aber, ja, das Paket war ziemlich gut, und ich fühle mich gut auf dem Motorrad.

Wann hast du festgestellt, dass du tatsächlich eine Chance für den Titel-Gewinn hast?

Vielleicht hatte ich begonnen, es nach Brünn ein wenig zu realisieren. Und dann in Silverstone, auch wenn ich die Verletzung hatte. Aber ich fing an, es zu begreifen, weil Dani (Pedrosa) hundert Prozent fit war und ich trotzdem mit ihnen kämpfen und das Rennen gewinnen konnte.

Wen siehst du 2014 als deine größte Bedrohung an, und welche Fahrer siehst du in Zukunft aufsteigen, wie deinen Bruder Alex in der Moto3? Wer wird deiner Meinung nach in der Zukunft eine große Chance haben?

2014 wird ein wenig anders werden, da sie die Regeln geändert haben und es wird wichtig sein, das Bike diesen Regeln anzupassen. Aber auf jeden Fall, denke ich, dass Jorge (Lorenzo) stark sein wird. Dani (Pedrosa) wird auch stark sein. Wir werden auch abwarten müssen, wie sich Espargaró schlägt, ich glaube, er kann einen guten Job machen. Die jungen Talente kommen und in der Moto3 besonders. Vielleicht hat mein Bruder erstmals die Chance, für eine Meisterschaft zu kämpfen. Aber natürlich braucht er mehr Erfahrung, aber trotzdem, er macht einen sehr guten Job.

Du weißt, dass dein Markenzeichen in diesem Jahr war, sehr aggressiv zu sein und immer ans Limit zu gehen, auch in den Trainings. Im letzten Rennen warst du eventuell ein wenig vorsichtiger als bisher. Aber glaubst du, dass du im nächsten Jahr auf diese Weise weiter machen wirst?

Ich werde in der Kategorie mehr Erfahrung haben, und ich werde auch versuchen, die Dinge mit weniger Druck anzugehen. Aber wenn ich das Limit finden will, muss ich es im Training finden, denn später im Rennen willst du es nicht mehr ausprobieren, wo die Grenze ist. Ich werde versuchen, mich zu verbessern. Am Ende ist es mein Stil. Aber ich werde versuchen, ein wenig konstanter auf den Linien zu sein, meine Erfahrung von diesem Jahr zu nutzen und weniger Druck zu haben.

Ich glaube nicht, dass deine Konkurrenten erwartet hatten, dass du 2013 so wettbewerbsfähig und so schnell sein könntest. Hast du für die nächste Saison deinen Überraschungseffekt verloren?

Ja, sicher. Ich glaube, niemand hatte das erwartet. Ich hatte auch nicht erwartet, von Anfang an so wettbewerbsfähig zu sein. Der Druck wird höher. Es wird also schwieriger. Aber sicher werden Jorge und Dani ein Auge auf mich haben, aber ich werde sie auch beobachten.

Du bist 20 Jahre alt. Du bist der Weltmeister. Was denkst du, wird sich in deinem Leben ändern und wie willst du versuchen, auf dem Boden zu bleiben?

Das ist natürlich schwierig, aber wissen Sie, ich versuche, die gleiche Person, der gleiche Marc zu bleiben. Ich habe alle meine Leute, meine Familie, mein Team um mich herum. Ich habe ihnen gesagt, wenn ich mich ein wenig ändern sollte, dass sie mir sagen können 'Hey, Marc, das ist nicht der richtige Weg.' Und es ist gut, wenn die Menschen um dich herum auch das Selbstvertrauen haben, so etwas zu dir zu sagen, damit man nicht abhebt.

 

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