Interview: Di Meglio ist bereit für die MotoGP™

Donnerstag, 21 November 2013

Mike di Meglio kommt seinem MotoGP™-Debüt im Jahr 2014 immer näher. Nach den Tests in Valencia und Aragón gehen die Verhandlungen mit Avintia Blusens in die letzte Runde.

Di Meglios Weg auf den Sitz der FTR-Kawasaki war ein langer und steiniger, nicht zuletzt nachdem er 2013 als damaliger Moto2™-Fahrer für die meiste Zeit der zweiten Saison-Hälfte nach einer Kollision in Brünn mit mehreren Mitkonkurrenten außer Gefecht gesetzt war. Der Fahrer aus Toulouse und 125-ccm-Titelträger von 2008 fühlt sich jetzt mehr als bereit, den entscheidenden Schritt in die MotoGP™-Kategorie zu machen.

Mike, letzte Woche warst du zum ersten Mal nach drei Monaten wieder auf der Rennstrecke zugange. Wie war deine Erholungsphase und wie schätzt du deinen körperlichen Zustand ein?

Ich hatte keine wirklichen Probleme mit meinen Verletzungen. Ich musste vorsichtig sein, um nicht zu stürzen, aber jetzt ist alles in Ordnung. Der Test war hart, körperlich, denn es war vor drei Monaten, seit ich das letzte Mal auf einem Motorrad saß, weil ich mir so viel Ruhe gegönnt habe wie möglich. Darum war es schwer, vor allem in Valencia, weil es eine kurvenreiche und körperlich anspruchsvolle Strecke ist. Am Anfang war ich nicht in der Lage, mehr als drei oder vier Runden zu fahren.

Was ist mit den Tests selbst?

Valencia war kompliziert und das Ergebnis zeigte deutlich, was hinter mir liegt. Es war eine Weile her, seit ich zuletzt gefahren bin und ich war physisch überhaupt nicht vorbereitet. Daher war ich weit hinter den Jungs an der Spitze und es war schwierig, die Dinge zu bewerten, wenn man nur solche kurzen Sprints macht.

Dann kamen wir nach Aragón und dort war es viel besser. Ich war konstanter, konnte die Strecke besser verstehen lernen und anfangen, mich wirklich an das MotoGP™-Bike anzupassen. Das half, um einige Fortschritte zu machen, und darüber freue ich mich. Ich glaube, ich könnte noch viel besser sein, aber das Problem ist, dass ich körperlich etwas eingeschränkt bin. Nächste Woche (Mittwoch, 27. bis Freitag, 29.) werden wir in Jerez weitere Tests absolvieren, und ich werde in besserer Form sein, aber noch nicht zu 100%. Der Schlüssel ist, über den Winter ein gutes Trainings-Programm zu haben, um meine Fitness zurückzuerlangen.

Was hältst du von der FTR-Kawasaki?

Ich finde sie wirklich gut. Ich habe sie im vergangenen Jahr in Brünn getestet und sie hat sich seitdem weiterentwickelt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gefühl, das ich damit hatte.

Wie laufen die Verhandlungen mit dem Team?

Wir sprechen über die Details und es könnte sein, dass wir nächste Woche etwas zum Unterzeichnen haben.

Dies wäre dein erstes Jahr in der MotoGP™. Wie gehst du die Herausforderung an?

Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die wir im Laufe der vier Testtage getan haben. Ich bin wirklich dankbar, solch eine großartige Struktur hinter mir zu haben - ein sehr professionelles Team - und für all die harte Arbeit, die geleistet wurde. Wir werden bald sehen, wie das neue Chassis ist. Ich werde in diesem Winter einige Tests machen können und wir werden versuchen, es so gut wie es geht weiterzuentwickeln, damit ich im Laufe der Saison näher zu meinem Teamkollegen (Hector Barbera) und zu den anderen Fahrer, die vor uns starten, aufholen kann. Ich muss auch abwarten, wie sich das Motorrad im Vergleich zu den anderen verhält. Zu allererst wird es, denke ich, mehr ein Wettbewerb mit mir selbst sein, um so weit wie möglich zu kommen, bevor ich mich auf andere konzentriere.

 

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