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6 Tage vor
By Marca

Espargaros Freudentränen, Zukunftspläne und 2020-Träume

Nach dem ersten Test auf der neuen Aprilia stand Aleix Espargaro in einem offenen und ehrlichen Interview Rede und Antwort

Nachdem Aleix Espargaro in Sepang einen ersten Eindruck von der neuen RS-GP 20 bekommen hatte, gab Fausto Gresini, Teammanager des Aprilia Racing Team, zu, dass Aleix Freudentränen vergoss. Ein klarer Hinweis auf die bemerkenswerten Fortschritte, die Aprilia im Winter gemacht hat. Der Spanier beendete den ersten offiziellen Test des Jahres 2020 nur drei Zehntel hinter der Spitze auf dem neunten Platz, war aber auch beeindruckt vom Tempo seiner Rennsimulation.

Der inzwischen 30-Jährige gab in einem ausführlichen Interview mit der spanischen Zeitung Marca zu, dass er vor dem Test mit der 2020er-Maschine von Aprilia nach drei anstrengenden und fruchtlosen Jahren in dem italienischen Werk in den Ruhestand gehen wollte. Es scheint jedoch, dass das 2020er-Motorrad seine Leidenschaft und seinen Antrieb wiederbelebt hat und sagt, dass „eine riesige Revolution“ ihn auf „ein paar wettbewerbsfähige Jahre“ blicken lässt.

"Ich kann mich nicht beschweren", sagte Espargaro. „Die Dinge haben sich sehr verändert. Ich bin sehr zufrieden damit, wie sich das Motorrad verändert hat und wie wir angefangen haben. Ich wollte auf eine Revolution warten, einen Schritt nach vorne, aber keinen großen. Es ist wahr, dass das Motorrad jung und unausgereift ist. Das Maß an Zuverlässigkeit müssen wir verbessern, aber das Niveau und die Wettbewerbsfähigkeit haben einen sehr großen Schritt nach vorn gemacht."

"Man muss [die Testergebnisse] mit Nachsicht beatrachten. Es ist nur ein Test, wir müssen auf eine andere Strecke gehen und sehen, wie das Motorrad dort funktioniert. Was zählt, sind am Ende die Rennsonntage, aber es stimmt uns erst einmal positiv.  Wir sind drei Zehntel vom schnellsten Quartararo entfernt, und auf Simulationsebene waren wir im Rhythmus am wettbewerbsfähigsten. Wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben, aber es macht Freude und gibt uns viel Motivation."

Aleix Espargaro zeigt, dass die Aprilia 2020 rennbereit ist

"Das Wort 'Sieg' ist sehr kompliziert und sehr groß. Und noch mehr, wenn man bedenkt, wie stark die MotoGP heute ist. Aber es lädt zum Träumen ein. Ja, ich denke, wir werden dem Kampf um das Podium näher kommen. Im Rennsport ist Zuverlässigkeit sehr wichtig, keine Probleme wie in der Vergangenheit zu haben."

"Ich musste über den Ruhestand nachdenken und denke immer noch darüber nach. Ich bin 30 Jahre alt, ich bin noch jung, aber ich habe andere Ziele im Kopf. Ich habe eine Familie, mit der ich wirklich mehr Zeit verbringen möchte. Aprilia und ich habem fast vier Jahre lang viel zusammen gelitten, ohne irgendwelche Veränderungen zu sehen. Ich habe darüber nachgedacht, wie es wäre ein wettbewerbsfähiges Motorrad zu haben, bevor ich in den Ruhestand gehe, daher wollte ich abwarten, wie das 2020er Motorrad funktioniert, ob es endlich die langersehnte Revolution bei Aprilia gegeben hat. Ich denke, sie haben meine Wünsche erfüllt, deshalb würde ich gerne noch ein paar Jahre fahren und wenn es mit Aprilia ist, umso besser, nach allem, was wir zusammen durchgemacht haben.“

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