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24 Tage vor
By motogp.com

MotoGP™ – Wen sollte man im Auge behalten?

Wir werfen einen Blick auf die Fahrer der Königsklasse, die in der zweiten Hälfte der Saison 2021 für eine Überraschung sorgen könnten...

Tags MotoGP, 2021

Nach neun pulsierenden Grands Prix zum Start 2021 legen die Protagonisten der MotoGP™ Weltmeisterschaft eine wohlverdiente Pause ein, bis es auf dem Red Bull Ring Anfang August mit einem Doppelrennen in die zweite Saisonhälfte geht. Es ist nun an der Zeit, einige der Fahrer unter die Lupe zu nehmen, die nach einem schwierigen Start in die Saison aus dem einen oder anderen Grund das Überraschungspaket der zweiten Saisonhälfte sein könnten...

Ungesehene Schlachten des Sachsenring & Assen Grand Prix

Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini) - WM-Achter, 61 Punkte:

Der Spanier erlebte, wie seine harte Arbeit und sein Engagement endlich zu einigen wichtigen Ergebnissen für Aprilia führten. Dank des unbestreitbaren Qualitätssprungs durch die neue und verbesserte RS-GP, brillierte der Spanier in nahezu allen Rennen der ersten Saisonhälfte. Gleich beim Qatar-Test machte die Noale-Fabrik auf sich aufmerksam und so wurden sie plötzlich als ernsthafte Anwärter auf Top-5 und sogar Podiumsplätze gehandelt. Der Speed von Espargaro war bisher sensationell, nur in Le Mans verpasste er einen Platz im Q2. In Mugello startete er als Vierter ins Rennen und in Deutschland qualifizierte er sich als sogar als Dritter – Das erste Mal seit Jeremy McWilliams beim GP von Australien 2000, dass eine Aprilia in der Königsklasse in der ersten Startreihe stand. Damit errang der ältere Espargaro-Bruder das beste Qualifying-Ergebis des aus Noale stammenden Werks in der MotoGP™-Ära.

Espargaro: "Es ist das konkurrenzfähigste Bike aller Zeiten"

In den ersten neun Rennen kassierte der Spanier sechs Top-Acht-Platzierungen. Die Top-5 ist näher denn je und so blickt Aleix optimistisch auf die zweite Hälfte des Jahres 2021 und wartet im Grunde nur darauf, auf günstigen Strecken wie dem MotorLand Aragon endlich richtig glänzen zu dürfen.... Sei also nicht überrascht, wenn Aleix Espargaro plötzlich um sein erstes Podium in der MotoGP™ kämpft....

Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing) - WM-Neunter, 60 Punkte:

Nachdem er sich 2020 mit Leistungen wie seinem Triumph in Brünn als 'Rookie of the Year' etabliert hatte, erlebte der Südafrikaner Anfang 2021 einen eher mäßigen Saisonauftakt. Es brauchte offensichtlich einige Zeit, die Leistung und das volle Potenzial der RC16 herauszulocken. Erst in Mugello gelang es Binder und KTM wieder Fuß zu fassen, nicht zuletzt dank der technischen Verbesserungen in entscheidenden Bereichen wie dem Fahrwerk. Binders Team-Kollege Miguel Oliveira ist seitdem wie ausgewechselt und mischt ganz vorn mit. wodurch der Südafrikaner nun in die Fußstapfen des Portugiesen treten muss, um den teaminternen Anschluss zu halten.

Binder begeistert von der Entwicklung seines Rennens

Der erste Podestplatz des Jahres für den Fahrer mit der Nummer 33 ist sicherlich nur eine Frage der Zeit. In diesem Jahr haben wir Binder bereits mehr als einmal unter Beweis stellen sehen, dass er der "Mr. Sunday" der Königsklasse ist. Auf dem Sachsenring, einer Strecke, die er zuvor noch nie auf einer MotoGP™-Maschine befahren ist, kämpfte er sich vom 13. auf den 4. Platz vor. Es bleibt nur eine Frage: Was kann Binder in einem Rennen reißen, bei dem er sich vorher gut qualifizieren kann? Der Red Bull Ring könnte die erste große Chance für den ehemaligen Moto3™-Weltmeister bieten, sei also nicht schockiert, wenn wir Anfang August an beiden Rennsonntagen orange sehen...

Pol Espargaro (Repsol Honda Team) - WM-Zwölfter, 41 Punkte:

Das erste Jahr von Polyccio bei Repsol Honda läuft nicht gerade sehr rosig. Es kommen einfach nicht die Ergebnisse, auf die er gehofft hätte. Sein bisher bestes Ergebnis war der 8. Platz in Qatar und Le Mans, eine Position, von der wir sicher sind, dass selbst er zugeben wird, dass sie unter den Erwartungen eines Spitzenfahrers liegt.  Alles deutete darauf hin, dass sein Fahrstil perfekt mit den Anforderungen der RC213V harmonieren würde, doch letztlich verlief die Anpassung langsamer als erwartet...

Doch sowohl bei HRC als auch bei Pol selbst gibt es Grund zum Optimismus. Auf technischer Ebene sucht Honda weiter nach Lösungen und hat nach einem mühsamen Barcelona-Test bereits einige Schritte in die richtige Richtung gemacht. Gleichzeitig sollen die Fortschritte, die Marc Marquez seit seiner Rückkehr gemacht hat, Ansporn für die Nummer 44 sein und eine unschätzbare Hilfe, um das perfekte Setup für seine Maschine zu wählen. Nachdem Pol in der vergangenen Saison mit KTM auf dem Red Bull Ring, Misano und Valencia (2) auf dem Podium stand, kehrt er nun in für ihn erfolgreiche Jagdgefilde zurück, in der Hoffnung, endlich mit HRC gleiche Erfolge feiern zu können.

Morbidellis bisherige Saison 2021 war eindeutig von mehr Pech als Glück geprägt. Nach einem sehr verhaltenem Doppelrennen in Qatar schien der aktuelle Vizeweltmeister der MotoGP™ -Weltmeisterschaft mit dem 4. Platz in Portimao und einem Podiumsplatz in Jerez das Niveau des letzten Jahres langsam wiederzuerlangen. Von da an haben ihn jedoch eine ganze Reihe unglücklicher Umstände, sowie das mangelnde Potenzial seiner 2019er M1 und vor allem eine schlimmer werdende Knieverletzung, daran gehindert, Punkte zu holen. Die einzige Ausnahme bildet dabei der GP von Katalonien...

Morbidellis bisherige Saison 2021 war eindeutig von mehr Pech als Glück geprägt. Nach einem sehr verhaltenem Doppelrennen in Qatar schien der aktuelle Vizeweltmeister der MotoGP™ -Weltmeisterschaft mit dem 4. Platz in Portimao und einem Podiumsplatz in Jerez das Niveau des letzten Jahres langsam wiederzuerlangen. Von da an haben ihn jedoch eine ganze Reihe unglücklicher Umstände, sowie das mangelnde Potenzial seiner 2019er M1 und vor allem eine schlimmer werdende Knieverletzung, daran gehindert, Punkte zu holen. Die einzige Ausnahme bildet dabei der GP von Katalonien...

Nach einem Sturz beim Training wenige Tage vor der Assen TT musste sich der Italiener schließlich einer Operation unterziehen. Er wird hart arbeiten müssen, um auf dem Red Bull Ring halbwegs fit zu sein, aber wir fragen uns unterdessen, welchen Morbidelli wir erwarten können? Der Italiener ist sicherlich in der Favoritenrolle für den verbleibenden Yamaha-Werkssitz, nachdem Viñales seine Trennung vom Werksteam bekannt gegeben hat. Wir "Franky" schon bald neben seinem ehemaligen Petronas SRT-Kollegen Fabio Quartararo an den Start gehen? Er wird sich in den kommenden Wochen besonders auf Misano, Aragon und Valencia freuen, denn das sind allesamt Strecken, auf denen er letztes Jahr den Sieg erringen konnte. Sicherlich wird Franco bei seiner Rückkehr sein Bestes geben, um das Leistungsdefizit, mit dem er 2021 konfrontiert ist, zu überwinden.

Wie hat Morbidelli seine alte Yamaha auf's Podium gebracht?

Alex Rins (Team Suzuki Ecstar) - WM-Vierzehnter, 33 Punkte:

Nachdem er 2020 viele kostspielige Stürze erlitten hatte, galt es eigentlich von Beginn der neuen Saison an, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Er wollte beweisen, dass auch er um den Titel kämpfen kann, doch bisher machte Rins eher mit viel Pech und Fehlern auf sich aufmerksam. Während sein Teamkollege Joan Mir allein von seiner Konstanz profitiert, hat Rins mit seiner GSX-RR mehrfach schon ein unglaubliches Tempo gezeigt und sich mit den Besten gemessen, wurde aber durch verschiedene Stürze schwer bestraft. Nach zwei starken Ergebnissen an den Eröffnungswochenenden der Saison war Rins' Titelkampf beendet, bevor sie überhaupt begann. Eine Reihe Nuller schienen schon das größte Übel zu sein, dem sich der Spanier gegenüber sah, doch um noch mehr Salz in die Wunden zu streuen, stürzte er am Donnerstag vor dem BarcelonaGP beim Fahrradfahren und verletzte sich so schwer, dass er sogar operiert werden musste. Die Sommerpause kam für Rins daher wie gerufen. 

Vielleicht ist er kein Anwärter auf die Meisterschaft, aber er wird zweifellos eine wichtige Rolle in der letzten Phase der Saison spielen. 2020 gewann er in Aragon, holte ein Podium beim GP von Teruel, bevor er auch in Valencia auf das Podium stieg. Wenn Rins die entscheidenden Momente in einem Rennen besser bewältigen kann, wird er den Fahrern, die um den Titel kämpfen, Punkte wegnehmen können und, was noch wichtiger ist, er wird die Chance haben, zum seinen dritten MotoGP™-Sieg zu kämpfen.

Rins vergräbt weitere Podiumschance im Kies von Le Mans

Jorge Martín (Pramac Racing) - WM-Achtzehnter, 23 Punkte:

Obwohl er den Leistungen von Enea Bastianini in nichts nachsteht, ist Martin der klare Kandidat für den 'Rookie of the Year' - Titel. Der Aufstieg des aus Madrid stammenden Fahrers in die Königsklasse war weltbewegend. Nachdem er bei seinem Debüt  mit einem kometenhaften Start für Aufsehen sorgte, war nicht zu erwarten, was beim GP von Doha passieren würde... Der ehemalige Moto3™-Weltmeister glänzte mit seiner ersten Pole-Position und einem brillanten Podium und das gerade mal bei seinem zweiten MotoGP™-Einsatz. Damit kann er sich mit Größen wie Marc Marquez, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa messen. Doch nur eine Woche später wurde seine Welt nach einem schweren Sturz im Freien Training in Portimao buchstäblich auf den Kopf gestellt. Wegen seiner vielen Verletzungen musste er insgesamt vier Rennen verpassen.

Trotz seiner Rückkehr in Katalonien sind die Folgen seiner Verletzungen auch weiterhin präsent. Tatsächlich musste er beim Assen GP aufgrund von Muskelermüdung und einer Sehnenscheidenentzündung das Wochenende abbrechen. Sowohl der Fahrer selbst als auch sein Team sind dankbar für die fünfwöchige Sommerpause, damit sich der Spanier vollständig erholen kann. Vom "Martinator" kann - und sollte - viel auf dem Red Bull Ring erwarten werden, einer Strecke, auf der er sich bereits in der Moto2™ einen Namen gemacht hat und die bis letztes Jahr Ducati-Land war. In den vergangenen Jahren hat Martin auch auf anderen Strecken wie Aragon und Valencia brilliert. Wir wären jedenfalls nicht überrascht, wenn der Rookie, sobald er wieder voll fit ist, vor dem Ende der Saison mehr als einmal die Titelanwärter herausfordert.

MotoGP™ Stories: Das Debütjahr von Jorge Martin

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