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19 Tage vor
By motogp.com

Viñales beim Valencia-Test auch am zweiten Tag vorne

Der Yamaha Pilot ist an beiden Tagen der schnellste Fahrer und liegt am zweiten Tag bei viel Betrieb vor Dovizioso und Marquez

Maverick Viñales (Yamaha Factory Racing) ist perfekt in die Wintertests 2019 gestartet. Der Spanier führte in Valencia beide Testtage an und setzte in 1:30.757 Minuten die schnellste Zeit und schlug Andrea Dovizioso (Ducati Team) um 0,133 und Marc Marquez (Repsol Honda Team) um 0,154 Sekunden. Weil es am Mittwoch nicht regnete, konnten die Fahrer der Königsklasse beim Test in Valencia viel Arbeit erledigen.

Für Viñales und Teamkollege Valentino Rossi, der Neunter wurde, stand eine weitere neue Spezifikation des Motors zu Verfügung, nachdem bereits am Dienstag eine erste Version des Motors für 2019 getestet wurde. Für den Spanier, der am zweiten Tag 57 Runden fuhr, ist der erste Platz ein gutes Zeichen. Seine schnellste Rundenzeit fuhr er in Runde 50, als es am Nachmittag einen kleinen Angriff auf die Bestzeiten gab. Der neunmalige Weltmeister brachte es auf 63 Umläufe, war am Ende aber 0,614 Sekunden langsamer als sein Teamkollege.

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Zwischen die beiden Werks-Yamahas schob sich am zweiten Tag VR46 Academy Pilot und YZR-M1 Rookie Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT). Der Italiener fuhr 58 Runden und stellte sich weiter von der Honda auf die Yamaha um – und dafür scheint der Moto2™ Champion von 2017 nicht lange zu brauchen. Interessanterweise fuhr Morbidelli am zweiten Tag ebenfalls mit einem neuen Motor und war nur 0,217 Sekunden langsamer als Viñales. Er fuhr allerdings mit einem Chassis von 2017, das zuvor Johann Zarco verwendete. Außerdem verwendete Morbidelli Carbongabeln, während Teamkollege und Rookie Fabio Quartararo wertvolle 63 Runden abspulte. Der Franzose beeindruckte bei seinem Debüt in der Königsklasse und lag nur 1,334 Sekunden hinter der Bestzeit.

Marquez und Teamkollege Jorge Lorenzo verwendeten eine zweite Version des 2019er-Bikes. Es handelt sich noch nicht um die komplette Spezifikation für 2019, sondern um eine Kombination aus verschiedenen Teilen wie Chassis, Motor, einem Ducati-ähnlichen Tank an Lorenzos Motorrad, Aeroteilen, einem neuen Kühleinlass, einer neuen Aufhängung und neuen Lenkungsdämpfern. Die beiden mehrfachen Weltmeister spulten viele Runden ab, obwohl beide nicht komplett fit sind. Mit P3 und 53 Runden war es für Marquez ein produktiver Tag. Lorenzo absolvierte 46 Runden und hatte 0,827 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit.

Bei Ducati brachte es Dovizioso auf 57 Runden und die zweitschnellste Zeit. Für den Italiener war es ein positiver Tag, nachdem seine Pläne am ersten Tag vom Regen durchkreuzt wurden. Die Nummer 04 und Teamkollege Danilo Petrucci waren auf Desmosedicis unterwegs, die bereits sehr nah an der Spezifikation für 2019 dran sind. Petrucci wurde Fünfer und absolvierte 60 Runden, sein Rückstand lag bei 0,202 Sekunden. Testpilot Michele Pirro, der in Kurve 2 stürzte, hatte die komplette 2019er-Spezifikation. Jack Miller (Alma Pramac Racing) hatte laut Team Manager Davide Tardozzi eine frühe Version des 2019er-Bikes.

Für den neuen Moto2™ Weltmeister Francesco Bagnaia war es wieder ein guter Tag. Er war laut Tardozzi auf einer älteren 2018er-Ducati unterwegs. Der Rookie absolvierte 49 Runden und beendete den Test mit nur 0,648 Sekunden Rückstand. Tito Rabat (Reale Avintia Racing) kehrte beim Valencia-Test zur MotoGP™ Action zurück und wusste zu überzeugen. Obwohl er noch lange nicht wieder zu 100 Prozent fit ist, spulte der Spanier am zweiten Tag 59 Runden ab und war nur etwas mehr als eine Sekunde langsamer als Viñales. Rabat war ebenfalls mit einer Ducati GP18 unterwegs.

Beim Team Suzuki Ecstar drehte sich alles um den neuen Motor, den Alex Rins am Mittwoch testete. Der Spanier brachte es auf 69 Runden und setzte die siebtschnellste Zeit. 0,497 Sekunden fehlten auf Viñales. Und was machte Teamkollege Joan Mir? Der Rookie setzte sein solides Debüt fort. Er war 0,957 Sekunden langsamer als die Bestzeit und brachte es auf 56 Runden. Es ist nicht bekannt, ob der Moto3™ Weltmeister von 2017 ebenfalls den neuen Motor von Suzuki verwendete.

Johann Zarco (Red Bull KTM Factory Racing) stürzte am zweiten Testtag zweimal, während er nach dem Limit suchte. Er beendete den Test 1,752 Sekunden hinter Viñales’ Bestzeit. Der Franzose, der wieder der erste Fahrer war, der auf die Strecke ging, nachdem es am Morgen noch feucht war, brachte es auf 50 Runden. Teamkollege Pol Espargaro fehlten 0,871 Sekunden auf Vinales. Er landete auf P13 und spulte 47 Runden ab. Er testete einen neuen Rahmen.

Hafizh Syahrin (Red Bull KTM Tech 3) stürzte am Mittwoch spät in Kurve 10, nachdem der Malaysier sich zuvor weiter an sein neuen Arbeitsgerät gewöhnte. Er und Teamkollege Miguel Oliveira fuhren RC16 Bikes von 2018. Der Portugiese brachte es auf 46 Runden und war 3,041 Sekunden langsamer als die Spitze. Im Vergleich zum ersten Tag verbesserte er sich um mehr als eine Sekunde.

Andrea Iannone (Aprilia Racing Team Gresini) crashte ebenfalls zweimal und Testpilot Bradley Smith einmal. Es war ein schwieriger Tag für die neuen Fahrer der Italiener. Iannone war – ebenso wie Teamkollege Aleix Espargaro – mit dem Chassis unterwegs, das Aprilia seit Phillip Island verwendet. Für Espargaro war es mit P10 und 55 Runden ein solider Tag. Am Ende fehlten ihm 0,643 Sekunden. Iannone brachte es auf 32 Runden, während Smith 58 Umläufe fuhr.

Viñales erwischte den perfekten Start in die Saison 2019, und auch sonst hat dieser spannende Tag viele interessante neue Themen geboten. 2019 hat offiziell begonnen, und in Jerez geht es bereits am kommenden Mittwoch (28.) und Donnerstag (29. November) weiter. Welche Neuerungen sehen wir in der kommenden Woche in Spanien?