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11 Tage vor
By motogp.com

Ducati-Herrschaft am dritten Tag

Am letzten Tag des Sepang-Tests nehmen die Borgo Panigale Maschinen die ersten vier Plätze ein

Nachdem Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) an Tag 2 mit nur 0,067 Sekunden es nur knapp verpasst hatte, die schnellste je gefahrene Runde von Lorenzo in Sepang zu unterbieten, endete der Freitag in Malaysia mit gleich sechs Fahrern, die Lorenzos Rekord eingestellt haben. Der schnellste von allen war jedoch Danilo Petrucci (Mission Winnow Ducati). Der Italiener stürmte nach 32 Runden mit einer beeindruckenden Zeit von 1:58.239 an die Spitze der Zeitentabelle. Rookie Francesco Bagnaia (Alma Pramac Racing) folgte Petrucci dicht auf den Fersen mit nur gerade mal 0,063 Sekunden Rückstand nach 21 Runden. Knapp dahinter kam sein Teamkollege, Jack Miller. Der Aussie fuhr 47 Runden und war trotz eines Sturzes schnell unterwegs. Andrea Dovizioso (Mission Winnow Ducati) komplettierte die ersten vier Plätze, mit nur drei Zehntel Unterschied auf die Spitze. Alles in allem also ein toller Tag für Ducati.

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Was am letzten Tag in Sepang geschah

Dovizioso war nach dem letzen Tag positiv gestimmt, obwohl er meinte, dass es in der Kurvenmitte noch Verbesserungsbedarf gibt. Teammanager Davide Tardozzi teilt die positive Einstellung. Der Italiener erklärte, dass die Fahrer mit vielen der getesteten Updates sehr zufrieden zu sein scheinen, einschließlich des Fahrgestells und einer neuen Verkleidung. Das durchweg schnelle Tempo von Tag 2 bestätigt dies. Alma Pramac-Fahrer Miller fuhr auch an Tag 3 einen langen Run mit einer ordentlichen Anzahl von Runden in im Bereich der 2:00- und 2:01-Minuten Marke.

Tito Rabat (Reale Avintia Racing) war an Tag 3 etwas weiter hinten, absolvierte aber dennoch einen positiven Test auf P14.

Nachdem die Ducati an der Spitze alle Positionen einnahmen, was es Viñales, der mithalten konnte. Der Spanier platzierte seine neu nummerierte Nummer 12 auf dem fünften Rang der Zeitenliste und fuhr in 79 Runden eine persönliche Bestzeit von 1:58.644. Viñales’ simuliertes Renntempo war ebenfalls unglaublich - der Yamaha-Pilot fuhr 20 Runden konstante 1:59- und 2:00-Minuten-Zeiten. Teamkollege Valentino Rossi war nach mehr als 60 Runden Zehnter des Rankings. Insgesamt erlebte die Iwata-Truppe einen positiven Test in Sepang. 

 

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After The Flag: Rückblick des Sepang-Tests mit Jorge Lorenzo

Teamdirektor Massimo Meregalli erklärte, dass der Fokus auf den verschiedenen Teilen und dem Feedback der Fahrer lag. Es galt einen "ganzen Plan" zu erstellen und beide Fahrer wählten mehr oder weniger dieselben Dinge und gaben ähnliches Feedback. Es wurden auch Motorenentscheidungen getroffen. Die beiden Fahrer diskutieren allerdings noch über die Aero-Verkleidung und hoffen nun, die Ergebnisse in Katar bestätigen zu können.

Auch die Yamaha SRT Piloten von Petronas zeigten auf ihren 2019er Maschinen eine erneut gute Leistung. Franco Morbidelli war nach 66 Runden die zweitschnellste Yamaha auf Position 8, Rookie-Teamkollege Fabio Quartararo fuhr nach starken 77 Runden auf P16. Nur 0,011 Sekunden dahinter kam auch schon Rookie-Rivale, Joan Mir (Team Suzuki Ecstar).

Hinter Viñales war Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) der letzte Mann, der die schnellste Runde von 2018 unterbot. Der Brite holte sich den 6.Platz und war trotz der Verletzungspause wieder der schnellste Honda-Pilot. Der dreimalige Grand-Prix-Sieger stürzte am dritten Tag erneut, schaffte es aber dennoch 61 Runden zu fahren. Ein wirklich positives Ergebnis nach so langer Zeit. Seine Bestleistung von 1:58,780 war daher besonders eindrucksvoll. Sein Teamkollege, Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu), beeindruckte unterdessen erneut, als er den dritten Tag in Folge unter den Top Ten beendete. Der Japaner war nach dem Test mehr als zufrieden und fuhr am Freitag insgesamt 61 Runden.

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Valentino Rossi ist begeistern von Bagnaia's Potential

 

Der amtierende Champion Marc Marquez (Repsol Honda Team) schien am dritten Testtag erleichtert zu sein, als sich der Zustand seiner Schulter nach einem anstrengenden Tag 2 verbesserte. Die Nummer 93 beendete die Arbeit erneut etwas früher, um seine Genesung voran zu treiben. Dennoch fuhr der Spanier 39 Runden mit einer Bestzeit von 1:59.170 und beendete den Tag auf P11 - nur 0.015 Sekunden hinter Rossi. Der Honda-Testfahrer Stefan Bradl brachte dem japanischen Hersteller über 50 Runden auf die Uhr und beendete den Tag auf P13. Der Deutsche testete eine neue Aero-Verkleidung, ebenso wie Marquez.

 

Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini) zeigte in den 52 gefahrenen Runden an Tag 3 eine beeindruckende Leistung und beendete die Session als Siebter und blieb nur knapp hinter Lorenzos Rundenrekord von 2018. Aprilia’s Technischer Direktor, Romano Albesiano ,äußerte sich positiv über die Rundenzeit und die Leistung der Elektronik und des Chassis. Er sagte, es sei ein positiver Winter gewesen und die bisherigen sechs Testtage seien ermutigend. Andrea Iannone, Teamkollege von Espargaro, musste Krankheitsbedingt aussetzen.

Das Team Suzuki Ecstar hatte am Freitag einen eher unauffälligen Tag, zumindest in den Zeitenlisten. Alex Rins fuhr als schnellster Hamamatsu-Pilot auf Position 12, 0,010 Sekunden hinter Marquez. Rookie Joan Mir machte an Tag 3 einen großen Sprung nach vorn und beendete die Session auf Platz 15, nur drei Zehntel hinter seinem Teamkollegen. Rins berichtet positiv über den Freitag und den Test insgesamt. Suzuki strebt an, die beeindruckende Form von 2018 beizubehalten, obwohl das Team für diese Saison keinen Vorteil aus der „Concession-Regelung“ mehr ziehen kann.

Red Bull KTM Factory Racing sah Johann Zarco erneut als schnellste österreichische Maschine. Der Franzose erreichte nach 44 Runden und einer 1:59.640 einen 17. Platz - ein Zehntel dahinter folgte Teamkollege Pol Espargaro. Der Spanier wurde Achtzehnter. Miguel Oliveira platzierte seine Red Bull KTM Tech 3-Maschine direkt hinter die beiden Werksmotorräder. Es wurde am Fahrwerk, der Federung und der Aero-Verkleidung gearbeitet und am Ende äußerte sich das österreichische Werk positiv. Es gab verschiedene Versionen des Aero-Pakets von KTM. Nach dem Test in Katar wird eine Entscheidung getroffen, für welche Variante sich sich die Werksfahrer entscheiden.

Das war es auch schon aus Sepang. Als nächstes steht vom 23. bis 25. Februar der Test in Qatar auf dem Plan. Die letzte Chance für die MotoGP Piloten vor dem ersten Grand Prix auf dem Losail International Circuit das Maximum aus ihren Maschinen zu holen.