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2 Tage vor
By motogp.com

Moto2™-Sieg macht Martin zum Heimhelden für KTM

Der Red Bull KTM Ajo-Fahrer hielt dem Druck von Luca Marini stand, nachdem das Rennen nach einem Horrorcrash auf 13 Runden reduziert wurde

Jorge Martin von Red Bull KTM Ajo marschierte zur Freude von KTM beim myWorld Motorrad Grand Prix von Österreich auf das oberste Treppechen, in einem Rennen, das nach einem schrecklichen Vorfall, in dem auch der frühere WM-Führende Enea Bastianini (Italtrans Racing Team) und Hafizh Syahrin (Inde Aspar Team) involviert waren und auf 13 Runden verkürzt wurde. Auf dem Podium standen der neue Spitzenreiter der Zwischenklasse, Luca Marini (SKY Racing Team VR46) und Marcel Schrötter (LIQUI MOLY IntactGP).

Heftiger Moto2™-Crash führt in Österreich zum Rennabbruch

Martin holte sich den Holeshot aus der Mitte der ersten Reihe, während Remy Garnder (ONEXOX TKKR SAG Team) auf dem zweiten Platz rutschte. Der Australier fiel jedoch schnell auf den dritten Platz zurück, nachdem sich Schrötter in Kurve 3 durchdrückte. Bastianini lag in Runde fünf auf dem fünften Platz, als er aus Kurve 1 herauskam und sein Motorrad ihn in der Mitte der Strecke im Highsider aus dem Sattel katapultierte. Ein furchtbarer Schreckmoment, da das komplette Moto2™-Fahrerfeld nach links und rechts ausweichen mussten, um eine Kollision mit Bastianini's Bike zu vermeiden. Syahrin gelang dies leider nicht, da er im Windschatten eines anderen Fahrer saß. Ein Ausweichen war nicht mehr möglich und so krachte der Malaysier brutalst in das Italtrans Bike.

Sowohl Edgar Pons (Federal Oil Gresini Moto2) als auch Andi Izdihar (Idemitsu Honda Team Asia) waren in den Sturz verwickelt, blieben aber zum Glück unverletzt. Wie auch Syharin, denn laut dem neuesten Bericht vom Red Bull Ring, heißt es, dass der Malaysier nach einem ersten Scan keine Anzeichen einer großen Fraktur aufweist und infolge schwerer Blutergüsse am Becken ins nahe gelegene Krankenhaus gebracht wird, um sich unter Beobachtungen zu begeben und weiteren Kontrollen zu unterziehen. Wir wünschen Hafizh eine baldige Genesung nach diesem schrecklichen Horror-Crash.

Beim Neustart holte Martin erneut den Holeshot nachdem er zum Zeitpunkt der roten Flagge auf dem dritten Platz lag. Wieder waren Schrötter und Bezzecchi auf den Plätzen drei und vier, als Jorge Navarro von Beta Tools Speed ​​Up am Ende der ersten Runde in der letzten Kurve ausfiel und Bezzecchi in der Kurve 3 den dritten Platz übernehmen wollte, aber extrem weit ging. Pole-Mann Gardner war der ultimative Gewinner des Geragels und drückte sich an Schrötter und dem Italiener vorbei, um den frei gewordenen dritten Platz einzunehmen.

Der Kampf um den letzten Podiumsplatz ermöglichte es Martin und Marini, an der Spitze zu entkommen. Das Paar hatte am Ende der zweiten Runde eine Sekunde Vorsprung. Bezzecchi machte dann nur eine Runde später erneut den gleichen Fehler und fiel infolgedessen aus. Der frühere WM-Führende Tetsuta Nagashima (Red Bull KTM Ajo) stürzte zu Beginn der vierten Runde in Kurve 1 ebenfalls, was seinenn Titelbestrebungen einen weiteren großen Schlag versetzten.

An der Spitze verfolgte Marini Jorge Martin mit zehn verbleibenden Runden. Der Italiener sah hinter dem ehemaligen Moto3™-Weltmeister äußerst bedrohlich aus. Hinter ihnen nahm der Podiumskampf jedoch eine große Wendung, als Gardner das Vorderrad in Kurve 1 einklappte und er seine Chancen auf ein Red Bull Ring-Podium wegwarf. Infolgedessen wurde Schrötter auf den dritten Platz befördert, und der Deutsche hatte nun einen komfortablen Puffer von über eineinhalb Sekunden gegenüber Lowes auf dem vierten Platz. Der Brite hielt diese Position jedoch nicht lange, als Xavi Vierge von Petronas Sprinta Racing vorbeifuhr und in die 13-Punkte-Position eintauchte. Das Duo bekam inndes Gesellschaft vom Rookie Aron Canet (Inde Aspar Team), der sich um ein weiteres Top-5-Ergebnis bemühte. Das Quartett wurde von dem sich erholenden Bezzecchi vervollständigt und sie haben ihre Podestchancen sicherlich nicht verbessert, da die hitzigen Duelle für die nächsten paar Runden fortgesetzt wurden.

Ein Beinahe-Highside von Lowes brachte ihn auf den sechsten Platz, nur noch fünf Runden, aber er gruppierte sich schnell neu, um wieder in den Kampf einzusteigen. Vier Runden vor Schluss war Martin nun mehr als eine Sekunde vor Marini, nachdem sich der Druck des Italieners nicht ausgezahlt hatte. Obwohl der Spanier noch nie ein Rennen in der Zwischenklasse gewonnen hat, hat er bereits viele Rennen in der Leichtgewichtsklasse gewonnen und schien in Stimmung für einen Rennsieg zu sein.

Der Moto2-Horror-Crash aus Heli-Perspektive

Zwei Runden vor Schluss ging Lowes in den Kampf um den vierten Platz, den Vierge inne hatte. Der Brite ging in Kurve 3 in die Defensive und opferte seinen Angriff auf der hinteren Geraden und musste den Platz zurückgeben, den er gerade erst gewonnen hatte. Als das Trio, das um den vierten Platz kämpfte, in die letzte Runde kam, streckte Bezzecchi die Ellbogen weit aus, um an Lowes vorbei zu kommen. Die Zielflagge wehte aber bereits für Martin, der seinen ersten Moto2™-Sieg seinner Karriere erringen konnte. Martin holte sich den zweiten Platz und auch die Meisterschaftsführung und liegt jetzt fünf Punkte vor Landsmann Bezzecchi, der nächste Woche in Österreich eine weitere Chance bekommt, wieder an Boden gutzumachenn. Schrötter freut sich nach einigen schwierigen Rennen auch über seinen dritten Platz auf dem Podium.

Lowes' Streit mit Bezzecchi hielt ihn in der letzten halben Runde nicht ab weiterzukämpfen und so konnte er sich auf einen späten Fehler von Vierge stürzen – P4 vor dem Katalanen und Bezzecchi stand am Ende für den Briten zu Buche. Tom Lüthi von Liqui Moly Intact GP setzte sich in einem harten Kampf um den siebten Platz gegen Augusto Fernandez (EG 0,0 Marc VDS) durch, bevor Canet und der Podiumsplatzierer von Brünn, Joe Roberts von Tennor American Racing die Top 10 vervollständigten.

Top 10:
 1. Jorge Martin (Red Bull KTM Ajo)
 2. Luca Marini (SKY Racing Team VR46) + 2.195
 3. Marcel Schrötter (Liqui Moly Intact GP) + 4,782
  4. Sam Lowes (EG 0,0 Marc VDS) + 7,249
  5. Xavi Vierge (Petronas Sprinta Racing) + 7,325
  6. Marco Bezzecchi (SKY Racing Team VR46) + 7.771
  7. Tom Lüthi (Liqui Moly Intact GP) + 9.405
  8. Augusto Fernandez (EG 0,0 Marc VDS) + 9,598
  9. Aron Canet (Inde Aspar Team) + 10.023
  10. Joe Roberts (Tennor American Racing) + 10.890

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