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8 Tage vor
By motogp.com

Aleix Espargaro fährt schnellste Portimao-Runde aller Zeiten

Der Aprilia-Mann war in einem entscheidenden Portimao-Einarbeitungstest der schnellste MotoGP™-Fahrer. Yamaha zeigte sich indes auch stark.

Tags MotoGP, 2020

Aleix Espargaro vom Aprilia Racing Team Gresini fuhr während des Portimao-Tests am Mittwoch die schnellste Runde, die jemals auf einem Motorradnum das Autodromo Internacional do Algarve gedreht wurde. Der Spanier legte eine 1:40.170 vor, um Teamkollegen Bradley Smith um fast eine Sekunde anzuführen, während die meisten MotoGP™-Konkurrenten vor dem bevorstehenden GP in Frankreich einen sehr wichtigen Tag absolvierten, um die Strecke in Portugal kennenzulernen.

Es war ein warmer, sonniger Tag an der Algarve-Küste und Aleix Espargaros schnellste Zeit unterbot Jonathan Rea's WorldSBK Superpole-Rekord in Portimao. Der Rekord des Kawasaki-Stars lag bei 1:40.372 aus dem Jahr 2019, was bedeutet, dass der ältere Espargaro-Bruder am Eröffnungstag keine Zeit verschwendete und direkt sehr respektable Rundenzeiten erreichte, wobei er und sein Teamkollege Smith die einzigen aktuellen MotoGP™-Stammfahrer waren, die auf ihren tatsächlichen MotoGP™-Maschinen aus der Königsklasse unterwegs waren, denn die Konzessionsregeln erlauben es nur Aprilia, dies noch zu tun.

Die meisten Fahrer erlangten das Gefühl, dass die Strecke sehr schwierig ist und dass es auf ihren MotoGP™-Bikes noch schwieriger wird. Es ist jedoch eine großartige Strecke. Valentino Rossi (Monster Energy Yamaha MotoGP) sagte, die Strecke sei "süß", aber "beängstigend", wobei Teamkollege Maverick Viñales die schnelle, fließende letzte Kurve besonders mochte. Der Spanier und Zweiter in der Meisterschaft Joan Mir (Team Suzuki Ecstar) sagte, dass die Wheelies ein Problem mit den MotoGP™-Motorrädern sein könnten. Der allgemeine Konsens ist, dass Yamaha das Wochenende als Favorit starten wird - die Strecke scheint den Eigenschaften der YZR-M1 zu entsprechen.

Auf der anderen Seite ahnen die Ducati-Fahrer, dass sie in Portimao mit ihren Desmosedicis zu kämpfen haben werden, nachdem Andrea Dovizioso (Ducati-Team), Jack Miller (Pramac Racing), Danilo Petrucci (Ducati-Team), Pecco Bagnaia (Pramac Racing) sowie Johann Zarco ( Esponsorama Racing) und Tito Rabat (Esponsorama Racing) die Strecke auf Superbikes testen mussten, wobei Testfahrer Michele Pirro auf der GP20 unterwegs war und seine schnellste Zeit am Mittwoch war eine 1:41.654.

Insgesamt waren die Fahrer beeindruckt, wie gut der Asphalt ist. Er bot viel Grip, aber es ist schwer zu sagen, wie griffig es im November auf den MotoGP™-Bikes beim Saisonfinale sein wird. Nichts desto trotz haben wir heute gute Anzeichen dafür gesehen, dass wir uns auf eine knackige Endrunde von 2020 gefasst machen können.

Neben Viñales und Rossi war auch Franco Morbidelli von Petronas Yamaha SRT auf der Strecke, was bedeutet, dass der WM-Führende Fabio Quartararo (Petronas Yamaha SRT) am Mittwoch der einzige Abwesende Yamaha-Pilot war. Die R1-Superbike von Viñales war mit einem Transponder ausgestattet, wodurch wir wissen, dass der Spanier am Nachmittag 41 Runden fuhr und dabei eine Bestzeit von 1:43.699 erzielte. Von den drei Fahrern, bei denen Transponder an ihren Motorrädern angebracht waren, war Viñales über eine Sekunde schneller als Miguel Oliveira (Red Bull KTM Tech3) und Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing).

Jorge Lorenzo genoss zum ersten Mal seit dem Sepang-Test im Februar wieder die Zeit auf einem MotoGP™-Geschoss. Der fünfmalige Weltmeister fuhr eine persönliche Bestzeit von 1:44.910, immerhin musste er sich erst wieder an die Yamaha gewöhnen. "The Spartan" wird den ganzen Donnerstag über weiter testen, um seine und Yamaha's Arbeit an den Reifen, dem Getriebe und allgemeinen Grundeinstellungen fortzusetzen, mit denen Viñales, Rossi, Morbidelli und Quartararo beim Großen Preis von Portugal arbeiten können.

Der Tag zeilte hauptsächlich darauf ab, den Fahrer als auch den Teams die Möglichkeit zu geben, sich an die neue Strecke zu gewöhnen. Für die Hersteller war es wichtig, Informationen über das Layout zu sammeln, damit sie eine gute Basis haben, von der aus sie arbeiten können, wenn sie am Freitag beim Grand Prix von Portugal auf die Strecke gehen. Die gewonnenen Daten zu Reifen, Getriebe und Elektronik vor dem Rennwochenende sind dabei auch sehr wichtig für andere Zulieferer.

Dani Pedrosa (KTM), Lorenzo (Yamaha), Pirro (Ducati), Sylvain Guintoli (Suzuki) und Lorenzo Savadori, der Testfahrer von Aprilia werden am Donnerstag in Portimao einen weiteren Testtag absolvieren, wodurch die jeweiligen Werks-Testfahrer weiterhin nützliche Daten sammeln, während alle anderen zum GP von Frankreich nach Le Mans reisen. Quartararo, Iker Lecuona (Red Bull KTM Tech3) und Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) waren die einzigen Stammfahrer, die nicht an der Algarve teilnahmen, aber wir werden sie alle an diesem Wochenende in Le Mans in Aktion wiedersehen.

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