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8 Tage vor
By motogp.com

Quartararo holt sich den Sieg im Wüsten-Thriller des DohaGP

Der Franzose holt seinen ersten Sieg in Werksfarben vor Zarco und Martin in engster Top-15-Begegnung in der Geschichte der MotorradWM

Beim Tissot Grand Prix von Doha erlebten wir das engste Top-15-Ergebnis in der Geschichte der Motorradweltmeisterschaft, als die MotoGP™-Gratiatoren uns einen atemberaubenden Thriller unter den Flutlichtern des Losail Circuits lieferten. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP) ging als zewar Sieger hervor, aber sein Landsmann Johann Zarco (Pramac Racing) machte es zum ersten Frankreich-Doppelpodium seit 1954. Es wurde wie so oft Geschichte geschrieben und auch Rookie Jorge Martin schreibt seine Geschichte weiter, nachdem der Pramac Racing-Star sein erstes MotoGP™ Podium errang.

Der Start war wieder ein unvergesslicher Anblick, als beide Pramac Racing-Fahrer perfekt von P1 und P2 los schossen, während der Sieger des GP von Qatar, Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) zurückfiel und stattdessen Miguel Oliveira (Red Bull KTM Factory Racing) nach einem absolut atemberaubenden Start von P12 auf P4 schoss. Beide Suzukis kamen ebenfalls sehr gut weg, so auch Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini). Kein guter Start war es indes für die Werksfahrer des Ducati Lenovo Teams und auch Quartararo wird nicht allz glücklich mit seinem Start gewesen sein. Jack Miller und Francesco Bagnaia nutzten das Ducati-Front-Holeshot-Gerät nicht und befanden sich folglich nur am hinteren Ende der Top 10.​

Martin behielt jedoch die Nerven und führte die erste Runde ohne Probleme an, als ihm ein MotoGP™ -Güterzug über die Linie folgte. Alex Rins (Team Suzuki Ecstar) hielt sich zunächst Oliveira vom Hals und schloss sich den führenden Pramacs an. Der amtierende Weltmeister Joan Mir vom Team Suzuki Ecstar warf sich in Kurve 6 ins Innere von Quartararo, wodurch sich die Fahrer in der Eröffnungsphase sehr nahe kamen, zu naheals manchen gut tat... Viñales, Quartararo, Miller und Bagnaia kämpften mit Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing) um den siebten Platz, während Rins Zarco verfolgte.

Der Suzuki-Mann und Zarco tauschten immer wieder den zweiten Platz hin und her und als Rins glaubte, er hätte den Job erledigt, schoss die Ducati auf der Geraden zurück. Martin lag indes immer noch in Führung. War der Rookie gerade dabei, sich in seinem zweiten MotoGP™-Rennen von seinen Verfolgern abzusetzen? So ganz klappte es nicht, denn Bagnaia war ihm auf der Spur. Miller folgte seinem Teamkollegen, indem er sich die geballte Power seiner GP21 auf der Geraden zu Nutze machte. Aleix Espargaro rutschte leider auf P7 zurück.

Miller und Mir - Highspeed-Kollision beim GP von Doha

Zwar führte Martin zu Rennmitte immer noch, aber das Gefecht in der Wüste begann sich zuzuspitzen. In Kurve 10 machte Mir einen harten Zug gegen Miller, es entstand Kontakt zwischen den beiden, Miller ging weit. Ein kontroverser Moment, den die beiden noch auf der Strecke auszudiskutieren schienen... Quartararo hat sich mittlerweile auf Platz 4 hinter Martin, Zarco und Bagnaia gekämpft.

Sieben Runden vor Schluss fuhr Quartararo an Bagnaia vorbei, aber der Italiener schlug direkt auf der Geraden zurück. Doch dann ging er in Kurve 1 sehr weit, wodurch er von P3 auf P7 abrutschte, wobei neun Sekunden die Top-18-Fahrer abdeckten. Ein unglaubliches Rennen ging in die letzten fünf Runden...Martin führte noch immer und sah brillant aus. Miller schnappte sich Quartararo in Kurve 1, aber die Yamaha bewies ihre Stärke auf der Bremse, um P3 zuzugewinnen. Dann manövrierte Quartararo sich dann innen an Zarco vorbei, gefolgt von Martin in Kurve 15. Doch Martin wollte sich nicht so einfach geschlagen geben und so ergatterte er auf der Geraden P1 zurück. Quartararo reagierte augenblicklich mit einenm sauberen Zug, um Martin und dessen Teamkollegen Zarco in Schach zu halten und sich eine halbe Sekunde Vorsprung zu verschaffen.

Mit Beginn der letzten Runde wies Quartararos einen Vorsprung von 0,7 Sekunden auf. Sein Teamkollege Viñales duellierte sich mit Rins im Kampf um P4, während die beiden Pramac-Fahrer die letzten beiden Podestplätze unter sich ausmachten.

Quartararo machte keine Fehler und baute seinen Vorsprung in der letzten Runde sogar auf eine Sekunde aus. Zarco lag direkt hinter Martin, als er seinen entscheidenen Angriff auf seinen Rookie-Teamkollegen startete. Martin versuchte sich zu wehren, blieb aber auf P3 hängen.

Quartararo überquerte die Linie und gewann sein erstes Rennen in den Werksfarben mit unglaublichen 1,457 Sekunden Vorsprung, während Zarco Martin an einem historischen Tag für Pramac Racing um 0,043 Sekunden übertrumpfte. 

Der vierte Platz ging an Rins, gefolgt von Viñales mit 0,022 Sekunden Rückstand. Bagnaia landete eine weitere halbe Sekunde hinter dem spanischen Duo auf P6. Die Werks-Ducatis wurden von den Pramac-Fahrern geschlagen. Mir kam schließlich nach einem ereignisreichen Rennen auf P7 über die Linie. Binder zementierte einen brillanten P8 für sich und KTM, während Miller zum zweiten Mal in Folge in Losail einen enttäuschenden P9 holte. 

8,928 Sekunden. Das ist die Lücke zwischen dem Sieger Quartararo und dem 15. Platz von Oliveira – die engste Top 15, die wir je gesehen haben. EINE UNFASSBARE SHOW!

Ein grandioser Rennsonntag in der MotoGP™ endet mit Zarco als WM-Führenden. Zwei P2 sicherten dem Franzosen 40 Punkte, während Quartararo mit seinem Teamkollegen Viñales mit je 36 Punkten gleichauf liegen. 2021 ist in vollem Gange und überzeugt auf ganzer Linie. Wir freuen uns schon jetzt auf eine phänomenale Weltmeisterschaft 2021.

Als nächstes auf der Agenda: Portimao mit dem Grand Prix von Portugal.

Top 10:
1. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP)
2. Johann Zarco (Pramac Racing) + 1.457
3. Jorge Martin (Pramac Racing) + 1.500
4. Alex Rins (Team Suzuki Ecstar) + 2.088
5. Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) + 2.110
6. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team) + 2.642
7. Joan Mir (Team Suzuki Ecstar) + 4.868
8. Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing) + 4.979
9. Jack Miller (Ducati Lenovo Team) + 5.365
10. Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini) + 5.382

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