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14 Tage vor
By motogp.com

Miller bringt Zweifler in Jerez zum Schweigen

Miller nutzt die Probleme von Fabio Quartararo, um seinen ersten MotoGP™ -Sieg seit der Assen TT 2016 zu erringen...

Nach einem turbulenten Start ins Jahr 2021 wurde er bereits abgeschrieben. Doch Jack Miller (Ducati Lenovo Team) brachte jeden einzelnen dieser Kritiker zum Schweigen, indem er beim Red Bull Grand Prix von Spanien einen unglaublichen Sieg erzielte. Der Australier war der ultimative Opportunist, als er sich auf sein ernstes Problem stürzte, obwohl es zunächst aussah, also wäre Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP) unantastbar, nachdem er in nur wenigen Runden von einem komfortablen Vorsprung von zwei Sekunden aufbauen konnte. Mit Miller standen auch neue MotoGP™ WM-Führenden, Francesco Bagnaia und Franco Morbidelli von Petronas Yamaha SRT auf dem Podium. Miller und Bagnaia bescherten Ducatis ersten Doppelsieg seit drei Jahren.

Von der Außenseite der ersten Reihe aus griff Miller nach dem Holeshot, während Polesitter Quartararo auf den vierten Platz zurückfiel, Ihm auf der Schliche war Aleix Espargaro vom Aprilia Racing Team Gresini, der einen starken Start hinlegte und sich auf dem fünften Platz befand. Nach der ersten Runde führte Miller vor Morbidelli und Bagnaia.

Das MotoGP™ Rennen beim Red Bull Grand Prix von Spanien

Alex Marquez  stürzte in der ersten Runde und verbuchte damit den dritten Nuller in seinen ersten vier Rennen für das LCR Castrol Honda Team. Zu ihm gesellte sich Brad Binder von Red Bull KTM Factory Racing, der zu Beginn der zweiten Runde ausfiel. An der Spitze tauschten Bagnaia und Quartararo immer wieder den dritten Platz hin und her. Als sich Quartararo zum zweiten Mal vor Bagnaia setzte, gelang es ihm, den Italiener in Schach zu halten.

In Runde 3 verzeichneten wir mit Alex Rins (Team Suzuki Ecstar) ein drittes Sturzopfer beim SpanienGP und das vierzehn Tage nach seinem Sturz in Portugal. Weiter vorne kämpfte Quartararo gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Morbidelli, während Aleix Espargaro seinen Weg an Bagnaia vorbei fand.

'El Diablos' Plan schien aufzugehen, als er mit einem zentimetergenauen Zug auf Miller in der letzten Kurve in Führung ging. Für Morbidelli läuteten auf dem dritten Platz mit Sicherheit auch die Alarmglocken, als er sah, dass sein Yamaha-Kollege den Hammer fallen ließ und innerhalb einer Runde vier Zehntel gegenüber dem Australier herausfuhr. Als Quartararo zum ersten Mal seinen Vorsprung auf über eine Sekunde ausbaute, rutschte Aleix Espargaro auf den fünften Platz zurück, nachdem er in das Fadenkreuz von Bagnaias Ducati geraten ist. Während ein Ducati-Fahrer um die Führung kämpfte, ging ein anderer zu Boden: Rookie Enea Bastianini.

Bagnaia schob sich erst an Aprilias Espargaro vorbei um dann die Fährte von Morbidellis Yamaha M1 aufzunehmen. Die beiden VR46 Academy Piloten fanden sich binnen kürzester Zeit im Kampf um den letzten Podiumsplatz wieder, wobei Bagnaia schließlich einen Fehler des Petronas-Mannes perfekt ausnutzte und wegzog.

Quartararo schien urplötzlich arge Probleme gehabt zu haben, denn die Führung des Franzosen wurde innerhalb von nur einer Runde von fast zwei Sekunden auf Null reduziert. Mit zehn verbleibenden Runden waren es dramatische Szenen an der Spitze. Miller übernahm postwendend die Führung und baute diese im Handumdrehen auf 1,5 Sekunden aus. Quartararo dahinter war fast eine Sekunde langsamer als Bagnaia und Morbidelli, und die Hoffnungen auf einen Podiumsplatz waren verflogen. Mit jeder Kurve und Runde verlor der bis dahin WM-Führende weitere Positionen. Mit fünf Runden drängte Pol Espargaro den Franzosen aus den Top 10.

Ein paar Runden später verkürzte sich Millers Vorsprung gegenüber seinen Teamkollegen Bagnaia auf eine Sekunde. Entwickelte sich hier ein Ducati-Thriller der besonderen Art? Es waren ein paar nervöse letzte Runden, aber die Nummer 43 hielt an seiner Führung fest, um zum ersten Mal seit dem Assen TT 2016 ein MotoGP™-Rennen zu gewinnen. Dieser Triumph setzt auch Ducatis Dürreperiode in Jerez ein Ende, denn der letzte Ducati-Sieg in Andalusien ist mittlerweile 15 Jahre her.

Die drei Weisen von Ducati, Dall'Igna, Tardozzi und Ciabatti, strahlten über's ganze Gesicht, als Bagnaia als Zweiter über die Ziellinie kam. Auch bei Morbidelli herrschte Freudentaumel, nachdem sein Start in die Saison bisher wenig planmäßig verlief. Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) freute sich noch mehr über sein bestes MotoGP™-Ergebnis mit dem vierten Platz in Jerez. Der japanische Fahrer setzte sich gegen Weltmeister Joan Mir (Team Suzuki Ecstar) durch, der sich schließlich mit dem fünften Platz zufrieden geben musste.

Aprilia beendete das Rennen so nah wie nie zuvor an einem MotoGP™-Rennsieg. Aleix Espargaro kam als Sechster ins Ziel, nur 5,164 Sekunden hinter Miller. Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) belegte den siebten Platz vor Johann Zarco von Pramac Racing auf P8. Marc Marquez von Repsol Honda erholte sich von seinem Warm-Up Crash und belegte einen lobenswerten neunten Platz. Der letzte Platz in den Top 10 ging an den Teamkollegen des achtfachen Weltmeisters Pol Espargaro.

"Nicht von dieser Welt" - Emotionaler Miller siegt in Jerez

Quartararo kroch sichtlich erschöpft als Dreizehnter ins Ziel, wodurch er die Führung der MotoGP™-Weltmeisterschaft aufgeben musste. Auf dem Weg nach Le Mans führt nun Bagnaia zum ersten Mal in seiner Karriere die Titeljagd in der Königsklasse an. Nur zwei Punkte trennen den Franzosen vor seinem HeimGP von dem Italiener...

Top 10:
1. Jack Miller (Ducati Lenovo Team)
2. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team) + 1.912
3. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT) + 2.516
4. Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) + 3.206
5. Joan Mir (Team Suzuki Ecstar) + 4.256
6. Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini) + 5.164
7. Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) + 5.651
8. Johann Zarco (Pramac Racing) + 7.161
9. Marc Marquez (Repsol Honda Team) + 10.494
10. Pol Espargaro (Repsol Honda Team) + 11.776

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