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4 Tage vor
By motogp.com

Viñales beendet Jerez-Test nach 101 Runden als Schnellster

Alle MotoGP™-Fahrer außer Quartararo und Bradl nahmen an entscheidenden Testtag in Andalusien teil...

Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) absolvierte am Montag auf dem Circuito de Jerez-Angel Nieto eine Rundendistanz, die vier spanischen GPs entspräche - plus einer Runde. Als kleine Belohnung nach dieser ambitionierten Tagesleistung, beendete der Spanier den Jerez-Test als Schnellster. 'TopGun' setzte eine 1:36.879, eine Zeit, die fast drei Zehntel schneller war, als die aus dem Qualifying. Am Ende des Montags lag er 0,034 Sekunden vor Alex Rins (Team Suzuki Ecstar) und 0,431 Sekunden vor dessen Teamkollege Joan Mir (Team Suzuki Ecstar).

Viñales' Teamkollegen, Fabio Quartararo, war es nach den Problemen beim Großen Preis von Spanien am Sonntag nicht möglich, am Test teilzunehmen. Der Franzose hatte ernsthafte Arm-Pump-Probleme. Die Schmerzen waren im Rennen so stark, dass er dramatisch abbaute und binnen weniger Runden, aus einer sicher geglaubten Führung, ein 13. Platz wurde. Am Montag reiste 'El Diablo' zurück nach Frankreich, wo in zwei Wochen sein Heimrennen in Le Mans stattfinden wird. Wird der Franzose bis dahin wieder fit, oder ergeben weitere Untersuchungen, dass er um eine OP nicht herum kommt?

Unser frisch gebackener Rennsieger Jack Miller (Ducati Lenovo Team) machte sich am Montag sofort wieder an die Arbeit, wo er und sein WM-führender Teamkollege, Francesco Bagnaia, insgesamt 84 Runden absolvierten und das nur einen Tag nachdem die beiden dem aus Bologna stammenden Hersteller den ersten Doppelsieg seit Brünn 2018 bescherten.

Alex Rins' Tag endete hingegen bereits zur Mittagszeit, nachdem der Spanier 59 Runden gefahren war. Der Suzuki-Star sagte, er habe den 2022er-Motor getestet - genau wie Mir und Testfahrer Sylvain Guintoli im Qatar-Test. Seinen Aussagen zu Folge ist es dem japanischen Team gelungen, einige Verbesserungen im Bezug auf das Tempo zu finden. Rins bestätigte zudem, dass er seine rechte Schulter überprüfen lassen wird - die, die er sich beim Saisonauftakt 2020 gebrochen und ausgekugelt hatte -, nachdem ihn nach seinem Sturz im FP4 erneut Schmerzen plagten. Seine Tagesbestzeit war ein paar Zehntel schneller als im Qualifying.

Rins – Schulter-Scan nach 2022er Motorentest

Der Tag von Marc Marquez (Repsol Honda Team) endete ebenfalls frühzeitig. Der achtfache Weltmeister fuhr insgesamt nur sieben Runden, da er weiterhin die Nachwehen seines großen FP3-Sturzes in Kurve 7 spürt. Marquez twitterte, dass sein rechter Arm und seine Schulter heute Morgen sehr steif waren und er schnell feststellen musste, dass ihn das auf dem Motorrad  zu sehr einschränkt. Zeit für Marc Marquez, sich vor dem GP von Frankreich in zwei Wochen auszuruhen....

Nach dem gestrigen Rennen gab Marc Marquez jedoch zu, dass Honda sich nicht "in der besten Situation" befindet und er weder das Gleichgewicht, noch das richtige Set-Up für sein Motorrad bisher gefunden hat. Teamkollege Pol Espargaro war enttäuscht von den „verschiedenen Paketen“, die Honda während des GP von Spanien verwendete. Für den Fahrer mit der Nummer 44 war es daher ein entscheidender Tag und obwohl er auch am Montag einen weiteren Sturz in Kurve 1 verzeichnete, arbeitete der Spanier weiter eifrig an seiner RC213V.

Mit 89 Runden fuhr Pol Espargaro die zweitmeisten überhaupt und beendete den eintägigen Jerez-Test als Sechstschnellster. Seine Bestzeit von 1:37.506 blieb ein weniger hinter seiner Qualifikationszeit aus dem Q1 am vergangenen Samstag zurück. Für ihn ging es am heutigen Tag aber sicherlich weniger um schnelle Zeiten, als vielmehr darum, Antworten auf die unzähligen offenen Fragen zu finden. Jede Kurve dieser 89 Runden war für Espargaro und HRC unglaublich wichtig, da sie nach Verbesserungen für den Rest der Saison suchen. Auffällig war, dass früher oder später alle vier Fahrer auf Bikes mit dunkler Verkleidung wechselten. Esparagros' Nummer 44 wurde auf mindestens drei verschiedenen HRC-Motorrädern gesichtet. Wir vermuten, dass eines sein Standard-Motorrad war, ein weiteres hatte augenscheinlich ein unterschiedliches Aero-Paket montiert, während das Chassis des dritten Bikes komplett aus Carbon bestand. Insgesamt hatte Honda beim Jerez-Test fünf verschiedene Aero-Pakete zur Auswahl, wobei Alex Marquez (LCR Honda Castrol) ein ähnliches verwendete wie 2018. Man kann mit Sicherheit sagen, dass es ein arbeitsreicher Tag für die japanischen Giganten war.

Der MotoGP™-Pitlane-Reporter, Simon Crafar, beobachtete aufmerksam die Action und berichtete, dass die beiden Red Bull KTM Factory Racing-Fahrer, Brad Binder und Miguel Oliveira, jeweils ein anderes Chassis fuhren. Danilo Petrucci, der 2021 in den Tech3 KTM Factory Racing-Farben auftritt, testete eine andere Tank- / Sitzeinheit. Der Italiener versuchte anscheinend etwas an der Ergonomie zu feilen, um sein Gefühl auf der RC16 zu verbessern.

Das war's aus Jerez! Wenn wir die MotoGP™-Fahrer das nächste Mal auf der Strecke sehen, werden wir in Le Mans das FP1 einläuten. Es wird spannend zu sehen, ob jemand nach diesem anstrengenden Testtag Fortschritte gemacht hat.

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