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3 Tage vor
By motogp.com

Wird der Regen die Karten in Le Mans neu mischen?

Prognosen zufolge könnte es in Frankreich ein nasses Wochenende geben. Wer ist also bereit für einen unvorhersehbaren Grand Prix?

Acht Rennen ist es her, seit wir das letzte nasse MotoGP™-Rennen gesehen haben und wie sollte es anders sein, war es auch damals im weltberühmten Le Mans. Auch dieses Wochenende ist es sehr wahrscheinlich, dass wir einem komplett verregneten Wochenende gegenüber stehen. Bei der Pressekonferenz vor dem SHARK Grand Prix de France zeigte sich der WM-Führende Francesco Bagnaia vom Ducati Lenovo Team und dessen Kollege und Jerez-Sieger Jack Miller, sowie die Lokalmatadore Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP) und Johann Zarco (Pramac Racing), als auch Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT) und Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) wenig besorgt über die widrigen Wetterbedingungen.

Der WM-Führende Bagnaia geht als der Mann ins Wochenende, den es in der fünften Runde zu schlagen gilt und der Italiener ist vor dem FrankreichGP bester Dinge, schließlich hat er 2021 in vier Rennen bereits drei Podestplätze errungen.

"Ja, es ist schön die WM anzuführen, aber ich bin erst seit 10 Tage der Führende. Es ist noch zu früh, um über den Titel nachzudenken. Wir denken nur von Rennen zu Rennen, aber Le Mans ist eine Strecke, die ich mag. Ich hatte hier bereits drei Podestplätze, einen in der Moto3 sowie einen Sieg und einen zweiten Platz in der Moto2. Diese Strecke passt sehr gut zu unserem Motorrad “, begann Pecco, der weiß, dass der Gewinner des letzten Jahres bei Regen Danilo Petrucci hieß, der damals ebenfalls eine Werks-Ducati pilotierte. Bagnaia erklärt, dass er nicht viel Erfahrung auf dem MotoGP™-Bike unter widrigen Bedingungen hat, räumt jedoch ein, dass sein Paket auch bei Regen gut funktionieren wird.

Ist Marc Marquez ein realistischer Titelrivale für Bagnaia?

"Ich bin bereit, hier zu fahren, aber wir müssen die Wettervorhersage abwarten, denn es sieht so aus, als würde es regnen. Ich bin, glaube ich zumindest, in allen Kategorien der Motorrad Weltmeisterschaft bisher nur sechs Regenrennen gefahren, also warten wir ab, wie es läuft. Letztes Jahr hatte ich im zweiten Teil des Rennens nach 12/13 Runden Probleme, nachdem ich gut vom Start weggekommen bin und habe mich dann noch auf den 8., 9. Platz gerettet. Bei Nässe ist unser Motorrad sehr stark, aber mit diesen Reifen ist es nicht einfach, weil sie dir viel Grip bieten, was nicht einfach zu handhaben ist. "

Inspiriert von seinem emotionalen Sieg in Jerez ist Miller bereit, die Rennstrecke in Angriff zu nehmen, mit der er eine "Hassliebe" hat. Wie wir wissen, mag der Australier schwierige Bedingungen und im letzten Jahr lief es recht gut für ihn, wodurch er und das Team sich sicher sind, unter allen Bedingungen an der Spitze kämpfen zu können.

„Ja, der Sieg war eine Erleichterung, aber es macht dich auch eifriger auf das nächste Rennen. Am Ende des Tages suchen wir Rennfahrer immer nach mehr. Nach einem Sieg, wollen wir den nächsten und so geht es immer weiter. Wir wollen ein ebenso starkes Wochenende wie in Spanien abliefern“, erklärte Miller nach seinem ersten Sieg für das Ducati Werksteam. 

„Es war eine ziemlich ruhige Woche, um ehrlich zu sein. Ich habe mich nur an das gehalten, was ich in den letzten paar Jahren auch gemacht habe: trainiert. Zum Glück hatten wir in Spanien und Andorra die ganze Woche über anständiges Wetter, sodass ich mit dem Fahrrad trainieren konnte. Dieses Wochenende scheint viel Regen für uns bereit zu halten, aber ich denke wir sind auf alle Bedingungen vorbereitet. Es ist bekannt, dass ich bei Nässe ziemlich gut bin. Ich habe jedenfalls das Gefühl, nach dem letzten Jahr mit Le Mans noch eine Rechnung offen zu haben."

Quartararo "nicht besorgt" über Ducatis Dominanz

„Ich habe eine Art Hassliebe zu Frankreich, besonders zu Le Mans. Ich hatte hier einen Sieg und in der Moto3 wäre ich hier in Kurve 1 fast gestorben. Letztes Jahr hatte ich das Gefühl, ebenfalls zu sterben, als das Motorrad mit sieben verbleibenden Runden den Geist aufgab. Ich denke wir haben ein gutes Paket, wie die Jungs sagten."

Quartararo's JerezGP sah zunächst so vielversprechend aus, zumindest bis seine Arm-Pump-Probleme so akut wurden, dass er durch das gesamte Feld gereicht wurde. Trotz der Enttäuschung in Andalusien ist der Franzose vor seinem Heim-Grand-Prix in Hochstimmung und bestätigt, dass er trotz der jüngsten Operation nicht glaubt, dass er auf dem Motorrad Probleme haben wird.

„Ja, es war ziemlich frustrierend. Wenn man das Rennen anführt, das Tempo zum Sieg hat, aber die Kraft immer weiter schwindet, ist das sehr bitter. “, begann Quartararo und erläuterte genauer,  wie es ihm beim letzten Rennen in Jerez ergangen ist. „Mit jeder Runde fiel es mir schwerer, zu bremsen, ich hatte fast keine Kraft mehr als noch mehr als 10 Runden zu fahren waren."

„Der erste Gedanke war, die Chance auf einen Sieg zu verlieren, aber dann war es extrem anstrengend, das Rennen überhaupt in den Punkten zu beenden. Es war definitiv der richtige Zeitpunkt für die zweite Operation am Arm. Ich fühle mich großartig, die Narbe dehnt sich schon ein wenig. Ich kann es kaum erwarten, morgen zu fahren. Ich fühle mich großartig und ich glaube nicht, dass ich beim Fahren Probleme haben werde."

Keine Probleme und Sorgen? Das ist sicher Musik in den Ohren seiner Fans, die ihn an diesem Wochenende frenetisch anfeuern werden. Der Schlüsselfaktor an diesem Woche wird für Quartararo und seine Konkurrenten das Wetter sein, aber der Yamaha-Star versucht, seine YZR-M1 auch unter nassen Bedingungen an die Grenzen zu bringen, um zu vergleichen, ob er unter allen Bedingungen schnell sein kann und nicht nur wenn es trocken ist.

Miller: "Es wird interessant, wer den Holeshot holt"

"Ja, ich freue mich sehr darauf, das Bike bei Nässe zu testen. Letztes Jahr war ein bisschen seltsam, weil die wirklich nassen Bedingungen nur am Sonntag herrschten. Ich fühle mich unter den trockenen Bedingungen auf jeder einzelnen Strecke großartig und freue mich darauf, bei Nässe zu fahren. Es wird wichtig sein, nicht nur in einer Session, sondern das ganze Wochenende über unter nassen Bedingungen zu fahren. Ich möchte einfach so viel Erfahrung wie möglich sammeln und mein Bestes geben. “

Sein französischer Landsmann Zarco hofft auch auf ein fantastisches Grand-Prix-Wochenende auf heimischen Boden und er weiß, dass diese Strecke gut zu seiner Ducati passt. „Ja, stimmt, in Jerez habe ich nur ein paar wenige Punkte errungen, aber es war gut genug für mich. Das hohe Potenzial der Ducati und der Sieg von Jack, sowie der zweite Platz von Pecco und seine WM-Führung sorgen für eine hohe Motivation, auch hier in Frankreich ein großartiges Ergebnis zu erzielen“, kommentierte Zarco.

„Wie Pecco sagte, passt die Strecke hier besser zum Motorrad als in Jerez. In Jerez war das Tempo der Ducati interessant, daher bin ich ziemlich glücklich, auch auf diesem Paket zu sitzen. Leider werden keine Fans vor Ort sein, aber das sind wir ja fast schon gewohnt, aber es ist auf der einen Seite auch traurig, weil weniger lustige Dinge um die Strecke passieren, aber es hilft auch, konzentriert zu bleiben und das Ziel auf dem Podium zu stehen, zu verfolgen.“

Alle Augen werden am Freitagmorgen vor dem FP1 der MotoGP™ in den Himmel gerichtet sein. Wenn man den Prognosen Glauben schenken will, wird es nur das erste von vielen Sessions in Le Mans sein, die die Fahrer bei nassen Bedingungen bestreiten müssen.

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