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17 Tage vor
By motogp.com

Zurück im Geschäft: KTM liefert vielversprechende Upgrades

KTM's harte Arbeit hat sich ausgezahlt: Podestplatz, doppelte Top 5 und drei Fahrer in den Top 10 signalisieren einen soliden Fortschritt

In Mugello hatte das lange Warten auf eine weitere Podiumsplatzierung von KTM ein Ende. Der zweimalige Rennsieger von 2020, Miguel Oliveira, sicherte sich einen starken 2. Platz beim Gran Premio d’Italia Oakley und fuhr damit auch sein erstes Podium in den Farben von Red Bull KTM Factory Racing ein, wodurch klar wurde, dass die Chassis- und Kraftstoff-Upgrades des österreichischen Werks sofort Früchte trugen.

Laut KTM Motorsports Director Pit Beirer, den Boxengassenreporter und Tech-Guru Simon Crafar während des FP2 interviewt hat, rollten in Mugello eine „neue Generation“ von KTM MotoGP™-Motorrädern aus der Boxengasse.

„Zuallererst muss man bedenken, dass wir  letztes Jahr nicht hier waren, daher lässt sich nur schwer Beurteilen, welche Entwicklung wir genommen haben, da uns hier die Vergleichswerte fehlen. Es war sehr interessant für unsere Jungs, dieses Wochenende hier zu sein mit einer neuen Generation der RC16“, begann Beirer. „Im Allgemeinen haben alle Respekt vor dieser Strecke, die Fahrer lieben sie, denn es ist eine super Highspeed-Piste, aber alles in allem eben auch eine schwierige Strecke. Bis jetzt lief es für uns gut, wir hatten ein gutes erstes Training Heute morgen - wir hatten einen Plan mit dem Hinterreifen. Wir verwendeten einen frischen Gummi, mit dem wir bisher eine gute Pace haben."

„Auf dieser Strecke geht es um Kurvengeschwindigkeit und wie man auf die Gerade beschleunigen kann. Unsere Fahrer haben kritisiert, dass sie die Motorräder nicht so früh aufrichten können, wie die andere, wodurch wir auf den ersten Metern an Boden verlieren. Wer auf den ersten Metern an Boden verliert, verliert auf der gesamten Geraden an Boden."

„Der Jerez-Test war ein essentieller Test für uns, man spricht immer über Änderungen am Fahrwerk und Kleinteile und wie man den Motor justiert, aber es sieht so aus, als hätten wir einen wirklich wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Wir haben beide Versionen an diesem Wochenende in der Garage, da die Fahrer weiterhin vergleichen, aber ich bin mir sicher, dass wir mit den Rundenzeiten einen Schritt gemacht haben. Hoffen wir, dass wir das auch in die nächsten Rennen mitnehmen können.“

Wie wir später herausfanden, haben sie definitiv einen Schritt gemacht. Wir sahen, wie ein unheimlich starker Oliveira sich gegen Joan Mir (Team Suzuki Ecstar) und Johann Zarco (Pramac Racing) um den zweiten Platz verteidigte. Welch eine willkommene Rückkehr auf das Podium für den portugiesischen Star...

"Wir sind einfach nur glücklich und froh, dass wir diesmal alles zusammenbringen konnten, denn um ehrlich zu sein waren wir schon öfter kurz davor, solche Ziele zu erreichen, aber oft ist es uns eben nicht gelungen, die Rennen so stark auch zu beenden“, sagte Oliveira zu seinem Rennen in 'After the Flag'. „Ja, ein bisschen Glück war nötig und kleine Details machen am Ende des Tages den Unterschied für uns."

„Der Rahmen, der Kraftstoff, das sind alles Kleinigkeiten, die zur Gesamtleistung beitragen und jetzt haben wir dieses Ergebnis erreicht. Ich denke, es wird einen echten Schub und eine gute Motivation für das gesamte Team geben, nach der harten Arbeit, die sie geleistet haben. Jetzt haben wir dieses Ergebnis als Grundlage und erzielen hoffentlich auch weiterhin viele Punkte. "

Das aktualisierte Chassis von KTM sorgte für Schlagzeilen, aber der neue Kraftstoff half Binder, den bestehenden Höchstgeschwindigkeitsrekord dank seiner 362,4 km/h zu knacken. Die schnellere, agilere RC16 verhalf nahezu postwendend zu Podiumsplatzierungen. Oliveira bestätigte, dass er und das Team daran gearbeitet haben, die Renndistanz zu verbessern, und das neue Chassis, das ihm seit Mugello zur Verfügung steht, hat offensichtlich einen erheblichen Unterschied gemacht.

„Am Ende des Tages ist natürlich noch nicht alles perfekt, aber wir sind auf einem ziemlich guten Weg. Wir haben uns auf die Rennpace konzentriert, zudem ist dieser Rahmen ein bisschen schonender für den Reifen, wodurch wir in der Lage sind, etwas ruhiger zu fahren und über die Rundendistanz hinweg eine gute Leistung zu erbringen, und das ist uns gelungen. Das Ziel wurde erreicht.“

Teamkollege Binder erlebte am Sonntag eine etwas kniffligere Zeit, denn noch bevor das Rennen überhaupt begonnen hatte, gab der Südafrikaner zu, fast gestürzt zu sein, und dann löste der Kontakt mit Marc Marquez (Repsol Honda Team) – bei dem der achtmalige Weltmeister in Kurve 5 stürzte – seinen Airbag aus. Letzteres führte dazu, dass Binder es unglaublich schwierig fand, sich auf dem Motorrad zu bewegen und sich auf der Geraden klein zu machen und sich uneingeschränkt zu bewegen.

„Angesichts des chaotischen Starts in das Rennen, das ich hatte, war es ein wirklich solides Ergebnis, den 5. Platz zu belegen. In der Runde auf dem Weg zur Startaufstellung klappte mir in der vorletzten Kurve beinahe das Vorderrad ein, wodurch ich fast gestürzt bin. Ich hatte wirklich Glück, den Sturz abgefangen zu haben, aber im Allgemeinen war das Rennen etwas schwieriger, als ich es mir gewünscht hätte“, kommentierte Binder sein Rennen.

"Ich hatte nicht den besten Start und danach war ich in den ersten paar Runden ein wenig vorsichtig, um sicherzustellen, dass der vordere Reifen in Ordnung war und wollte ich sicherstellen, dass alles gut ist. Eine andere Sache aber machte mir anschließend das Leben schwer: Als Marc in meine Seite fuhr, ging mein Airbag auf, sodass ich eine ganze Runde damit fahren musste. Wie jeder weiß, kann man mit Airbag kaum atmen! Auf dem Motorrad kann man sich zudem nicht sonderlich viel bewegen. Es war wirklich schwer und ich habe auch dort viel Zeit verloren. Das hat es schwer gemacht, aber ich bin wieder in meinen eigenen Rhythmus gekommen und habe bis zum Ende so hart wie möglich gepusht und war glücklich, als Fünfter ins Ziel zu kommen.“

Marquez über seinen Sturz: "Es war meine Schuld"

Binder äußerte sich auch zu den Upgrades von KTM und wies darauf hin, dass sie einige dringend benötigte „natürliche Kurven“ gefunden haben, die dazu beitragen, den Reifen über die Renndistanz zu schonen.

„Eine tolle Sache bei KTM ist, dass sie nicht gerne Zweiter werden, sondern gewinnen wollen. All die Jungs in der Fabrik, der Aufwand hinter den Kulissen ist unglaublich. Ich bin sehr glücklich,  dieses großartige Team hinter mir zu haben “, fügte Binder hinzu.

„Es ist klar, dass sie immer alles versuchen, was möglich ist, und wir machen Schritte nach vorne. Dies ist nicht das Ende und sie haben ein paar Dinge in der Tasche, da bin ich mir sicher. Diese Dynamik gilt es beizubehalten. Ich bin sicher, dass sie mit Hochdruck daran arbeiten werden, in naher Zukunft weitere neue Dinge für uns bereitzustellen."

KTM hat 2021 frühzeitig die Kurve gekriegt, denn auch Petrucci holte sich in Mugello seine zweite Top-10 in Folge. Die österreichische Fabrik ist wieder im Geschäft und strebt nun für den Rest der Saison weitere Podiumserfolge an, beginnend an diesem Wochenende in Barcelona.

KTM hat 2021 frühzeitig die Kurve gekriegt, denn auch Petrucci holte sich in Mugello seine zweite Top-10 in Folge. Die österreichische Fabrik ist wieder im Geschäft und strebt nun für den Rest der Saison weitere Podiumserfolge an, beginnend an diesem Wochenende in Barcelona.

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