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9 Tage vor
By motogp.com

"Lange fünf Jahre" - Espargaro & Aprilia holen Traum-Podium

Es war ein harter Weg für Fahrer und Team, aber am Sonntag in Silverstone haben sich das Blut, der Schweiß und die Tränen endlich ausgezahlt

Man kann guten Gewissens sagen, dass die guten Momente die harten Zeiten überwogen haben, seit sie sich 2017 zusammengeschlossen haben. Dennoch reichte es eben noch nicht auf das erste Podium – BIS JETZT!  Beim Monster Energy British Grand Prix war es endlich soweit... Aleix Espargaro und Aprilia feierten gemeinsam ein traumhaft schönes erstes MotoGP™-Podium.

Man kann guten Gewissens sagen, dass die guten Momente die harten Zeiten überwogen haben, seit sie sich 2017 zusammengeschlossen haben. Dennoch reichte es eben noch nicht auf das erste Podium – BIS JETZT!  Beim Monster Energy British Grand Prix war es endlich soweit... Aleix Espargaro und Aprilia feierten gemeinsam ein traumhaft schönes erstes MotoGP™-Podium.

Es ist schwer vorstellbar, dass irgendjemand im Fahrerlager sich nicht mit dem Spanier freute, als er seine RS-GP vor 67.000 Zuschauern in Silverstone auf den dritten Platz ins Ziel brachte. Was lange währt wird endlich gut, denn die Aprilia RS-GP 2021 ist bei weitem das konkurrenzfähigste Motorrad, das die italienische Marke seit ihrer Rückkehr in die MotoGP™-Klasse im Jahr 2015 auf den Markt gebracht hat.

Espargaro hat die meiste Zeit der Saison um die Podiumsplätze gekämpft, aber Silverstone fühlte sich nochmal ganz anders an. Man konnte sehen, dass dies seine und Aprilias beste Chance auf ein Podium war, und nach dem Qualifying auf P6 wusste Espargaro, dass er die Pace hatte, um um die "Top-Positionen" zu kämpfen.

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"Ich bin sehr glücklich über die Leistung, die wir heute gezeigt haben, vor allem im Hinblick auf das Rennen. Ich denke, wir sind stark, wir sind bereit, um die Top-Positionen zu kämpfen, wie wir im FP4 gezeigt haben."

Darüber hinaus wurde Espargaro am Freitag mit der Aussage zitiert, dass die Ankunft von Maverick Viñales beweisen wird, dass er zu den drei besten Fahrern der Welt gehört. Einige werden dem zustimmen, andere werden anderer Meinung sein. So ist das Leben, jeder hat eine Meinung. Aber Espargaro und sein Team stehen zu Recht hinter sich selbst, und wie könnte man alle Zweifler besser zum Schweigen zu bringen, als mit einem großartigen Rennen in Großbritannien?

Espargaro fühlte sich durchweg wohl und machte kaum einen Fehler. Sein Überholmanöver gegen Miller, nachdem der Australier in der letzten Runde in Kurve 13 einen kleinen Fehler machte, war klasse. Espargaro wusste, was auf dem Spiel stand und geriet nicht in Panik, als die Ducati auf der Innenseite auf die Bremse ging. Stattdessen positionierte sich Espargaro perfekt, um mit einem fantastischen Run aus Kurve 14 heraus Miller auf dem vierten Platz in Schach zu halten, bevor es auf der Geraden in den letzten Sektor ging.

"Es war ein langer Weg von fünf Jahren, um hier anzukommen. Besonders vor zwei Jahren war es sehr schwierig, sehr, sehr schwierig. Ich hatte viele Stürze, das Motorrad war nicht konkurrenzfähig und ich habe sehr gelitten, so sehr, dass ich ein paar Mal überlegt habe, meine Karriere zu beenden oder zu einer anderen Team zu wechseln."

"Es war ein langer Weg von fünf Jahren, um hier anzukommen. Besonders vor zwei Jahren war es sehr schwierig, sehr, sehr schwierig. Ich hatte viele Stürze, das Motorrad war nicht konkurrenzfähig und ich habe sehr gelitten, so sehr, dass ich ein paar Mal überlegt habe, meine Karriere zu beenden oder zu einer anderen Team zu wechseln."

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"Ich habe nie aufgegeben und es ist fantastisch, endlich hier zu stehen. Das Gute daran ist, dass es sich nicht nur um ein Rennen aufgrund des Wetters oder von Stürzen handelt, sondern dass wir die ganze Saison über sehr konkurrenzfähig und nah am Podium waren. Endlich auf dem Podium zu stehen, ist fantastisch für Aprilia, für alle in Noale, für mich selbst und ja, ich möchte hier bleiben, um weiter hart zu arbeiten und den Aufschwung beizubehalten."

Espargaro hat Recht: Der Pace von Silverstone ist keine Eintagsfliege. Espargaro hat 2021 acht Top-10-Platzierungen eingefahren, darunter zwei P6 in Jerez und Portimao, die - bis zum britischen GP - die besten Ergebnisse für Aprilia in der MotoGP™ waren. Einige Leute mögen denken, dass Top-10-Resultate und P6-Resultate kein Grund zum Jubeln sind, aber da liegen sie falsch. Die Königsklasse ist heutzutage so hart umkämpft, wie wir es wohl noch nie gesehen haben. Alle sechs MotoGP™-Hersteller - die beim britischen GP zum ersten Mal alle unter den ersten Sechs landeten - kämpften in jeder Session innerhalb von Zehntelsekunden. Ein Zehntel pro Runde, sogar ein halbes Zehntel, konnte den Unterschied zwischen einem Platz auf dem Podium und einem Platz knapp außerhalb der Top Fünf ausmachen. Feine Abstände machen den Unterschied aus, und das ist ein Grund dafür, warum Aprilia seit der Rückkehr ins Renngeschehen einen schweren Stand hatte.

Die Enge der Rennen ist ein unglaubliches Spektakel für die Zuschauer, aber es ist unglaublich schwierig für die Fahrer und Teams, die sich jedes Wochenende den Kopf zerbrechen, wie sie es schaffen können auf das Podium zu kommen. Das macht einen großen Teil der ganzen Strapazen aus, auf dem Podium zu stehen, besonders für ein Werk und einen Fahrer, die das seit fünf Jahren nicht geschafft haben. In diesem anspruchsvollen und brutalen Sport gibt jeder sein Bestes. Espargaro trainiert Tag für Tag genauso hart wie jeder andere GP-Pilot, und wenn man dafür belohnt wird, gibt es einfach kein besseres Gefühl!

Espargaro und Aprilia halten in der letzten Runde den Atem an

Es war etwas Besonderes zu sehen, wie Espargaro vom Parc Ferme zu seiner Box lief, um mit seiner Frau und seinen Kindern zu feiern. Wenn man sein Leben einem Spitzensport widmet, muss man Opfer bringen, und diese Opfer gibt es in allen Formen und Größen. Auf dem Podium zu stehen, hat nicht nur für Espargaro, sondern auch für seine Familie und Freunde viel bedeutet. Jeder, der mit Aprilia und Espargaro in Verbindung steht, wird jetzt im Freudentaumel schwelgen, aber die Arbeit hört hier ganz sicher nicht auf. Espargaro und Aprilia wollen noch mehr, und es gibt vielleicht keine bessere Strecke als das anstehende MotorLand Aragon, um weiter für ihre Ziele zu kämpfen.

Sieht man von der P13 im Jahr 2020 ab, hat Espargaro mit Aprilia in Aragon nie schlechter als P7 abgeschlossen (2019 und 2016). 2018, 2017 und 2015 beendete Espargaro das Rennen auf P6 und ein Jahr zuvor holte Espargaro sein erstes MotoGP™-Podium mit Forward Yamaha. Man kann mit Sicherheit sagen, dass Espargaro der Kurs von Aragon liegt.

Es gibt nur eine Sache, die den Sonntagnachmittag für Espargaro, Aprilia und das gesamte Fahrerlager noch süßer gemacht hätte: das strahlende Lächeln von Fausto Gresini am Ende des Rennens zu sehen. Der verstorbene Italiener begann das Projekt mit Aprilia im Jahr 2015, und es wird für immer enorm traurig und schmerzhaft sein, dass Fausto nicht mit mehr bei uns, bei Espargaro und Aprilia zu haben, um gemeinsam solche fantastischen Tage wie diesen vergangenen Sonntag in Silverstone zu genießen.

"Ich bin mir ganz sicher, dass Fausto uns vom Himmel aus zusieht", sagte Espargaro nach dem Rennen und widmete seinen Podestplatz seinem verstorbenen Freund und Mentor Fausto. "Weißt du, in der Box und auf dem Podium anzukommen und ihn so glücklich zu sehen, das wäre wie ein Traum. Er hat in den schwierigsten Phasen mit Aprilia wirklich gelitten, aber er hat uns den Weg gezeigt. Jetzt kämpfen wir mit den besten Marken der Welt, und er hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Dieser Podiumsplatz ist also auch für Fausto und seine Familie."

Die Zukunft sieht für Espargaro und Aprilia zweifelsohne rosig aus. Das erste Podium ist nun unter Dach und Fach, und mit der Ankunft von Viñales wird das Werk aus Noale eine starke Kraft bleiben, mit der man in der MotoGP™ rechnen muss. Der nächste Punkt auf der Agenda? Der erste Sieg.

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