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14 Tage vor
By motogp.com

Barcelona Test:Alle Infos & Neuigkeiten aus der Königsklasse

Ein sehr arbeitsreicher Test geht zu Ende, aber wir verraten Euch, was bei Honda, Yamaha, KTM & Co. im Fokus stand....

Maverick Viñales von Monster Energy Yamaha MotoGP fuhr eine 1:39.400 und beendete die offizielle Testwertung auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya als Schnellster, während Teamkollege Fabio Quartararo sich ihm anschloss, um es zu einer Werks-YZR-M1 Doppelführung zu machen. Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) belegte den dritten Platz in der Zeittabelle, nachdem er und seine HRC-Teamkollegen einen entscheidenden Testtag absolvierten.

Yamaha setzt verschiedene Schwerpunkte

Der schnellste Mann des Tages, Maverick Viñales testete eine Carbonschwinge, die den Spanier am Ende des Tages an die Spitze der Tageswertung katapultierte. Wie so oft fuhr Viñales beeindruckend viele Runden – 85 um genau zu sein, die zweithöchste an diesem Montag. Quartararo experimentierte derweil hauptsächlich mit verschiedenen Setup-Einstellungen, nachdem der WM-Spitzenreiter den überaus dramatischen Sonntag hinter sich gelassen hat. Diesmal lief alles gut für den Franzosen...

Valentino Rossi (Petronas Yamaha SRT) hat die neuen Bremsscheiben von Brembo ausprobiert. Diese haben Schlitze, die die Kühlung unterstützen. Der 'Doctor' hatte dafür in Sachen neue Teile nichts weiter zu probieren, aber es war trotzdem viel los für den neunmaligen Weltmeister. Rossi absolvierte 72 Runden und landete nur sechs Zehntel hinter seinem ehemaligen Teamkollegen Viñales auf dem 10. Platz. Der Tag von Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT) dauerte indes nur bis 13:30 Uhr. Bis dahin absolvierte der Italiener 39 Runden und fuhr mit einer 1:40,022 auf Platz 8 der Tageswertung. Auch er testete die neuen Brembo-Bremsen....

Ein entscheidender Tag für HRC

Es war ein unglaublich entscheidender Tag für die HRC-Fahrer. Marc Marquez (Repsol Honda Team) sagte nach dem Rennen am Sonntag, dass der Test am Montag wichtiger sein würde, als der Grand Prix selbst, was erklärt, warum die Fahrer des japanischen Herstellers einen arbeitsreichen Tag hinter sich brachten...

Marc Marquez war einige Runden auf einem komplett schwarzen Motorrad unterwegs, welches einen anderen Lufteinlass hat. Der achtmalige Weltmeister wurde aber auch mit mindestens zwei verschiedenen Aero-Paketen gesichtet. Teamkollege Pol Espargaro verbrachte den ganzen Tag ausschließlich auf dem 2021er-Bike. Er und das Team probierten verschiedene Setups aus, um ihre Schwierigkeiten zu lösen, mit denen sie seit Beginn der Saison zu kämpfen haben. Auch Espargaro probierte mindestens ein anderes Aero-Pakete sowie die neuen Brembo-Bremsscheiben aus. Ein Sturz in Kurve 9 beeinträchtigte seinen Arbeitstag in Barcelona glücklicherweise nicht.

Bemerkenswert ist, dass Marc Marquez am Montag 87 Runden absolvierte. Erinnern wir uns an den Jerez-Test, wo er aufgrund von Fitnessproblemen nur weniger als 10 Runden drehen konnte... Es scheint, dass die Probleme mit seiner rechten Schulter und seinem rechten Arm allmählich nachlassen, was für die Nummer 93, HRC und die MotoGP™-Fans eine großartige Nachricht ist. Marc Marquez beendete den Tag zwar nur auf P11, wies aber nur 0,6 Sekunden Rückstand zu der führenden Yamaha auf.

Takaaki Nakagami von LCR Honda Idemitsu führte am Nachmittag für ein paar Stunden. Der Japaner hatte ein 2020er und ein 2021er Motorrad in der Garage. Sein Teamkollege bei LCR Honda Castrol, Alex Marquez, wurde mit einigen verschiedenen Aero-Paketen gesehen und benutzte, wie Pol Espargaro, den ganzen Tag das 2021er Motorrad. Nakagami beendete den Tag auf Platz 3 der Zeittabellen, ein positiver Tag in Bezug auf die Rundenzeit, während Alex Marquez nach 70 Runden auf Platz 15 landete.

Insgesamt wurden in den Honda-Rängen 296 Runden gefahren – jede davon wird nützliche Daten gebracht haben, Daten, mit denen der erfolgreichste Konstrukteur der MotoGP™ hoffentlich noch in der Saison 2021 wieder auf die Siegerstraße zurückkehren kann....

Ein positiver Tag für Suzukis Mir und Guintoli

Da Alex Rins verletzungsbedingt ausgefallen war, wurden die Testaufgaben des Team Suzuki Ecstar am Montag dem amtierenden Weltmeister Joan Mir und dem Testfahrer Sylvain Guintoli überlassen. Joan Mir war nach der Arbeit des Tages überaus positiv gestimmt. Er und seine Crew konzentrierten sich auf die Geometrie und die allgemeinen Einstellungen der GSX-RR. Der Spanier belegte Platz 4 des Zeitrankings. Guintoli fuhr 72 Runden und lieferte wertvolle Daten für die Hamamatsu-Fabrik.

Setup-Optimierungen waren das Hauptziel bei Ducati

Im Ducati Lenovo Team konzentrierte man sich hauptsächlich auf das Setup der beiden Bikes von Francesco Bagnaia und für Jack Miller, dem Podiumsplatzierten des Barcelona-GP. Für Bagnaia war die wichtigste Erkenntnis eine bessere Konstanz nach einem etwas härteren Wochenende und er fühlte sich nach dem Test deutlich positiver und bereit für die nächsten Rennen. Nach 48 Runden beendete er den Tag auf P5, knapp eine halbe Sekunde hinter der Spitze. Miller sagte unterdessen, dass die Strecke nach dem Regen über Nacht nicht wirklich in perfektem Zustand sei, aber er fuhr dennoch 49 Runden und lag am Ende des Tages mit 0,842 Rückstand auf P14.

Auch Johann Zarco (Pramac Racing) konzentrierte sich auf das Setup. Er verriet, dass er auch körperlich an sich gearbeitet habe und versucht, viele Runden in kürzerer Zeit zu absolvieren. Nach 61 Runden landete er schließlich auf P7. Bei Luca Marini von Sky VR46 Avintia und Enea Bastianini von Avintia Esponsorama lag ebenfalls das Setup im Fokus. Marini wurde nach 49 Runden Dreizehnter, während sein französischer Teamkollege P17 für sich beanspruchte, nachdem er weitere 36 Runden in Barcelona gedreht ist. Jorge Martin (Pramac Racing), der am vergangenen Wochenende nach einer Verletzungspause zurückkehrte, war bei dem Test nicht anwesend.

KTM ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus

Bei KTM gab es viel zu sehen. Zunächst einmal fuhren sowohl der katalanische GP-Sieger Miguel Oliveira (Red Bull KTM Factory Racing) als auch sein Teamkollege Brad Binder auf einem Motorrad, das wir erstmals in der Qatar in den Händen von Testfahrer und MotoGP™-Legende Dani Pedrosa gesehen haben. Die schöne Unbekannte verfügt über ein neues Chassis, aber auch die Schwinge, Auspuff und Fahrwerk scheinen anders zu sein. Am Nachmittag kehrten die beiden Werksfahrer zu ihren am Rennwochenende eingesetzten Bikes zurück und arbeiteten am Setup. Oliveira beendete den Test auf P9 und sagte, eine besonders nützliche Sache für Vergleiche sei eine erwiesenermaßen gute Basis. Damit meinte er sein Siegermotorrad vom gestrigen Sonntag.  Binder war am Ende des Tages Zwölfter. Mit den Bikes, die sie am Morgen getestet haben, fuhren sie 25 bzw. 7 Runden, wobei diese Bikes über ihre eigenen Transponder verfügten und deswegen  gesondert in den Zeittabellen gelistet wurden. 

Nebenan bei Tech3 KTM Factory Racing stand das neue Chassis – welches von Oliveira und Binder seit Mugello eingesetzt wird – sowohl für Danilo Petrucci als auch für Iker Lecuona zur Verfügung. Lecuona wurde zudem auch mit einigen verschiedenen Aero-Elementen gesichtet: Eines war eine Verkleidung mit Löchern, wobei eine andere über Ergänzung an der Unterseite der Verkleidung verfügte, welche viel Ähnlichkeit zu einem anderen Herstellers erkennen lies. Petrucci fuhr 61 und Lecuona 71 Runden.

Aleix Espargaro fehle bei Aprilia

Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini) war zu Beginn des Tages in der Box, begab sich dann aber nach einer kürzlich erfolgten Arm-Pump-Operation zu einer Kontrolle seines Arms in sein behandelndes Krankenhaus, wodurch er den Test verpasste. Er hat zuvor allerdings das OK bekommen, weiter an seiner Reha zu arbeiten. Statt ihm testete zusammen mit Lorenzo Savadori der 37-jährige Italiener Matteo Baiocco die Zuverlässigkeit des Motorrads und absolvierte einige Trainingsstarts. Baiocco fuhr 66 Runden, während Savadori in seinen 78 Runden am Setup arbeitete.

Alle Beteiligten haben sich nun ein paar Tage Ruhe verdient, bevor es in weniger als zwei Wochen bereits für den Großen Preis von Deutschland an den Sachsenring geht. Hat der Test bei dem ein oder anderen für Verbesserungen gesagt? In ein paar Wochen wissen wir mehr...

Top 10:
1. Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) – 1:39.400
2. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP) + 0.137
3. Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemitsu) + 0.302
4. Joan Mir (Team Suzuki Ecstar) + 0.416
5. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team) + 0.466
6. Pol Espargaro (Repsol Honda Team) + 0.477
7. Johann Zarco (Pramac Racing) + 0.579
8. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha SRT) + 0.622
9. Miguel Oliveira (Red Bull KTM Factory Racing) + 0.636
10. Valentino Rossi (Petronas Yamaha SRT) + 0.650

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