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11 Tage vor
By motogp.com

KTM-Chef verärgert über Abwerbungsversuche von Fernandez

Pit Beirer gab zu, dass die Bemühungen externer Teams, seinen Schützling zu verpflichten, den MotoGP™-Deal mit Raul Fernandez beschleunigten

Raul Fernandez (Red Bull KTM Ajo) hat sich in seiner bisherigen Rookie-Saison in der Moto2™ wahrlich einen Namen gemacht. Der Rookie der Mittelklasse liegt aktuell hinter seinem Teamkollegen Remy Gardner auf Platz zwei der Meisterschaft, daher war es wenig überraschend, dass der Spanier bereits für die Saison 2022 in der MotoGP™gehandelt wurde. Wobei es bis zuletzt sein eigener Wunsch war, ein weiteres Jahr in der Moto2™ zu bleiben. Diese Absicht signalisierte er auch gegenüber KTM, wodurch sie ihre Zukunftsplanung dahingehend weiterführten. Umso überraschender war es für KTM zu hören, dass ihr Youngster Gespräche mit anderen MotoGP™Teams führt. Nun ist klar, dass er den Schritt in die Königsklasse wagen wird und das auch mit KTM, aber die Umstände und der Zeitpunkt der Ankündigung haben sicherlich viele überrascht...

Pit Beirer, Direktor von KTM Motorsport, gab gegenüber motogp.com zu, dass er verärgert darüber war, dass auch andere Teams das Gespräch mit seinem Starlet suchten, um ihn zu verpflichten. KTM war gezwungen schneller zu reagieren als geplant, um den Deal im eigenen Haus abzuwickeln. Beirer stellte klar, dass KTM immer vor hatte, Fernandez in die Königsklasse zu bringen, es hab also keinen Grund für den Spanier, sich anderweitig umzusehen.

„Ich freue mich sehr, dass wir ihn auf unserem MotoGP™-Bike sehen werden, aber um ehrlich zu sein war es etwas hektischer als geplant.“

„Ich war tatsächlich ein bisschen sauer, als ich herausfand, dass andere Hersteller mit Raul sprachen und ihm Flausen in die Ohren legten. Ich war darüber nicht sonderlich erfreut, weil er ziemlich glücklich war ein weiteres Jahr in der Moto2™ zu bleiben. Das war sein Wunsch, wir drängten ihn nicht in die eine oder andere Richtung. Wenn er nun doch schon in die MotoGP™ wollte, hätte er natürlich die Chance auf unserer Seite gehabt, deshalb wollte ich gestern alles schnell klar machen."

„Es war wirklich nicht der Plan (alles so schnell zu verkünden), aber wir mussten schnell handeln. Es waren noch zwei oder drei kurze Gespräche nötig, aber dann wollte ich Raul schnell diesen Druck nehmen, weil ich sah, dass immer noch Leute versuchten, mit ihm zu reden. Wir mussten sicherstellen und klarstellen, dass er bleiben kann. Er muss jetzt konzentriert weiterarbeiten, denn im Moment muss er in der Moto2™ noch Leistung bringen und es ist nicht gut, wenn er zwischen allen Fronten abgelenkt wird.“

Am Ende war Beirer trotz der Entwicklung dankbar, die Zukunft eines der größten Talente der MotoGP™ und KTM gesichert zu haben und ihn so aus den Klauen anderer Teams zu halten.

„Ich möchte ihm und seiner Familie danken. Wir haben eine wirklich gute und schnelle Lösung gefunden!“

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